fahne atomkraft nein danke

Mal richtig abschalten – anstoßen auf den Erfolg

Am kommenden Samstag ist es soweit: die letzten drei Atomkraftwerke werden runtergefahren. Bundesweit waren am Fukushima-Jahrestag noch einmal viele Menschen für den Atomausstieg auf die Straße gegangen.

Auf den „Abschaltfesten“ in Neckarwestheim und in Lingen werden Wolfgang Ehmke bzw. Elisabeth Hafner-Reckers seitens der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sprechen. Die Besonderheit in Lingen – von den Toren Brennelementefabrik, die bleibt vom Atomausstieg bisher ausgenommen, zieht man weiter zum AKW.

Für den Sonntag ab 12.30 Uhr lädt die BI dazu ein, an den Atomanlagen in Gorleben auf das Erreichte anzustoßen. (mehr …)

April - Juni

Vor dem Ausstieg ist nach dem Ausstieg

Gerade weil der Ausstieg aus der nuklearen Stromerzeugung dieser Tage vollzogen wird, kreist ein Schwerpunktthema der neuen Gorleben Rundschau um die Frage, wohin mit den strahlenden Hinterlassenschaften der letzten 60 Jahre? - zur neuen Rundschau

Das „Wunder“ on tour – nächste Station Hitzacker

Am Freitag den 21. April um 19.30 Uhr liest Wolfgang Ehmke im KUBA, dem Kulturbahnhof in Hitzacker, aus seinem neuesten Buch: „Das Wunder von Gorleben“. Er wird musikalisch begleitet von Michaela Stoewer (Akkordeon) und Johannes Ammon (Violine). (mehr …)

wunder

„Das Wunder von Gorleben“

Was wäre geschehen, wenn Ende der 70er Jahre die WAA in Gorleben trotz des Widerstands in der Region dennoch gebaut worden wäre? Deutschland wäre wie Frankreich ein "Nuklearland" geworden. Hätte man sich dann vorstellen können, dass Jahrzehnte später, nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima Daiichi, der Atomausstieg energiepolitisch möglich gewesen wäre? Das neue Buch von Wolfgang Ehmke beleuchtet den Beitrag des Wendlands zur Energiewende und die "besondere Rolle" von Gorleben in der Auseinandersetzung um die Atomkraft. Dabei wird nicht die Widerstandsgeschichte zum wiederholten Mal erzählt, es geht hingegen um Zufälle, Glücks- und Unglücksfälle.

Das Buch online bestellen

Brennelementefabrik Lingen: Franz.-russ. Gemeinschaftsunternehmen gegründet

Neue Osnabrücker Zeitung zu Brennelementefabrik Lingen: Franz.-russ. Gemeinschaftsunternehmen gegründet / Anti-Atomkraft-Initiativen entsetzt über Einstieg des Kreml: 2./3. April: neuer Urantransport Russland-Rotterdam-Lingen? 15. April: Demonstration in Lingen (mehr …)

sonntagsspaziergang

Im April mal richtig abschalten!

Wir versammeln uns am Sonntag, 16. April um 12.30 Uhr an den Atomanlagen in Gorleben und möchten mit euch gemeinsam auf ein weiteres historisches Ereignis anstossen! Vor mehr als 60 Jahren wurde erstmalig in Deutschland produzierter Atomstrom ins Netz eingespeist. Am 16. April 2023 wird diese Ära ein Ende finden. Ein gigantischer Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung!

Wir würden uns riesig freuen, wenn wir euch alle an diesem Tag in Gorleben treffen würden. Für Getränke ist gesorgt. Der Sonntagsspaziergang startet pünktlich um 13.00 Uhr zum 702. Mal.
Bereits am 2. April habt ihr die Möglichkeit, euch für die Abschaltung warmzulaufen. Dann findet der 700. Spaziergang rund ums Bergwerk Gorleben statt.

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PRESSEMITTEILUNGEN

Mal richtig abschalten – anstoßen auf den Erfolg

12. April 2023

Am kommenden Samstag ist es soweit: die letzten drei Atomkraftwerke werden runtergefahren. Bundesweit waren am Fukushima-Jahrestag noch einmal viele Menschen für den Atomausstieg auf die Straße gegangen. Auf den „Abschaltfesten“ in Neckarwestheim und in Lingen werden Wolfgang Ehmke bzw. Elisabeth Hafner-Reckers seitens der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sprechen. Die Besonderheit in Lingen – von den…

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Vor dem Ausstieg ist nach dem Ausstieg

11. April 2023

Die neue Gorleben Rundschau ist da! Und gerade weil der Ausstieg aus der nuklearen Stromerzeugung dieser Tage vollzogen wird, kreist ein Schwerpunktthema der neuen Ausgabe um die Frage, wohin mit den strahlenden Hinterlassenschaften der letzten 60 Jahre. Dabei wird die Verzögerungen bei der Endlagersuche ebenso thematisiert wie die verlängerte Zwischenlagerung.

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Das „Wunder“ on tour – nächste Station Hitzacker

2. April 2023

Am Freitag den 21. April um 19.30 Uhr liest Wolfgang Ehmke im KUBA, dem Kulturbahnhof in Hitzacker, aus seinem neuesten Buch: „Das Wunder von Gorleben“. Er wird musikalisch begleitet von Michaela Stoewer (Akkordeon) und Johannes Ammon (Violine).

