Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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USA: Jet stürzt auf Lagerhalle

Einen Absturz in den USA nehmen wir zum Anlass, erneut darauf hinzuweisen, dass die Atommülllager in Gorleben weiterhin von Jets überflogen werden. Beide Lagerhallen sind nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze gesichert. zur Pressemitteilung

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Lies und Lingen

In Sorge um die Vollendung des Atomausstieges haben sich Vertreter*innen verschiedener Bürgerinitiativen gestern mit dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies getroffen. Anlass war der Brand in der Brennelementefabrik in Lingen Ende letzten Jahres. Da Umweltminister Lies und seine 4 Mitarbeiter noch keine Schließungspläne für die vom Atomausstieg ausgeklammerte niedersächsische Uranfabrik in Lingen vorlegten und dies auch nicht in Bälde beabsichtigen zu tun, handelte es sich um den Auftakt einer Reihe von Informationsgesprächen und Öffentlichkeitsarbeit, die sich das Lingen Bündnis bis zum Erfolg ihrer Mission auf die Fahnen geschrieben hat. – zur Presseerklärung

Stillleben am Rande der Kulturellen Widerstandspartie am Bergwerk in Gorleben im Zuge der Kulturellen Landpartie.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

Kulturelle Landpartie

Vom 30. Mai bis zum 10. Juni öffnet die Kulturelle Landpartie wieder ihre Pforten und heißt alle Besucher*innen des Landkreises Lüchow-Dannenberg „Herzlich Willkommen“! Das umfangreiche Programm der BI hier im Überblick.

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Torben Klages, hauptamtlicher Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

Infoabend: Herausforderungen für eine Standortregion im Auswahlverfahren

Im nächsten Jahr werden die Teilgebiete benannt, die als Endlagerregion in Frage kommen. Gorleben ist per Gesetz dabei. Am 23. Mai wollen wir in Dünsche über die Verfahrensschritte und über das, was auf uns hier im Wendland zukommt, informieren. Unser Gast wird Michael Müller sein, er war Vorsitzender der ehemaligen „Endlagerkommission“. – zur Veranstaltungsankündigung

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Gorleben geht gar nicht!

Wasser drüber, Gas drunter – das war im Kern bereits bekannt, als im Februar 1977 der damalige niedersächsische Ministerpräsident Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein „nukleares Entsorgungszentrum“ bestimmte.  (mehr …)

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„Auf den Spuren des gelben X“

Unsere Widerstands-Fotograf*innen Ingrid & Werner Lowin haben ein neues Fotobuch erstellt: Das jüngste Werk widmet sich der bildhaften Erläuterung des bekannten Widerstandssymbols aus dem Wendland. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Loch in der Decke

18. Mai 2019

In Kalifornien ist ein Militärjet vom Typ F-16 in eine Lagerhalle gestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz aus der Maschine retten, berichtet die Tageszeitung Welt. Ein ähnliches Bild mit einem klaffenden Loch – siehe Bericht in der Welt Loch in der Decke – hätte auch in Gorleben bei einem Flugzeugabsturz entstehen können, allerdings…

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Bürgerinitiativen fordern von Umweltminister Olaf Lies sofortige Stilllegung der Atomanlagen in Lingen / weitere Proteste angekündigt

17. Mai 2019

Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und ein Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) forderten am Donnerstag (16. Mai 2019) bei einem Gespräch in Hannover mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies mit Nachdruck die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen und des Atomkraftwerkes Lingen 2 (AKW Emsland). Die Initiativen überreichten dem Minister ein Exemplar der…

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„Auf die Straße!“

17. Mai 2019

Die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg engagiert sich seit Jahrzehnten gegen Atomkraft und wurde deshalb von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb zu der bundesweiten Fachtagung am 17. und 18. Juni 2019 (Montag/Dienstag) in Hamburg eingeladen.

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TERMINE & AKTIONEN

Do. 16.05.19
18:00 bis 19:30 Uhr
Historisches Museum, Pferdestraße 6 30159 HannoverWir kam die (Protest-) Kultur ins Wendland?
Rebecca Harms, der Cartoonist (und BI-Vorständler) Wolf-Rüdiger Marunde, Tischlermeister Andreas Scheffer sowie Michael Seelig diskutieren.

Mo. 20.0519
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima Mahnwache
Mi. 22.05.19
19.00 Uhr
Hitzacker
Verdo
Gesundheitsrisiken durch
Mobilfunk: was ist zu tun?
Mi. 22. Mai 2019
19.30 Uhr
Künstlerhof SchreyahnWolfgang Ehmke liest aus seinem Roman "Der Kastor kommt..."

GORLEBEN RUNDSCHAU

Wohnen Sie eigentlich schön in Ihrem Teilgebiet? Wenn Sie jetzt nicht wissen, wovon hier die Rede ist, dann wäre es möglich, dass Sie sich langsam mal Gedanken machen sollten. Ein Teilgebiet wovon, fragen Sie sich vermutlich. Aber schon wieder falsch: ein Teilgebiet wofür, müsste Ihre Frage lauten. Derzeit ermittelt die Bundesgesellschaft für Endlagerung "mit beschränkter Haftung", die neulich noch eine private Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern im überwiegenden Besitz der vier großen Atomkonzerne war, nämlich Gebiete, die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen.

Und weil Sie jetzt schon was dazu gelernt haben, stellen Sie natürlich gleich die richtigen Fragen: Was um Himmels Willen ist "sicher", was bitteschön ist "günstig" und wo in Teufels Namen ist so ein "Gebiet"?

Nun sollen wir Bürger/-innen in Zukunft ja "ganz von Anfang an beteiligt" werden, aber diese drei Fragen vergessen Sie mal ganz schnell wieder, denn bei Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen und geowissenschaftliche Abwägungskriterien haben Sie ohnehin gar nichts mitzureden. Die sind nämlich längst gesetzliche Grundlage dieses Verfahrens. Und die vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen, die dann schon Mitte 2020 zur Ermittlung von Standortregionen für die übertägige Erkundung durchgeführt werden sollen, die überlassen Sie auch lieber getrost der Expertokratie. Die haben die Methodik dafür ja schließlich 40 Jahre lang gründlich in Gorleben erprobt.

Aber sollten Sie nun unruhig werden, weil Sie meinen, tatsächlich in einem solchen Teilgebiet zu wohnen, dann machen Sie sich jetzt bitte keine ernsthaften Sorgen. Sie werden dann ja demnächst sicher in eine Teilgebietskonferenz eingeladen und bekommen dort bei Kaffee, bunten Präsentationen und modernen Moderationstechniken ausreichend Gelegenheit, den Zwischenbericht des Vorhabenträgers in höchstens drei Terminen innerhalb von sechs Monaten zu erörtern. Aber bitte verzögern Sie dann das Verfahren nicht durch unnötige Fragen, Forderungen oder gar Kritik und vor allem: Stellen Sie das Verfahren selbst bitte nicht in Frage! Sonst wäre es möglich, dass man Ihre Einwände nicht mehr als konstruktive Kritik werten könnte und dann wäre das zuständige Bundesamt natürlich genötigt, den unproduktiven Konflikt durch eine Entscheidung zu beenden.

Sie merken es hoffentlich schon: dieses Editorial wurde wohl für die närrischen Tage geschrieben...

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg