Große Demonstration – große Veränderungen

40 Jahre Protest gegen die Atomkraft – Anstoß zur Energiewende

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Heute vor 40 Jahren demonstrierten 16.000 Menschen auf der Waldbrandfläche zwischen Gorleben und Trebel gegen die Pläne der niedersächsischen Landesregierung, im Elbdorf ein„Nukleares Entsorgungszentrum“ zu errichten. Diese Entscheidung hat nicht nur das Wendland politisch völlig umgekrempelt.

Seitdem ist alles anders als bisher. Menschen, die wie Marianne Fritzen schon unter dem Namen „Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg“ gegen ein AKW bei Langendorf/Elbe kämpften, sahen die Notwendigkeit, eine Nummer größer einzusteigen und dem Kampf gegen die Atomkraft insgesamt ein „Gerüst“ zu geben: Am 2. März 1977 wurde die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) neu erfunden, als eingetragener Verein, mit Büro, gemein und nützlich!

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Sofort wurde der Protest auf die Straße getragen. Den Anfang machten die Bauern mit einem Treckerkonvoi durch die Kreisstadt Lüchow.

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Und knapp drei Wochen nach der Standortbenennung gab es am 12. März diese erste Großdemonstration in Gorleben mit 16.000 Menschen. Diese Teilnehmerzahl wurde nur zweimal übertroffen: 2010 nach der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und 2011 nach der Aufhebung des Gorleben-Moratoriums.

http://gorleben-archiv.de/

Neben dem Slogan „Atomkraft – nein danke!“ war der Gorleben-Baum ein Markenzeichen des Protests. „Uns war klar, dass ein Nein zur Atomkraft auch mit einem Ja zur Energiewende gepaart sein müsse“, sagt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Deshalb gebe es inzwischen eine große Themenspreizung: Vier mögliche Atomanlagen in Gorleben, davon zwei in Betrieb, also sei man noch voll ausgelastet mit Fragen, wie ein Endlager im Salzstock Gorleben verhindert werden könne und welche Risiken eine Dauerlagerung der Castor-Behälter haben kann, selbst der Atomausstieg sei noch lange nicht besiegelt.

Auf der anderen Seite ginge es längst um die Frage des Klimaschutzes. Regionale Modelle zur Mobilität, Energiegewinnung und – verbrauch, nachhaltiges Wirtschaften – gerade im Wendland gibt es viele Projekte zu diesem Themenbereich. Inzwischen ist der Landkreis Lüchow-Dannenberg sogar eine von 22 Masterplankommunen, die vier Jahre lang eine Bundesförderung für den lokalen Klimaschutz erhalten.

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http://wendland-net.de/post/hitzacker-auftakt-fuer-den-klimapakt-35573

„Atomausstieg und Energiewende – das alles wäre ohne „Gorleben“ und die vielen kreativen und beharrlichen Menschen kaum denkbar gewesen“, resümiert die Bürgerinitiative. „Die Wende kam und kommt aus dem Wendland.“ Übrigens: Am 25. März lädt die BI zu einer großen Party in die Bauernstuben in Trebel ein, für alle BI-Mitglieder und die es bis zum Tag noch werden wollen.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

Fotos 1977: Gorlebenarchiv

Fotos Klimapakt 2017 Veranstaltung im Verdo Hitzacker: Angelika Blank

NDR zu 40 Jahre
Martin Donat im Interview, Beitrag zu 40 Jahre Gorleben:
Neuer Flyer
Abschalten!
KLP 2017
Camp & Festival
Internationalistisches Anti-Atom-Sommercamp und Free Flow Festival in Gedelitz am 7.-16. August 2017
Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.


Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kommission am Ende