PRESSEMITTEILUNG

Erneuter Zwischenlagerprotest in Gorleben

Im Fokus des traditionellen Sonntagsspaziergangs von Atomkraftgegner:innen, der seit Oktober 2009 ohne Unterbrechung stattfindet, stand an diesem Wochenende der Antrag der Gorleben-Betreiberin BGZ, die Zwischenlagerung der hochradioaktiven Abfälle für zunächst weitere 20 Jahre bis ins Jahr 2054 genehmigen zu lassen.

„Mit Blick auf die tatsächliche Dauer der Atommülllagerung greift der Antrag zu kurz,“ kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Von der Statuskonferenz Zwischenlagerung, die unlängst in Berlin stattgefunden hatte, berichteten Asta von Oppen, Rainer Behnecke und Wolfgang Ehmke zum Abschluss des Rundgangs vor dem Einfahrtstor in Gorleben. Vor allem die Diskrepanz der fast zeitgleichen Anträge der BGZ und des Betreibers des Zwischenlagers in Greifswald/Lubmin für eine „verlängerte Zwischenlagerung“ stand im Mittelpunkt des Berichts: Die dortige EWN (Energiewerk für Nuklearanlagen GmBH) will nicht nur mit ganz anderen, robusten Wandstärken eine Halle neu errichten, dort wird auch mit bedacht, dass der hochradioaktive Müll für mindestens 100 weitere Jahre oberirdisch gelagert werden muss.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Wir folgern daraus, dass in Ahaus und Gorleben, den Atommülllagern der ersten Generation mit den geringen Wandstärken, ebenfalls neu gebaut oder entsprechend nachgerüstet wird.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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