Norddeutschland: Beben, Risse, Überflutung – Was bedeutet das für ein Endlager?

Kann es in der norddeutschen Tiefebene Erdbeben geben? Sinkt die Tiefebene soweit ab, dass sie von Meerwasser überspült wird? Und was heißt das für ein mögliches atomares Endlager in Norddeutschland?Zu den bekannten geologischen Schwachstellen des Salzstocks Gorlebens, dem Wasserkontakt und den Gaseinschlüssen, kommen nun neue Fragen hinzu, glaubt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Die AtomkraftgegnerInnen im Wendland berufen sich dabei auf einen aktuellen Bericht von Spiegel-online. Nach der Auswertung von Navigationsdaten des globalen Navigationssatellitensystems Navstar GPS zeigt Holger Steffen vom schwedischen Landesvermessungsamt erstmals den genauen Verlauf der geologischen Linie, die die Grenze zwischen aufsteigenden und absteigenden Regionen markiert.

  • Skandinavien taucht auf, das Meer zieht sich zurück, während weite Teile Schleswig-Holsteins und Niedersachsens sinken, Ostfriesland und Hamburg etwa um einen halben Millimeter im Jahr.

Für die Küste wird die Wippe zum Problem: Zusätzlich zum Anstieg des Meeresspiegels kommt die Landsenkung – das Meer rückt also schneller vor als anderswo. Dazu kommt, dass es aufgrund der unterirdischen Spannungen, die aus der Eiszeit resultieren, zu Beben kommen kann.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: “Was dieser Befund für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle bedeutet, wenn es um den Einschluss des gefährlichen Mülls für geologische Zeiträume geht, ist bei den bisherigen Betrachtungen möglicher Endlagerregionen nicht betrachtet worden. Wir sind gespannt, ob die Endlagerkommission sich mit derartigen Erkenntnissen befasst, wenn die Regionen wissenschaftsbasiert kartiert werden.”

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 – 510 56 06

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

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