Neue Einlagerungen im Fasslager Gorleben

Nach den Funden von acht Rostfässern im Gorlebener Zwischenlager fordert der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) auf, endlich ein neues Überwachungs- und Inspektionskonzept vorzulegen. Am Rande wird eingeräumt: Es gibt neue Einlagerungen in Gorleben.

Vor allem müssten die visuellen Inspektionen für alle im Abfalllager befindlichen Gebinde intensiviert werden, betont der Grünen-Politiker. Dies könne zum Beispiel durch den Einsatz von Spezialkameras oder durch die Bildung besonderer Inspektionsgassen erreicht werden. Ziel der Maßnahmen sei die Qualifizierung des Lagers und der gelagerten Abfälle.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) reagiert positiv auf diese Forderung, die Atomkraftgegner_innen hatten schon seit Jahren ein Überwachungskonzept gefordert, das über das Abschreiten der ersten Reihen hinausgeht.

Verwundert zeigt man sich seitens der BI hingegen darüber, dass der GNS vor der geforderten Nachrüstung erlaubt wurde, weitere Gebinde einzulagern. Im Pressetext des Umweltministers heißt es:

“Nach der Zustimmung zur Einlagerung von zwei Stahlblechcontainern aus dem AKW Grohnde und sechs zylindrischen Abfallbehältern aus dem AKW Unterweser im Mai dieses Jahres ist für diese Behälter verfügt worden, dass sie im Lager einzeln aufgestellt werden, um bis zur Verfügbarkeit eines Endlagers jederzeit eine allseitige Inspektion zu ermöglichen “.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:

“Der Umweltminister hatte nach den Rostfunden im Einvernehmen mit der GNS einen Einlagerungstopp verkündet, so erinnern wir das. Dass dennoch wieder eingelagert wurde, muss der Grünen-Politiker der erstaunten Öffentlichkeit einmal erklären.”

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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