Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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Endlagersuche: Vergangenheit holt Gegenwart ein

25 Jahre ist es her, da wurden „Alternativen zu Gorleben“ versprochen. Es kam völlig anders: Zu einer Eignungsaussage. Eine Untersuchung könnte jetzt aufzeigen, in welchem politischen und gesellschaftlichen Umfeld 1995 Fehler gemacht wurden und welche Folgen daraus entstanden sind. unsere Presseerklärung dazu.

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Nach Brand und Demo: Tripod-Blockade an der Brennelementefabrik

Seit 5.30 Uhr am heutigen Morgen (21.1.19) ist die Brennelementefabrik der ANF in Lingen von Aktivist*innen der Gruppe ContrAtom blockiert. (mehr …)

Demo in Gorleben

Groß gegen Klein: Die BI wird verklagt

Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) fährt schweres Geschütz gegen die BI auf. Nun setzen wir uns zur Wehr: Am Dienstag (15.1.) haben unsere Anwälte die Klagerwiderung eingereicht. (mehr …)

Alte Fehler bei neuer Endlagersuche

Seit Mai 2017 ist die Suche nach einem Atommüll-Endlager neu gestartet. Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) lädt zur Zeit Gemeindevertreter und Kommunalpolitiker zu Gesprächsrunden über den Stand des Verfahrens ein. Martin Donat, Vorsitzender der BI und Vorsitzender des Ausschusses Atomanlagen im Landkreis Lüchow-Dannenberg, nimmt in einem Gespräch mit wendland-net.de aktuell dazu Stellung:

ahaus

Ahaus: Atommüll-Dauerlager beantragt

37 Jahre länger als bisher genehmigt will der Betreiber des Zwischenlager Ahaus den schwach- und mittelradioaktiven Atommüll dort belassen. Die BI Ahaus ruft zu einer Demo am kommenden Sonntag auf. weitere Infos

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Auf der Lauer liegt die Mauer…

Seit dem Terrorangriff auf die Twin Towers in New York in „Nine Eleven“ wird über den notwendigen Schutz von Atomanlagen gegen „Einwirkungen Dritter“ debattiert. 18 Jahre sind inzwischen verstrichen, und erst jetzt werden die Zwischenlager der ersten Generation in Ahaus und Gorleben „nachgerüstet“. – zur Presseerklärung

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PRESSEMITTEILUNGEN

Endlagersuche: Vergangenheit holt Gegenwart ein – BI fordert Aufarbeitung von Fehlern

22. Januar 2019

25 Jahre ist es her: der damalige Umweltminister Klaus Töpfer besuchte den Landkreis Lüchow-Dannenberg und stellte sich der Diskussion um Gorleben. Kurios: Was er damals im Interview mit der Elbe-Jeetzel-Zeitung vorschlug, ähnelt in den Grundzügen dem aktuellen vergleichenden Suchverfahren für ein atomares Endlager.

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40 Jahre Lingen – kein Grund zur Freude

19. Januar 2019

Für die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen, der Uranfabriken in Gronau und Almelo sowie aller AKW und Atomanlagen weltweit demonstrierten am 19. Januar rund 200 Menschen. Am Montagmorgen folgte bereits die nächste Aktion.

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Endlagersuche und Mitsprache: BI fordert Gesetzesänderung

17. Januar 2019

Der Bund will bis 2031 den Standort für ein Atommüllendlager benennen und dabei auch die Öffentlichkeit einbeziehen. Derzeit informiert das Bundesamt für Kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) die Kommunen über das Verfahren, zuletzt in Frankfurt und Hamburg. Je nach Zielgruppe biete man nun Dialog- und Informationsformate an, erläuterte BfE-Präsident Wolfram König das Vorgehen. „Deshalb brauchen wir ein…

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TERMINE & AKTIONEN

Mo. 28.01.2019
18 Uhr
DannenbergFukushima-Mahnwache
Sa. 02.02.2019
10.15-17.15 Uhr
Berlin
Tagungswerk Jerusalemkirche
Lindenstraße 85
„Geologische Daten im Brennpunkt: Transparenz als Voraussetzung für ein erfolgreiches Standortauswahlverfahren“

Öffentliche Veranstaltung des Nationalen Begleitgremiums zu Geologiedaten und Geologiedatengesetz
Mo. 04.02.2019
18 Uhr
DannenbergFukushima-Mahnwache
Di. 05.02.2019
19.30 Uhr
Platenlaase
Café Grenzbereiche
Öko/Politfilm
Guardians of the Earth

GORLEBEN RUNDSCHAU

Sept/Okt 2018

Editorial der Ausgabe September / Oktober 2018

Ein ungeheurer Sommer hat seine Spuren ins Land gebrannt. Was als „Jahrhundertsommer“ nach Sonne, Spaß und Freibad klang, hat tatsächlich Existenzen verbrannt, Landschaften entstellt und Stauseen ausgetrocknet. Dieselben Bauern, die letztes Jahr noch Trockenlegung von Feuchtgebieten und Kanalisierung von Quellbächen forderten, stellten dieses Jahr noch nicht einmal mehr Anträge auf tiefere Brunnenbohrungen, weil die Pumpenkosten den möglichen Mehrwert ohnehin weit überstiegen. Dass diese selbstgemachte Katastrophe nicht völlig unmittelbar bei uns ankommt, liegt allein daran, dass sich unsere Lebensweise weit von den Wurzeln unserer Existenz entfernt hat und unser Wirtschaftssystem darauf beruht, die negativen Folgen unseres Handelns und unserer Gier auf Schwächere und die Schwächsten zu verteilen. Während wir in Nordeuropa auf riesigen fossilen Wasservorräten sitzen und unser Essen ohnehin täglich aus aller Welt einfliegen lassen, saufen Menschen anderer Kontinente derzeit buchstäblich ab. Man muss kein langes Universitätsstudium absolviert haben, um zu begreifen: Wer Fluchtursachen bekämpfen und Verteilungskriege beenden will, muss fossile Energien und Atomkraft beenden. Es gibt nur eine vernünftige Forderung: Klimagerechtigkeit sofort!

Die gesellschaftliche Wirklichkeit im Lande dagegen lässt einen derzeit gruseln. Laut einer amerikanischen Wissenschaftlerin scheiterte die Weimarer Republik einst nicht an der häufig postulierten Schwäche der Zivilgesellschaft, sondern an deren Instrumentalisierung durch die Faschisten. Eine pluralistische und demokratische Zukunft mit einer fairen solidarischen Bewältigung der existenziellen Probleme kann also nur gelingen mit einer starken, zwar vernetzten, aber unabhängigen Zivilgesellschaft. Und wie die Wiese auch nach großer Dürre wieder aus ihren Wurzeln austreibt, ist es auch in diesem Herbst Zeit für neues Leben aus der Graswurzel. Sprießen Sie also! Ich hoffe, wir sehen uns im Herbstwind …