Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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UPDATE: BMI verbietet Uranmülltransport!

„Urenco lebt in Parallelwelt“, attestierten Atomkraftgegner*innen dem Betreiber der Gronauer Urananreichererungsanlage. Dieser hatte unbeirrt an seinen Abfalltransporten nach Russland festgehalten. zur gemeinsamen Presseerklärung

Eine für alle – Protestformen zu Zeiten der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie legt gegenwärtig das öffentliche Leben lahm. Wir respektieren die Anordnung, wegen der Pandemie keine Versammlungen abzuhalten. Doch ist das nicht die Stunde für phantasievolle Einzelaktionen? (mehr …)

NBG in Peine

Das Nationale Begleitgremium (NBG) ist komplett

Nach Monaten der Ungewissheit ist nun das Personaltableau für das Nationale Begleitgremium (NBG) komplett. Bundestag und Bundesrat benannten am 12. März acht neue Mitglieder, „Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“, und bestätigten vier weitere Mitglieder, die ihre Arbeit nun fortsetzen könnten. Endlich könnte es spannend werden. Doch nun legt die Corona-Epidemie alles lahm, ob und wie die Endlagersuche weitergeht, ist ungewiss. (mehr …)

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BI-Mitgliederversammlung virtuell

Heute (am 22. März) wären wir zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung zusammengekommen. Martin Donat hätte in den Trebler Bauernstuben rund 80 Menschen begrüßt, die Versammlung hätte einen Versammlungsleiter bestimmt und Martin hätte den Rechenschaftsbericht vorgestellt. Aber wir bleiben natürlich zu Hause. (mehr …)

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Fragen zu Gorleben: BMU wiegelt ab

Eine wendländische Abordnung war kürzlich bei Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Berlin. Auf diverse, die Zukunft Gorlebens betreffende Fragen gab es keine zufriedenstellenden Antworten. zur Presseerklärung

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Kulturelle Landpartie abgesagt

„Schweren Herzens“ wird es zwischen Himmelfahrt und Pfingsten keine Kulturelle Landpartie – und damit auch keine Kulturelle Widerstandsparty an den Atomanlagen geben. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Bundesinnenministerium stoppt Urantransport

27. März 2020

Anti-Atomkraft-Initiativen: „Positives Signal der Einsicht“ – Jetzt auch Brennelementexporte Lingen-Doel absagen Anti-Atomkraft-Initiativen aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie die Ärzteorganisation IPPNW begrüßen die Untersagung eines umstrittenen Uranmülltransports von der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau nach Russland. Der WDR hatte gestern berichtet, das Bundesinnenministerium habe den für nächste Woche geplanten Atomtransport aufgrund der…

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Gronau: BMI verbietet Uranmülltransport!

26. März 2020

Nach einem Bericht des WDR beharrt der Gronauer Urananreicherer auch in Corona-Zeiten auf seinen Urantransporten. Anti-Atomkraft-Initiativen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Ärzteorganisation IPPNW reagieren fassungslos auf diese sture Uneinsichtigkeit des Urankonzerns.

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Eine/r für alle

25. März 2020

Die Corona-Pandemie legt gegenwärtig das öffentliche Leben lahm. Man respektiere die Anordnung, wegen der Pandemie keine Versammlungen abzuhalten, aber nicht das Ende zivilgesellschaftlichen Engagements, schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Ihr Sprecher Wolfgang Ehmke wirft die Frage auf: „Doch ist das nicht die Stunde für phantasievolle Einzel- und Zweieraktionen?“ Eine/r für alle steht montags um…

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TERMINE & AKTIONEN

Mi. 25.03.2020
9.15 - 17 Uhr
Lüneburg
Leuphana Universität
VERSCHOBEN
„Schritte auf dem Weg zum Endlager – Info-Tagung zum Standortauswahlverfahren“, u.a. mit BI-Beteiligung
02.04.2020PlatenlaaseVERSCHOBEN
Uraufführung von "33 Tage Utopie", Dokumentarfilm über das Erinnern, das Ausgraben von Geschichten/Geschichte der Republik Freies Wendland
Fr. 24.04.2020
19 Uhr
Dannenberg
Buchladen Hielscher
"Tanz den SuperGAU" - Lesung Wolfgang Ehmke
Eine Groteske
So. 26.04.2020Tschernobyl ist überall!34. Jahrestag des SuperGAU

GORLEBEN RUNDSCHAU

Der Winter ist jetzt abgeschafft, Australien brennt und die Polkappen schmelzen. Abgestumpft durch Meldungen von Kriegen, Atom- und Chemieunfällen sowie Naturkatstrophen, müssen erst unsere Kinder uns klarmachen, dass akut nicht nur die paradiesische Artenvielfalt dieser Erde, sondern dass vielmehr auch unsere eigene Art unwiderruflich vom Aussterben bedroht sein könnte. Fernab der existenziellen Auswirkungen sehen wir uns jedoch kaum genötigt, unsere auf Gier und grenzenlosen Konsum begründete Wirtschaftsordnung grundsätzlich zu überdenken. In Davos zeigt sich, dass die mächtigsten Länder dieser Erde noch nicht einmal zum Gegensteuern bereit sind. In Europa will man zumindest den „Green Deal“, aber werden es tatsächlich Digitalisierung, Elektro-SUV und Erneuerbare sein, die uns erretten, solange unser Energiehunger weiter so ungebremst wächst? Wir werden die Antwort womöglich eher erfahren, als uns lieb ist.

Wo neue Lösungen gefragt sind, erwachen oft auch alte Dämonen wieder zum Leben. Die greise Atomindustrie, Technologie des moderigen, kalten Krieges, wittert noch einmal Morgenluft (hoffentlich zum letzten Mal). Weil es wirtschaftlich auch gar keinen Sinn mehr macht, neue Atomkraftwerke zu bauen, fragt man sich natürlich, was wohl dahinter steckt. Neben Rohstoffen, Energie und Technolgie sind es leider vornehmlich Waffen, die über globale Geopolitik entscheiden. Und Naoto Kan, der durch die Fukushima-Katastrophe atomkritisch geläuterte Ex-Premier Japans, stellte bei seinem Besuch im Hamburger Atomhafen fest: „Atomkraft? Das ist immer auch die Bombe!“ Vor diesem Hintergrund und dem des Brexit erscheint das Festhalten Frankreichs an der Nuklearenergie in einem ebenso anderen Licht, wie der Griff Polens und der Türkei nach dieser apokalyptischen Energie.

Und im Landkreis? Gibt es eine Fortsetzung der Veranstaltungreihe der BI zur Endlagersuche. Dieses Jahr wird der erste Auswahlschritt erfolgen: die sogenannten Teilgebiete werden bekannt gegeben. 40 Jahre nach 1004 und der "Republik Freies Wendland" gibt es erstmalig eine Chance, dass Gorleben ausgeschlossen wird. "Wenn alles mit rechten Dingen zugeht", so das wiederholt von Grünen und SPD-Politiker*innen gegebene Versprechen, fiele Gorleben in einem vergleichenden Verfahren heraus. Aber wann, wenn nicht jetzt? Die BI drängt darauf.

Martin Donat, Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg