WAA-Castoren: Keine Lösung in Sicht – BI kritisiert Umweltministerin Hendricks

Bisher gibt es keine Alternativen zu einer Zwischenlagerung des WAA-Mülls, der in Gorleben nach der Änderung des Atomgesetzes vor zwei Jahren nicht mehr eingelagert werden darf. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wusste im Interview mit dem Deutschlandfunk keine Antwort auf die Frage, wohin mit den restlichen 26 Castor-Behältern aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente im Ausland.

Es sei möglich, diese auf vier Standorte zu verteilen, sagte die SPD-Ministerin. Mögliche Standorte konnte oder wollte sie nicht nennen.

“Was sie nicht sagte: der Energiekonzern E.on klagt, um den Müll doch weiter nach Gorleben verfrachten zu können”, ergänzt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

BUMin im Sept. 2014 in Lüchow, Bild: publixviewing.de

BUMin im Sept. 2014 in Lüchow, Bild: publixviewing.de

Dass die Endlagersuche doch wieder auf Gorleben hinausliefe, wies Hendricks weit von sich. Sie sagte:

“Nein, natürlich nicht. Also Gorleben ist zwar sozusagen weiterhin im Spiel. Die Kommission muss ihre Vorschläge bis zur Mitte des nächsten Jahres vorlegen – da kann ich im Moment gar nicht sagen, wie die Vorschläge aussehen werden. Vielleicht sagt die Kommission‚ Salz kommt nicht in Frage und dann ist Gorleben sofort raus – ich weiß es noch nicht.”

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: “Wenn Salz ja oder nein das einzige Ausschlusskriterium ist, dann wissen wir schon heute, dass es mit Gorleben weiter geht.

Weiter geht´s in Gorleben aber schon am 22. Mai mit einem großen Widerstandsfest, denn so billig lassen wir uns nicht verschaukeln. Der Punkt ist, dass dieser Salzstock geologisch ungeeignet ist.”

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
Neun Experten nehmen Stellung.
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