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TERMINE & AKTIONEN

So. 2.04.2023
13 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
Salinasgelände
700ster Sonntagsspaziergang
Es geht weiter, bis zum Rückbau des Endlagerbergwerks
Sa. 15.04.2023
Lingen, Neckarwestheim, MünchenAbschaltfeste - in Lingen zieht die Demo zuerst vor die Tore der Brennelementefabrik
So. 16.04.2023
12.30 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
Salinasgelände
Der erste Tag ohne Atomstrom im ganzen Land. - Wir haben etwas zu feiern...tätä und ab 13 Uhr wie immer Sonntagsspaziergang, solange bis das Bergwerk zurückgebaut ist.
So. 16.04. 2023
14 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
an den Kreuzen
Gorlebener Gebet

GORLEBEN RUNDSCHAU

Es dampft, es sprüht, es tröpfelt, es tropft, es gluckert, es blubbert, es rieselt, es quillt, es schwallt, es rinnt, es stiebt, es stäubt, es fließt, es strömt, es saugt, es gluckst, es strudelt, es mäandert, es schwemmt, es flutet, es steigt, es sinkt, es peitscht, es gischtet, es schäumt, es steht, es geht, ...

Sein hydrostatisches Paradox sollten wir noch aus der Schule kennen, die Dichteanomalie ohnehin, wenn auch nicht immer unter diesem Namen, und wenn wir sie auch manchmal schmerzlich vor dem Eintritt des Winters vergessen; Leonardos Paradoxon wurde erst diesen Winter nach 500 Jahren enträtselt und das Nano-Paradox überhaupt erst im letzten Jahr entdeckt. Dennoch bleibt das Elexier des Lebens stets mehr als nur ein schnöder physikalischer Stoff, vielmehr eine eigene fluide Wesenheit, der wir womöglich unser Dasein verdanken: unser Wasser.

„Wir haben den Wasserkreislauf durchbrochen, Ökosysteme zerstört und Grundwasser verseucht“, sagte UN-Generalsekretär Guterres diese Woche zur Eröffnung der UN-Wasserkonferenz in New York. Drei von vier Naturkatastrophen hingen mit dem Wasser zusammen, und Umweltministerin Steffi Lemke ergänzte, Wassermangel stehe „im Mittelpunkt der drei großen Umweltkrisen – Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Umweltverschmutzung“.

Aktuell will übrigens die japanische Regierung 1,2 Milliarden Liter radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem havarierten Atomkomplex Fukushima in den Pazifik ablassen und gleichzeitig wieder zur Atomenergie zurückkehren. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat dieses Vorgehen gebilligt und verweist darauf, das Wasser würde schließlich vorher doppelt gefiltert und es würden lediglich radioaktives Tritium und radioaktiver Kohlenstoff im Abwasser verbleiben. Der Grenzwert der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) für Tritium werde zwar um das Sechsfache überschritten, aber im Ozean trete dann gleich eine Verdünnung ein. Die Hälfte des schwachen Alphastrahlers Tritium werde normalerweise auch schon nach zehn Tagen aus dem Körper wieder ausgeschieden – mit einer Halbwertszeit von etwa zwölf Jahren zerfiele das Element ohnehin ziemlich schnell. Nur ein Imageschaden für die Fischerei, befindet die derzeitige japanische Regierung und propagiert deshalb eine „Aufklärungskampagne“. Diese Atomenergie-Organisation, die sich wegen ihrer regulatorischen Aufgaben in den Vereinten Nationen in punkto Atomwaffensperrvertrag, Nuklearschmuggel und nuklearer Sicherheit gerne den Anschein einer „Behörde“ gibt, hat sich tatsächlich die Förderung der sogenannten „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ auf die Fahnen geschrieben. Schon 2011, in der Nuklearkatastrophe von Fukushima, sah sich die IAEO dem berechtigten Vorwurf der internationalen Ärzteorganisation IPPNW ausgesetzt, die japanische Bevölkerung nicht ausreichend über die Gesundheitsgefahren aufgeklärt und sich insbesondere nicht für die Evakuierung von Frauen, Schwangeren und Kindern eingesetzt zu haben. Vielmehr trete dieser Zusammenschluss von Nuklear-Nationen stets für den Ausbau und die Weiterverbreitung der Atomenergie ein.

Während nun das Meer die Spuren der Zauberlehrlinge „verdünnen“ soll, weiß man erst seit 2008, dass die radiologische Wirkung von Tritium, das auf natürliche Weise nur in geringsten Spuren auf der Erde vorkommt und erst mit den Atombombentests in Atmosphäre und Grundwasser gelangte, bislang wohl stark unterschätzt wurde und es sich beispielsweise auch in die Erbsubstanz einlagert.

Aber bis zum Pazifik müssen wir mal wieder gar nicht schauen; Während wir nämlich diesen Monat die endlose Katastrophe Atomkraft nach Jahrzehnten bei uns zumindest zum Stillstand gebracht haben werden, nimmt die Katastrophe des Wassers inzwischen gleich vor unserer Haustür ihren Lauf ...

Bei all dem Elend: Lassen wir uns nicht den Mut nehmen, für das Leben und für eine bessere Welt einzutreten, und vor allem: Lassen wir uns für dieses Anliegen nicht auch noch kriminalisieren! Denn als (angeblich) „unappetitliches Pack“ (Zitat Ex-Bundesinnenminister Manfred Kanther (CDU)) haben wir Wendländer:innen schon vor exakt 40 Jahren während der „Lüchow-Dannenberger Passionsspiele“ den „Kriminaltango“ getanzt!

Martin Donat,
Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg