Bayern will über Endlagerung reden

Der bayrische CSU-Chef Horst Seehofer grantelt weiter. Er drängt darauf, die ungeklärte Frage der Atommüll-Endlagerung in die Schlussphase des Koalitionspokers in Sachen Energiewende einzubeziehen. Vor allem stört es Seehofer, dass Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) nun auch einen bayrischen Standort für die Zwischenlagerung von 26 Castoren mit dem Müll aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente vorgeschlagen hat, um die Atommüll-Lasten “gerecht” zu verteilen.

Es mag ungeschickt sein, meint die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI), nur mit den Energiekonzernen über diesen Vorschlag geredet zu haben. Aber diese müssten schließlich die entsprechenden Anträge beim Bundesamt für Strahlenschutz stellen und nicht die Ländervertreter.

“Dass Seehofer nun über die ungeklärte Frage der Atommüll-Endlagerung sprechen will, sollten die anderen 15 Bundesländer sofort aufgreifen und dafür sorgen, dass sich nicht ein Land bei einer Endlagersuche hinter einem Nein verschanzt”, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Eine neue Offenheit bei einer ergebnisoffenen Endlagersuche, die auch Bayern mit einschlösse, vermutet die BI hinter diesem Vorstoß allerdings nicht.

Ehmke: “Wahrscheinlich wird Seehofer wieder auf Gorleben in Niedersachsen zeigen, wo übrigens schon 113 Castoren mit hochradioaktivem Müll stehen, der auch in Bayern angefallen ist.”

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 – 510 56 06

weiterlesen:

  • Durchbruch im Castor-Streit?
    19.06.2015 – Auf vier Länder – beginnend ab 2017 – will Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die 26 Castorbehälter mit dem mittel- und hochradioaktiven Müll aus der Wiederaufarbeitung in La Hague und Sellafield verteilen. Neben den Ländern Hessen (Biblis), Baden-Württemberg (Philippsburg), Schleswig-Holstein (Brokdorf) ist dem Vernehmen nach mit dem Zwischenlager am Atomkraftwerk Isar nun auch Bayern dabei. Zwei Jahre hat es bis zu dieser Regelung gedauert, ein schlechtes Omen für die Bereitschaft der Bundesländer, auch die Suche nach einem Endlager zuzulassen, wertet die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) das Resultat. weiterlesen »

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Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
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