Neckar entern! Info-Veranstaltung der BI

Der letzte Castortransport im Lande ist schon geraume Zeit her. Lange war ungewiss, wohin die letzten 26 Behälter mit den hochradioaktiven Abfällen aus den Wiederaufarbeitungsanlagen Cap de La Hague und Sellafield verfrachtet werden sollen. Plötzlich gab es da im Unterschied zu all den Umlagerungskampagnen in der Vergangenheit gar keinen Zeitdruck mehr. Vielleicht geht es 2018 los. Und nun wird dieses unabgeschlossene „Gorleben-Kapitel“ überholt von aktuellen Ereignissen: in diesem Jahr sollen 15 Castor-Behälter aus dem Atomkraftwerk Obrigheim ins benachbarte Neckarwestheim verfrachtet werden. b_350_0_16777215_00_images_news_170217-castor-Leerfahrt

Das Kuriose: per Schiff auf dem Neckar, weil es im Ländle zu starke Steigungen und zu starkes Gefälle gibt und Bremsen bei dem Schwertransport heiß laufen würden.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) informierte am Freitag (5.5.) im Gasthof Meuchefitz über diesen „überflüssigen und gefährlichen Transport“, wie es die BI-Frau Kerstin Rudek ausdrückt. Die EnBW als Betreiber wählten diesen Weg allein aus Kostengründen. Einig seien sich die südwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen in ihrer Forderung, stattdessen solle in Obrigheim ein Zwischenlager errichtet werden.

Die zwei Schubboote und der Schubleichter für die Castortransporte von Obrigheim nach Neckarwestheim liegen zurzeit am AKW Neckarwestheim vor Anker und warten auf die Transportgenehmigung und die Beladung der Castoren in Obrigheim. Die BI hatte bereits erklärt, dass sie sich dem Protest anschließt: „Jahrelang sind Menschen von überall her zu uns gekommen, um uns zu unterstützen, jetzt sind wir gefordert.“

Am Sonntag, den 21. Mai wollen Anti-Atom-Aktivist_innen den Neckar ente(r)n und den Schiffen auf dem Wasser einen Besuch abstatten. Im Aufruf, heißt es: „Bringt eure fahrtauglichen Wasserfahrzeuge wie Boote, Kajaks, Kanus oder Flöße mit.“ Treffpunkt ist um 12 Uhr auf dem Festplatz in Kirchheim am Neckar, der Start erfolgt um 13 Uhr auf dem Wasser neckarabwärts Richtung Schiffsanlegestelle in Neckarwestheim. Thomas Rosa, Campaigner bei “Neckar castorfrei”, lud (nicht nur) die Anwesenden mit Infos, Fakten und Bildern der bereits angelaufenen Proteste ein:„Schmückt eure Gefährte mit Bannern, Fahnen oder einem neuen Anstrich und folgt der Piratenente auf ihrem Kurs – den Atommüllschiffen entgegen.”

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

  • Von aufblasbaren Badeenten oder Luftmatratzen als Transportmittel auf dem Wasser raten die Initiativen ab, sie können aber als Dekoration für die Armada dienen. An Land kommen wir wieder in Lauffen am Neckar, dort erwarten euch Reden, Infostände sowie Kaffee und Kuchen.
    Ein- und Ausstieg aus dem Neckar siehe Online-Karte
    http://www.atomausstieg-sofort.de/wp-content/uploads/Karte-Neckarcastor.html mit dem gelben Fähnchen markiert.

25.05. – 05.06.2017
NDR zu 40 Jahre
Martin Donat im Interview, Beitrag zu 40 Jahre Gorleben:
Neuer Flyer
Abschalten!
Camp & Festival
Internationalistisches Anti-Atom-Sommercamp und Free Flow Festival in Gedelitz am 7.-16. August 2017
Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.


Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kommission am Ende