Gezerre um Castoren geht in die nächste Runde

BI fordert Hendricks zum Handeln auf

Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck (Grüne) fordert Bayern auf, einen Teil der 26 Castor-Behälter aufzunehmen, die aus der französischen bzw. britischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague und Sellafield nach Deutschland verbracht werden sollen.

Der Termin für die Transporte wurde bereits von 2015 auf 2017 verlegt, erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). “Merkwürdig, dass es bei der Terminverlegung keine Aufgeregtheit wie in der Vergangenheit gab, als die Transporte unter Verweis auf internationale Verträge nach Gorleben durchgeprügelt wurden.”

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Eine Einlagerung im Zwischenlager Gorleben ist nach der Änderung des Atomgesetzes ausgeschlossen. Um Vertrauen im Lande in ein angeblich neues Endlagersuchverfahren zu gewinnen, sollte durch die weitere Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle in Gorleben nicht der Endlagerkompromiss der Parteien kontaminiert werden.

“Doch auch die Energiekonzerne, die auf Gorleben beharren bzw. sich eine Abkehr von der Zwischenlagerung in Gorleben finanziell vergüten lassen wollen, haben ihre Klagen nicht zurück gezogen”, die BI an. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: “Von der Bundesumweltministern Barbara Hendricks (SPD) erwarten wir, dass sie das Gezerre um die Castoren beendet. Der Parteien- und Länderegoismus bei der Frage, wohin mit den 26 Castoren, lässt nichts Gutes erwarten, als Ausfahrt bei der Atommüll-Schlingertour bietet sich nicht nur den Konzernvertretern immer wieder Gorleben an.”

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06

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Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
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