PRESSEMITTEILUNG
Schwarzbau Gorleben besetzt
Rund zwei Stunden lang besetzten Atomkraftgegner heute Mittag das Gelände des Schwarzbaus Gorleben. Als Reaktion auf das Eingeständnis
des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), dass die Baumaßnahmen unter und über Tage bereits so angelegt sind, dass der Salzstock Gorleben als Atommüllendlager eingerichtet werden kann, rückten über 1000
Demonstranten und 30 Traktoren demonstrativ in den Innenbereich des
Schachtgeländes vor.
8 Polizisten sicherten den Förderturm. Mitarbeiter des BfS wurden dabei beobachtet, wie sie Akten sicherten: ein Non-Paper des BfS, in dem eingeräumt wurde, dass in Gorleben ohne atomrechtliches Genehmigungsverfahren erste Baumaßnahmen zur Errichtung eines Endlagers vollzogen wurden, hatte die Proteste ausgelöst.
„Wir werden keine Ruhe mehr geben und am Ende den Protest nach Berlin tragen“, kündigte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) an. Für den 5. September ist in Berlin eine große Anti-Atom-Demo angekündigt, zu der die Bäuerliche Notgemeinschaft mit einem Treckerkorso und Treck mobilisiert. Die Besetzungsaktion endete friedlich, kurz nach dem Eintreffen von Polizeihundertschaften.
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Kerstin Rudek 0160 159 24 73
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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
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