Problem mit französischen Transport- und Lagerbehältern: TN 85 für immer und ewig in Gorleben?

Besonders eilig scheint das niedersächsische Umweltministerium es nicht immer zu haben. Im August hatte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) angefragt, welche Auswirkungen sich für die neun Transport- und Lagerbehälter der Baureihe TN 85 ergeben, die aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage Cap de La Hague ins atomare Zwischenlager Gorleben transportiert und bei denen später Mängel in der Dokumentation bei der Fertigung nachgewiesen wurden.

Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte im Frühsommer von sich aus die Presse informiert und hatte angekündigt: “Der Sachverhalt muss sehr grundlegend aufgeklärt werden. Wir nehmen die Meldung zum Anlass, sowohl von der GNS als Betreiber, als auch von der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) Stellungnahmen zu im Detail betroffenen Bauteilen einzufordern. Zudem sollen Sachverständige Stellungnahmen und sicherheits-technische Bewertungen vornehmen.”

Die BI pflichtet Wenzel bei, doch seitdem hat sich nichts mehr getan. Im schlimmsten Fall, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, gäbe es eben nicht nur Mängel in der Dokumentation, sondern Mängel bei der Fertigung der Behälter. Und weil die “Dinger” in jedem Fall eines Tages bewegt werden müssen – zum Beispiel in ein Bereitstellungslager für die Endlagerung -, sei die Aufklärung vonnöten.

“Wir haben jetzt im Umweltministerium noch einmal nachgehakt und die Frage zugespitzt”, so Ehmke. Die Frage lautet: “Kann es für die betroffenen TN 85 Behälter Probleme bei einer verkehrsrechtlichen Zulassung geben?”

Wenn ja, warnt die BI, stehen die TN 85 Behälter womöglich in Gorleben, ohne dass sie wieder abtransportiert werden könnten.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.


Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

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