Rückholbarkeit und Gorleben – BI: “Es geht nicht um Sicherheit, es geht nur um Akzeptanz”

Die Endlagerkommission setzt auf die Rückholbarkeit des Atommülls aus einem tiefengeologischen Endlager. Umstritten war, ob dabei Salz wegen seiner Kriechfähigkeit als Endlagerstandort auszuschließen ist: Nein, heißt es nun nach NDR-Informationen.

Die Experten hielten es für möglich, dass radioaktive Abfälle zu einem späteren Zeitpunkt auch aus einem Salzlager wieder zurückgeholt werden können.  Die Rückholbarkeit sei in Kommissionskreisen eines der Hauptkriterien für die Wahl eines Endlagers. Damit sei auch Gorleben als Atommüll-Endlager geeignet.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) lässt den Kommissionskonsens nicht unkommentiert: Richtig sei, dass in der Kommission Einigkeit herrsche, dass eine Rückholbarkeit der Abfälle nach den Erfahrungen in der Asse II gegeben sein soll.

“Allerdings wird die Rückholbarkeit auf die Phase der Einlagerung und die Nachbetriebsphase während des Verschlusses eines Endlagers begrenzt. Ansonsten wird von einer Bergbarkeit der Abfälle im Falle einer späteren Havarie gesprochen. Es geht nicht um eine tatsächliche Rückholbarkeit für den Zeitraum von 500 Jahren, wie es ursprünglich angedacht war, es geht nur um Akzeptanz bei diesen semantischen Verwirrspielen”, so BI-Pressesprecher Wolfgang Ehmke.

Dass Gorleben deshalb als Endlager geeignet sei, sei hoffentlich eine Fehlinterpretation des NDR. Zunächst liefe es nur darauf hinaus, dass man sich von Salz als Endlagergestein nicht verabschieden will, um Gorleben im Spiel zu halten, so Ehmke.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

Kommission am Ende
Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kampagnen
Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.