Neckar castorfrei!

Das Schleusen von Schiffen ist eine tückische Sache. Rangieren auf engem Platz, und das, während Wasser ein- oder ausströmt. Und während des Schleusens müssen die Taue der Schiffe immer wieder per Hand gelöst und wieder neu festgemacht werden. So ist es in den letzten Tagen zu zwei Unfällen am Neckar gekommen.

b_350_0_16777215_00_images_artikel_news_170521-neckar-entern_170521-kein-castor-neckar-entern-17In der Schleuse Neckarsteinach wurde jüngst durch die Taue ein Finger eingeklemmt und abgetrennt. In der Schleuse Neckargemünd gab es gar einen technischen Defekt beim Rangieren, ein Schiff fährt auf das andere, auch der Einsatz des Bugstrahlruders kann den Unfall nicht verhindern.

Zur Erinnerung: der Castor-Schubverband ist 1,5 m länger als die normalerweise erlaubte Schiffslänge in den Neckarschleusen.

Die EnBW will insgesamt 324 abgebrannte Brennelemente aus Obrigheim in 15 Castoren per Schiff zur Lagerung nach Neckarwestheim bringen. Geplant sind fünf Transporte mit jeweils drei Behältern. Atomkraftgegner haben dabei in Erfahrung gebracht, dass das Schubschiff „Edda“ ein älteres Schiff ist: “Es hatte auch vor einigen Jahren einen Unfall, wo die ‘Edda’ dann plötzlich, gerade als sie so einen Schubleichter geschoben hat, auf einem Kanal Feuer fing. Man musste dann plötzlich ans Ufer und festmachen. Und die Feuerwehr musste den Brand löschen. Die Besatzung konnte den Brand alleine nicht löschen“ warnt Herbert Würth vom Aktionsbündnis “Neckar castorfrei”.

Gemeinsam mit vielen Anti-Atom-Initiativen ruft die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) dazu auf, gegen den Schiffstransport von Castor-Behältern auf dem Neckar zu protestieren: „Der Transport ist überflüssig und riskant!“ Die Initiativen vor Ort treten dafür ein, in Obrigheim selbst ein Zwischenlager zu errichten.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

https://www.neckar-castorfrei.de/

 

 

Wir waren beim COP23!

Don't nuke the climate!

Neuer Kalender
Neue Klamotten!
Neuer Flyer
NDR zu 40 Jahre
Martin Donat im Interview, Beitrag zu 40 Jahre Gorleben:
Abschalten!
Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.


Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kommission am Ende