Gorleben ist überall! Standing Rock auch! Eine Solidaritätserklärung

Konfrontationen zwischen sogenannten Zivilisationen und traditionell lebenden Völkern (Indigene) ziehen sich durch die Jahrhunderte, leider meistens verbunden mit der Auslöschung letzterer. Mit dem Wissen um, – oder dem Bewusstsein für andere Kulturen ist es leider auch in Deutschland nicht weit her.

Quelle: freethoughtblogs.com

Quelle: freethoughtblogs.com

Die Prärieindianer, besonders die Lakota in den Reservaten der Dakotas, (Standing Rock ist eines davon) haben da seit den Romanen von Karl May einen etwas anderen Stand. Namen wie Sitting Bull oder Crazy Horse sind auch in Deutschland einigen bekannt. Was von diesen Stämmen übriggeblieben ist und wie deren heutige Lebenssituation ist, wird gerade auch durch Deutsche Medien (sogar dem Heute Journal) veröffentlicht.

Die schwarze Schlange, so eine alte Prophezeiung, wird eines Tages die Lakotas und ihre Landrechte bedrohen. Jetzt taucht sie in Form einer Ölpipeline auf, und soll über vertraglich zugesichertes Stammesland (Fort Laramie Verträge) und unter dem Missoury River verlegt werden. Fracking Öl aus dem Nordwesten Nord Dakotas soll damit transportiert werden. Erstaunlich, wie schnell eine internationale Öffentlichkeit am Thema war und wie eine Welle der Unterstützung in Standing Rock eintraf.

In den Siebzigern war es die Bedrohung durch Uranexploration und Bergbau. Über 10.000 stillgelegte Minen und Bohrlöcher verseuchen noch immer Wasser Land und Menschen. Während die Lakota Lebensweise vorsieht, sich auf dieser Welt so zu benehmen, dass für die folgenden nächsten Sieben Generationen noch ein lebenswertes gesundes Leben möglich ist, verseuchen die Zivilisationen für tausende zukünftiger Generationen mit ihren Atomverbrechen weite Landstriche, vor allem Indigenenland. Wir finden keine Unterschiede, wohin wir auch schauen. Verseuchung und Vertreibung vielfältiger Kulturen auf übelste neokolonialistische Manier.

Billige Kohle aus Australien oder Kolumbien, Uran aus dem Niger, Kanada oder Australien. Seit Jahrzehnten stehen wir in Solidarität mit vielen dieser Menschen weltweit. Einige haben uns hier im Wendland besucht, sogar auf den großen Demonstrationen gesprochen. Seitdem ist die Ausbeutung effizienter geworden, und noch zerstörerischer.

2007 wurde die UN Deklaration für die Rechte Indigener Völker verabschiedet. Der Passus FPIC (Free Prior Informed Consent- Freie Vorherige Informierte Zustimmung) beschreibt die Notwendigkeit der vorherigen Information der vor Ort lebenden Völkern in sie betreffenden Angelegenheiten. In dieser Deklaration nicht rechtlich bindend, findet sich der gleiche Passus in der ILO 169 der internationalen Arbeitsorganisation. Für Staaten, die die ILO 169 unterzeichnen und ratifizieren, ist dies rechtlich bindend. Bisher hat sich keine Deutsche Regierung entschieden zu unterzeichnen. Billige Rohstoffe ja, Land und Menschenrechte nicht so wichtig.

Es ist gut, zu sehen wie eine Welle der Solidarität über Sitting Bulls Leute in Standing Rock. hereinbricht. Wir schließen uns ihnen an, und werden uns weiter einsetzen, gegen Willkür und Diebstahl. Dafür wünsche ich uns Weitblick und Ausdauer.

More Power to you, Standing Rock!

Günter Hermeyer, BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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http://www.feelgreen.de/heikler-konflikt-um-pipeline-in-north-dakota/id_79729152/index

 

 

leider ABGESAGT!
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