ÜBER UNS

Bald 50 Jahre währt unser Widerstand gegen die Atomanlagen in Gorleben. Es war der Plan aus dem Jahr 1977, dort ein „Nuklearen Entsorgungszentrum“ mit einer Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) und einer Brennelementefabrik zu errichten, der die Menschen aufrüttelte. Gleichzeitig erfolgten Tiefbohrungen zur Erkundung des Salzstocks Gorleben-Rambow und der immer noch als "Erkundung" getarnte Bau eines Endlagers, gegen den wir uns wehrten.

Die WAA Pläne wurden wegen des großen Widerstands weiter Bevölkerungskreise aufgegeben, aber zwei "Zwischenlager" - eines für hochradioaktive, ein anderes für schwach- und mittelaktive Abfälle - wurden gebaut.

Dann rollten immer wieder Atommülltransporte durch die Republik, zehntausende Menschen stellten sich gemeinsam mit uns quer. Bis September 2020 blieb Gorleben auch ein dicker, schwarzer Fleck auf der „weißen Landkarte“ für die bundesweite Suche nach einem Endlagerstandort.

Dann wurde der Salzstock wegen lange bekannter geologischer Mängel aus der weiteren Suche ausgeschlossen.

Die Arbeit der gemeinnützig anerkannten Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg e.V. (BI) ruhte auf drei Säulen: Öffentlichkeitsarbeit, Juristerei und Protest auf der Straße. Seit mehr als vier Jahrzehnten wehren wir uns als soziale Bewegung argumentativ und fantasievoll gegen eine verfehlte Energiepolitik, gegen Kohle und Atom und wir treten vehement für die Energiewende und den Klimaschutz ein.

Gorleben ist weltweit ein Synonym für Gegenwehr und die entschlossene Einforderung demokratisch verbriefter Rechte. Der Widerstand gegen Gorleben hat Geschichte geschrieben. Geblieben sind nach dem Atomausstieg am April 2023 die Abfälle. In Gorleben lagern schwach- und mittelaktive Abfälle in einer Halle. Deren Genehmigung ist unbefristet! Daneben in der Zwischenlagerhalle stehen über 113 Castoren mit hochradioaktivem Abfall. Die Genehmigung läuft 2034 aus, die zuständige Firma, die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) bereitet eine Fortsetzung der Lagerung für weitere 80 bis 100 Jahre vor. Die Zwischenlager mutieren zu Langzeitlagern.

Das Kapitel Atommüll ist also noch nicht vorbei, denn allerfrühestens 2050 wird der Standort für eine tiefengeologische Deponie feststehen. Und da der Schacht KONRAD, ein ausgedientes Erzbergwerk, als Deponie für schwach - und mittelaktive Abfälle wahrscheinlich - und hoffentlich!- nicht in Frage kommt, fordern wir jetzt ein einheitliches Suchverfahren für die Endlagerung aller radioaktiven Abfälle. Bis dahin müssen die Zwischenlager so ausgelegt werden, dass sie auch gegen Beschuss, Flugzeugabsturz und Drohnen etc, gesichert sind.

BÜRO

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Unser Büro ist seit 1978 in Lüchow. Erst in der Drawehnerstraße 3, heute in der Rosenstraße 20. Der Umzug in größere Räume war nötig. Denn auch wenn in der heutigen Zeit viel über Computer abgewickelt wird, haben sich in den Jahrzehnten Aktenberge angesammelt, Aktionsmaterial vervielfacht.

VORSTAND

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Die BI lebt von seinen Mitgliedern. Der Vorstand arbeitet auschließlich ehrenamtlich, wie auch viele weitere Menschen, die der BI tatkräftig oder beratend zur Seite stehen.

FÜHRUNGEN & VORTRÄGE

Als Gegenveranstaltung zum "Bürgerdialog Standortsuche"der "Kommission Lagerung hoch radioaktiver  Abfallstoffe" haben die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg und die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt zur Tagung "Atommüll ohne Ende, Teil 2" ins Berliner Tagungshaus "Pfefferberg" eingeladen. Rund 150 Teilnehmer/-innen folgten der Einladung und hörten hochkarätige Vorträge zu Themen rund ums deutsche Atommüll-Desaster.

Für Gruppen, die sich ein detailliertes Bild über unsere umfangreiche Arbeit machen wollen, bieten wir individuelle Vorträge, Diskussionsrunden oder Führungen an den Atomanlagen an. Zusätzlich können über das BI-Büro Filmdokumentationen über unsere Proteste ausgeliehen werden. Wir vermitteln auch Vorträge und Führungen rund um regenerative Energien. Über eine Spende für Vorträge oder Führungen freuen wir uns sehr.

Für individuelle Absprachen wenden Sie sich bitte direkt an das BI-Büro.

WIE ALLES ANFING

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Genau genommen fing alles deutlich früher als am 22. Februar 1977 an. Da hatte der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) ausgewählt. Zuvor gab es nämlich den Plan, in Langendorf an der Elbe ein Atomkraftwerk zu bauen.

MITGLIED WERDEN

Rund 200 Atomkraftgegner haben am 26. Februar 2012 an die Benennung Gorlebens zum Standort für ein nukleares Entsorgungszentrum vor 35 Jahren erinnert. "Viele von denen, die 1977 schon dabei waren, haben bei der Kundgebung gesprochen", sagte die Vorsitzende der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Kerstin Rudek. Niedersachsens damaliger Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) hatte am 22. Februar 1977 verkündet, dass in Gorleben ein Endlager, eine atomare Wiederaufarbeitungsanlage (WAA), mehrere Zwischenlager und eine Brennelementefabrik gebaut werden sollten.Ort: Gorleben
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

Die Bürgerinitiative lebt seit mehr als 40 Jahren vom Engagement unzähliger Menschen, die sich in ihrer Freizeit – und manchmal weit darüber hinaus – dem Widerstand gegen die Atomanlagen in Gorleben, Castortransporte und den Fortbestand der Atomenergie in Deutschland und aller Welt widmen. Finanziell getragen werden Aktionen, Organisation, Planung oder Infomaterial hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

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    Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das BI-Büro: buero@bi-luechow-dannenberg.de, Tel. 05841-4684

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      Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
      Rosenstr. 20, 29439 Lüchow
      Tel. 05841-4684
      FAX: 05841-3197
      buero[ätt]bi-luechow-dannenberg.de

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