Castor – quo vadis?

Nachdem eine Einlagerung der 26 ausstehenden Castor-Behälter mit den Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in La Hague und Sellafield in Schleswig-Holstein geplatzt war, hat jetzt auch Baden-Württemberg seine Bereitschaft aufgekündigt, den WAA-Abfall zwischen zu lagern. Damit ist die Bund-Länder-Vereinbarung zum Verbleib der Castoren gescheitert, die nach einer Änderung des Atomgesetzes nicht mehr in Gorleben gelagert werden dürfen.

“Das ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten”, schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). BI-Sprecher Ehmke: “Am Länderegoismus droht auch der angebliche Neustart der Endlagersuche zu scheitern. Sankt Florian ist der Stichwortgeber, nicht der geologische Sachverstand.”

Wieder einmal wird Ostern als zeitliche Vorgabe gehandelt. Bis dahin soll nun Bundesumweltministerin Barbara Hendricks einen Schlüssel erarbeiten, welches Bundesland nun für die Zwischenlagerung der Abfälle gerade zu stehen hat, die aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente in Frankreich und Großbritannien anfielen. Die SPD-Politikerin hatte bereits angedroht, jedes Land in die Pflicht zu nehmen.

Die BI hingegen schlägt vor, die Abfallverursacher in die Pflicht zu nehmen:

“Jede Begehrlichkeit, den Müll wieder nach Gorleben abzuschieben, werden wir vehement bekämpfen”.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
Neun Experten nehmen Stellung.
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