Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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„Castor, Opa, nicht Castro!“

Das war´s. Horst Haitzinger, dessen Karikaturen im überregionalen Teil der Elbe-Jeetzel-Zeitung auf den „Politik“-Seiten zu finden waren, geht in den Ruhestand. Er möchte endlich mehr Zeit für die Malerei haben, sagt er. 16.000 Karikaturen hat er gezeichnet. 1958 begann Haitzinger Schaffen im Simplicissimus und ab den 1990er Jahren war der Gorleben-Widerstand immer wieder Thema.

Ehrlich gesagt, ich fand nicht immer Gefallen an seiner Schwarz-Malerei. Zu oft bediente er Klischees wie den Molly werfenden gewalttätigen Demonstranten, und so stigmatisierte Haitzinger den Widerstand.

Aber die Karikatur, die er im April 1996 entwarf, als der erste Castor-Transport nach Gorleben transportiert wurde, die hatte was. Kein Wunder. Denn ein alter Mann hält ein Plakat hoch. „Fidel, go home“, steht darauf. Ein junger Demonstrant ruft ihm zu: „Castor, Opa, nicht Castro!“

Heute müsste man jungen Leuten auf den Fridays for Future – Demos wohl beides erklären.

Wolfgang Ehmke

Wolfgang Ehmke

Wolfgang ist langjähriger Pressesprecher der BI.