PRESSEMITTEILUNG

Klima, Energie, Atom im Wahlkampf

Das Gildehaus Lüchow war ziemlich voll: Rund 220 Besucherinnen und Besucher kamen am Freitagabend (04.09.) zur gemeinsamen Infoveranstaltung mit Wendland Vernetzt und der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg – eine Woche vor der Kommunalwahl.

Umrahmt von Lucja Woydak (Cello) & Sybille Leesker (Querflöte) gab es Impulsvorträge zum Zwischenlager Gorleben und der Endlagerstandortsuche sowie der Windkraftplanung im Landkreis. Es folgte eine Diskussion mit reger Beteiligung des Publikums und Talks an den Stellwänden im Foyer.

In einer zweiten Runde stellten sich die vier Landratskandidat:innen Martin Donat (Soli), Christian Carmienke (CDU), Dagmar Schulz (parteilos, von der Bürgerliste unterstützt) und Fabian Huske (parteilos, von der SPD unterstützt) auf dem Podium den Fragen aus dem Saal.

Natürlich ist es damit nicht getan. BI Sprecher Wolfgang Ehmke: „Erkennbar war, dass nicht allen klar war, dass das Wendland mit vier Tongebieten auch nach dem Aus des Endlagerbergwerks Gorleben bei der Endlagersuche noch im Rennen ist. Klare Antworten braucht es auch, wenn es um die von der BI geforderte Nachrüstung des Zwischenlagers geht, bekanntlich will die Gorleben-Betreiberin mit dem bisherigen Gebäudebestand ein Weiterso, allen Bedrohungsszenarien (z.B. Drohnen) zum Trotz.“

Keine Klarheit gab es zudem, wie Natur- und Klimaschutz im Wendland zusammenzubringen sind, wenn es um den Ausbau der Windkraft geht. Der Impulsvortrag der BI Windkraft Zernien machte vor allem eines deutlich: Die Netzsituation im Landkreis ist enger, als vielen bewusst war. Schon heute stößt das Stromnetz an seine Grenzen — ein erheblicher Teil der zusätzlich geplanten Windstrommengen könnte gar nicht ins überregionale Netz abfließen. Hinzu kommt, wie wenig Strom sich tatsächlich zwischenspeichern lässt. Beide Punkte kommen nach Einschätzung der Zerniener BI in den aktuellen Planungen zu kurz.

„Dass das Netz hier selbst nach dem Ausbau nur rund 400 Megawatt aufnimmt, wir aber für den geplanten Windkraftausbau und weitere Einspeiser grob geschätzt 2.000 bräuchten, sorgte für Raunen im Saal. Ein Netzbetreiber verdient an den Verbrauchern, nicht an den Erzeugern — und eine Region, die viel exportiert und wenig verbraucht, rechnet sich für ein privat betriebenes Netz schlecht. Genau deshalb bleibt es hier bei 400 Megawatt“, sagten die Sprecher der BI Windkraft Zernien.

Die Initiative plädierte auch dafür, den weiteren Ausbau über Repowering auf bereits genutzten Offenland-Standorten zu decken, statt neue Flächen im Wald in Anspruch zu nehmen.

Wolfgang Ehmke, BI-Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06
Matthias Kritz, BI Windkraft Zernien, Tel. 01762136789 

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

Tel. 0170-5105606

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