Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Gorleben Atomtransport 20.8.2019, Foto: K. Rudek

Atommülltransport erreicht Gorleben

Heute Abend (20. August) wurde in Gorleben Atommüll angeliefert, nach Angaben des Fahrers kam der LKW aus Karlsruhe. Dort wird auf dem Gelände des ehemaligen Forschungszentrums in großem Stil Atommüll konditioniert und gelagert – und durch den Abbau der dortigen Atomanlagen auch noch produziert. (mehr …)

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Torben Klages, hauptamtlicher Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

Endlagersuche: Wann beginnt Partizipation?

Das angebliche „Zeitfenster“ ist es, welches das Standortauswahlverfahren zu einem Standort-Durchsetzungsgesetz macht. Eine Analyse von Wolf-Rüdiger Marunde, der endlich „Augenhöhe“ im Dialog zwischen Bürger*innen und Parlament fordert. – zum Beitrag

gorlebenstopp

Gorleben geht gar nicht!

Wasser drüber, Gas drunter – das war im Kern bereits bekannt, als im Februar 1977 der damalige niedersächsische Ministerpräsident Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein „nukleares Entsorgungszentrum“ bestimmte.  (mehr …)

Abriss BI Ecke Turm

Die Schutzmauer fällt, das Problem bleibt!

Wenn suggeriert wird, in Gorleben sei Schluss, dann wird die Öffentlichkeit getäuscht, unterstreicht die BI. Das Bergwerk selbst ist in einen Offenhaltungsbetrieb übergangen und wird derzeit nicht zurückgebaut! – zur Presseerklärung

döbeln2019

Vernetzung & Strategie

Günter engagiert sich seit Jahren in der BI mit Schwerpunkt Uranabbau und internationale Vernetzung. Jetzt schrieb der Mitteldeutsche Rundfunk Sachsen über das derzeitige Anti-Atom-Camp in Döbeln, an dem Günter teilnimmt. zum Artikel auf mdr.de

Michael Müller, 23.5.2019

„Es ging einigen nicht um einen fairen Neustart“

Michael Müller war einer der Vorsitzenden der Endlagerkommission. Im Blogbeitrag erklärt er, warum er von der vorgeblich „weißen Landkarte“ bei der Endlagersuche nicht wirklich überzeugt war und warum ihn die Statements aus Bayern und Sachsen nicht überraschen. – zum Blogbeitrag

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PRESSEMITTEILUNGEN

Die Schutzmauer fällt, das Problem bleibt!

16. August 2019

Die festungsähnliche Mauer, die das Endlagerbergwerk mit den beiden Schächten und den Kauengebäuden bisher umgab, wird abgerissen, stattdessen werden die Bereiche neu eingezäunt, die für den Offenhaltungsbetrieb des Bergwerks vonnöten sind.

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Warten, warten, warten!

11. August 2019

Gewartet habe einige Leser*innen schon lange auf die neue Gorleben Rundschau der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Nun liegt sie vor und wird gerade ausgeliefert und das Schwerpunktthema dieses Heftes ist auch das Warten, vor allem das Warten auf ein Geologiedatengesetz (GeolDG), das für die Endlagersuche vonnöten ist.

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Atomaufsicht des Landes im Tiefschlaf

7. August 2019

In Lubmin wird ein Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle neu errichtet. Die Wandstärke beträgt 1,80 und gebaut wird die Halle in monolithischer Bauweise – zum Vergleich: die erste Generation von Zwischenlagern für hochradioaktiver Abfälle in den Transportbehälterlagern (TBL) Ahaus und Gorleben weist Wand- und Deckstärken von 50 bzw. 20 Zentimetern auf. Ein Grund, die Atomaufsicht, das…

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TERMINE & AKTIONEN

Mo. 02.09.19
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache
Di. 03.09.19
19.30 Uhr
Platenlaase
Kinosaal
Öko-Politfilm startet nach der Sommerpause mit "Die grüne Lüge"
Sa.14.09./So 15.09.2019
Berlin
Tagungswerk Jerusalemkirche
Lindenstraße 85
BMU-Symposium zu Sicherheitsanforderungen und Sicherheitsuntersuchungen eines Atommüllendlagers
Mo. 19.08.19
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Warten, warten, warten! Manchmal erinnert mich die derzeitige Diskussion um Gorleben ein wenig an das Theaterstück „Warten auf Godot“. Da sitzen Wladimir und Estragon in ihren Mülltonnen und warten auf Godot, der aber niemals kommt.

Wir warten auf das Godot-daten-, pardon: Geodatendatenüberlassungsgesetz. Welche Bedeutung das im Endlager-Suchprozess hat, beschreibt Autor Dieter Schaarschmidt in diesem Heft.

Gar nicht zu warten brauchten wir dagegen auf neue Aufregung mit dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Die Ausstellung im Historischen Museum in Hannover zum Gorleben-Treck vor vierzig Jahren wurde unverhofft zur Kulisse einer BfE-Veranstaltung, mit der die Behörde das neue Endlagersuchgesetz vorgestellt hat. Warum uns diese Vermischung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) mit dem Treck nach Hannover aufregt, beschreibt Martin Donat in seinem langen und sehr persönlich gehaltenen Artikel. Warten können wir aber jetzt schon wieder auf die nächste Kulturelle Landpartie, und deshalb gibt es in diesem Heft viele Fotos von der diesjährigen KLP – als Erinnerungshilfe und um das Warten auf die nächste KLP zu verkürzen.

Wir warten, vielleicht im Gegensatz zum Rest Deutschlands, auch auf die Benennung der Teilgebiete; denn wenn das Politikerwort unseres Ministerpräsidenten Weil und des damaligen Umweltministers Stefan Wenzel noch gilt, dann fliegt Gorleben nach der Benennung der Teilgebiete Ende 2020 aus dem Verfahren. Denn das vom StandAG versprochene faire und transparente Verfahren kann tatsächlich nur zum Ausschluss von Gorleben führen, das haben uns die beiden Herren schon 2016 in Gedelitz so zugesagt. Das Video dazu gibt es noch auf unserer Internetseite.

Also warten wir gespannt weiter und nutzen natürlich diese Wartezeit, um uns kreativ und argumentativ wie gewohnt munter und unverdrossen in die kompakten Diskussionen rund um das Gesetz einzubringen. Eine kreative Wartezeit wünsche ich!

Elisabeth Hafner-Reckers, 2. Vorsitzende der BI Lüchow-Dannenberg