Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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Jahrestag der Standortbenennung Gorlebens

Die Standortbenennung Gorlebens liegt am 22. Februar genau 43 Jahre zurück. Die BI wird an diesem Tag an den legendären Fingerzeig des damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht auf Gorleben erinnern und zum aktuellen Stand der Endlagersuche Stellung nehmen. (mehr …)
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Tanz den SuperGAU

Beim Frühstück saßen drei Kapitalisten und ein Staatspräsident, ein Atomspezialist, ein hoher Polizist und ein Typ vom Syndikat, der pennt. Da saßen sie, stritten um Grenzwerte, Baugenehmigungen, Knüppeleinsätze, tranken H-Milch, aßen Büchsenfleisch und Trockenobst, und der Staatspräsident beschwor sie immer wieder mit seinem maskenhaften Grinsen, sie säßen doch alle in einem Boot… (mehr …)

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Castortransport genehmigt

Ab dem 1. März „darf“ der angekündigte Atommülltransport aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield ins Zwischenlager Biblis rollen. Durch diese Genehmigung werde das Sicherheitsniveau bestehender Genehmigungen zur Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente „noch unterschritten“, urteilt der Physiker Wolfgang Neumann.

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16. Atommüllkonferenz

Am Samstag, 29. Februar 2020, findet in Göttingen die nächste Atommüllkonferenz statt. Die inhaltlichen Schwerpunkte drehen sich um Kritik an den Olympischen Spielen in Japan und um neue Reaktorgenerationen. (mehr …)

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Torben Klages, hauptamtlicher Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

Veranstaltungsreihe zur Endlagersuche

Dieses Jahr wird der erste Auswahlschritt erfolgen: die sogenannten Teilgebiete werden bekannt gegeben. 40 Jahre nach 1004 und der „Republik Freies Wendland“ gibt es erstmalig eine Chance, dass Gorleben ausgeschlossen wird. „Wenn alles mit rechten Dingen zugeht“, so das wiederholt von Grünen und SPD-Politiker*innen gegebene Versprechen, fiele Gorleben in einem vergleichenden Verfahren heraus. Aber wann, wenn nicht jetzt? Die BI drängt darauf. – mehr erfahren

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Nuclear Waste Report in Brüssel vorgestellt

„Europa hat keine Lösung für Zehntausende Tonnen Atommüll“, ist die Kernbotschaft des „World Nuclear Waste Report“, den die BI mitfinanziert hat. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Jahrestag der Standortbenennung Gorlebens

19. Februar 2020

Die Standortbenennung Gorlebens liegt am 22. Februar genau 43 Jahre zurück. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) wird an diesem Tag an den legendären Fingerzeig des damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht auf Gorleben erinnern und zum aktuellen Stand der Endlagersuche Stellung nehmen.

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CASTOR-Transportgenehmigung nach Biblis erteilt!

17. Februar 2020

Am 14. Februar hat das zuständige Bundesamt BASE (vormals BFE) die Transportgenehmigung für 6 CASTOREN mit hochradioaktivem Atommüll von der Plutoniumfabrik Sellafield (GB) nach Biblis erteilt. In den Folgejahren sollen weitere CASTOR-Transporte nach Philippsburg, Isar und Brokdorf folgen. Wir lehnen diese sinnlosen Atommüll-Verschiebungen ab. Es gibt kein vertretbares Konzept für den langfristigen Umgang mit dem…

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Atomkraft – nein danke?!

10. Februar 2020

Mit der dringender werdenden Frage, wie die Reduzierung von Klimagasen in Zukunft erreicht werden kann, werden Stimmen lauter, die in der Nutzung der Atomkraft einen Ausweg aus der Klimakrise sehen. Die neue Gorleben Rundschau widmet sich in ihrer aktuellen Ausgabe diesem Streit.

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TERMINE & AKTIONEN

Sa. 29.02.2020
11-17 Uhr
Volkshochschule Göttingen
Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen
Atommüllkonferenz
So. 30.2.2020
13.00 Uhr
GorlebenSonntagsspaziergang um das Bergwerk
So. 30.2.2020
14.00 Uhr
Gorleben, an den KreuzenGorlebener Gebet
Mo. 02.03.2020
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Der Winter ist jetzt abgeschafft, Australien brennt und die Polkappen schmelzen. Abgestumpft durch Meldungen von Kriegen, Atom- und Chemieunfällen sowie Naturkatstrophen, müssen erst unsere Kinder uns klarmachen, dass akut nicht nur die paradiesische Artenvielfalt dieser Erde, sondern dass vielmehr auch unsere eigene Art unwiderruflich vom Aussterben bedroht sein könnte. Fernab der existenziellen Auswirkungen sehen wir uns jedoch kaum genötigt, unsere auf Gier und grenzenlosen Konsum begründete Wirtschaftsordnung grundsätzlich zu überdenken. In Davos zeigt sich, dass die mächtigsten Länder dieser Erde noch nicht einmal zum Gegensteuern bereit sind. In Europa will man zumindest den „Green Deal“, aber werden es tatsächlich Digitalisierung, Elektro-SUV und Erneuerbare sein, die uns erretten, solange unser Energiehunger weiter so ungebremst wächst? Wir werden die Antwort womöglich eher erfahren, als uns lieb ist.

Wo neue Lösungen gefragt sind, erwachen oft auch alte Dämonen wieder zum Leben. Die greise Atomindustrie, Technologie des moderigen, kalten Krieges, wittert noch einmal Morgenluft (hoffentlich zum letzten Mal). Weil es wirtschaftlich auch gar keinen Sinn mehr macht, neue Atomkraftwerke zu bauen, fragt man sich natürlich, was wohl dahinter steckt. Neben Rohstoffen, Energie und Technolgie sind es leider vornehmlich Waffen, die über globale Geopolitik entscheiden. Und Naoto Kan, der durch die Fukushima-Katastrophe atomkritisch geläuterte Ex-Premier Japans, stellte bei seinem Besuch im Hamburger Atomhafen fest: „Atomkraft? Das ist immer auch die Bombe!“ Vor diesem Hintergrund und dem des Brexit erscheint das Festhalten Frankreichs an der Nuklearenergie in einem ebenso anderen Licht, wie der Griff Polens und der Türkei nach dieser apokalyptischen Energie.

Und im Landkreis? Gibt es eine Fortsetzung der Veranstaltungreihe der BI zur Endlagersuche. Dieses Jahr wird der erste Auswahlschritt erfolgen: die sogenannten Teilgebiete werden bekannt gegeben. 40 Jahre nach 1004 und der "Republik Freies Wendland" gibt es erstmalig eine Chance, dass Gorleben ausgeschlossen wird. "Wenn alles mit rechten Dingen zugeht", so das wiederholt von Grünen und SPD-Politiker*innen gegebene Versprechen, fiele Gorleben in einem vergleichenden Verfahren heraus. Aber wann, wenn nicht jetzt? Die BI drängt darauf.

Martin Donat, Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg