BLOG
Uranabbau und Strahlenschäden
Was wenig bekannt ist: Bis zur Wiedervereinigung wurde in Sachsen und Thüringen Uranerz abgebaut. Die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut produzierte bis zur Wiedervereinigung 1990 Uran für die sowjetische Atomindustrie. Zu Spitzenzeiten in den 1950er Jahren waren dort bis zu 131.000 Bergleute beschäftigt. Bis zur Einstellung der Arbeiten 1990 waren noch Tausende Arbeiter:innen dort beschäftigt.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) präsentierte auf dem „Zweiten internationalen Uranbergarbeiter-Workshop“ vom 16. bis 18. Juni 2026 in München die Ergebnisse zu ihrer „Wismut-Kohortenstudie“, denn eine Vielzahl der ehemaligen Bergleute erkrankte und starb durch Radon verursachten Lungenkrebs. Die Zahlen schwanken zwischen 7000 und 10.000 Fällen.
Ausblick: Erforschung der Wirkung von sehr geringen Strahlendosen
Das BFS schreibt in einer Pressemitteilung: „Neue Antworten erhoffen sich die Forschenden auch bei der Frage, welche Wirkung sehr kleine Strahlendosen auf Menschen haben können. Hier sollen Projekte mit internationalen Partnern die Forschung vorantreiben. Die Daten der Studie stellt das BfS auf Antrag auch externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung.“
Kontakt
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20, 29439 Lüchow
Tel. 05841-4684
FAX: 05841-3197
buero[ätt]bi-luechow-dannenberg.de
Öffnungszeiten
Montag-Mittwoch 10.00h - 15.00h
Donnerstag 12.00-18.00h
Freitag & Samstag geschlossen
Unser Spendenkonto
IBAN: DE 24 2585 0110 0044 0607 21
BIC-Nummer: NOLADE21UEL