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Unterstützung für CESOPE

Der tansanische Anti-Atom-Aktivist Anthony Lyamunda kämpft seit Jahren gegen Uranminen in seinem Land. Er hatte in den vergangenen Jahren auch auf Deutschlandreisen über die Problematik berichtet und nun von der BI Unterstützung bekommen. (mehr …)

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„Irgendwo muss das Zeugs ja hin!“

Wieviel Atommüll gibt es weltweit? Was passiert damit? Am 3. Februar findet eine Online-Präsentation des schon 2019 veröffentlichten "Weltatommüllberichtes" statt, der auch durch Mitwirken der BI entstanden ist. Es handelt sich um den Auftakt für eine digitale Konferenz-Serie der Stiftung Leben & Umwelt zum Thema Atommüll und seiner Endlagerung. - zur Veranstaltungsankündigung

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Strafanzeige und Dienstaufsichtsbeschwerde: Trauermahnwache vor UAA Gronau hat juristisches Nachspiel

Ein Atomkraftgegner aus dem Münsterland hat bei der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige wegen des Verdachts der Nötigung gegen einen Autofahrer erstattet. Der Autofahrer kam während einer angemeldeten Trauer-Mahnwache am 18. September 2020 vom Gelände der Urananreicherungsanlage Gronau und fuhr mit seinem Auto in gefährlicher Weise mitten in die Versammlungsmenge. Der Atomkraftgegner wird vom Münsteraner Fachanwalt Wilhelm Achelpöhler vertreten. (mehr …)

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Trecker schrieb Landesgeschichte mit

"Kleine Dinge – große Geschichte": In diesem Jahr wird Niedersachsen 75 Jahre alt. Der Konflikt um Gorleben hat 40 Jahre lang einen Teil des politischen Geschehens geprägt. Anlässlich dieses Jubiläums nimmt der NDR derzeit eine Reihe auf, mit dabei ist der Traktor von Horst Wiese aus Gedelitz, mit dem er im Jahr 1979 am Hannover-Treck teilnahm. zur Pressemitteilung

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Torben Klages, hauptamtlicher Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

Endlagersuche: Plötzlich auch betroffen?

Derzeit sind 54 % des gesamten Bundesgebietes als mögliches Endlager ausgewiesen. Es scheint also wenig wahrscheinlich, dass der eigene Wohnort betroffen sein könnte. Was jetzt trotzdem Sinn macht, wenn deine Region dazugehört. - hier mehr erfahren

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Einladung zur 17. Atommüllkonferenz

Am Samstag, 30. Januar, findet die 17. Atommüllkonferenz statt. Die inhaltlichen Schwerpunkte der vollständig online stattfindenden Veranstaltung drehen sich um das Standortauswahlverfahren mit einem kritischen Blick auf den „Zwischenbericht Teilgebiete“. (mehr …)

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Torben Klages, hauptamtlicher Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

Endlagersuche: BI reicht kritische Anmerkungen ein

Die Vorbereitungsgruppe der Fachkonferenz Teilgebiete erhilt kürzlich zwei kritische Eingaben der BI. Die eine beschäftigt sich mit dem künftigen Umgang mit schwach- und mittelaktive Abfällen. Die andere fokussiert sich auf die künftige Partizipation der Bevölkerung bei der Suche nach einem Endlagerstandort: Dabei wird es nämlich "richtig spannend", denn aus 54 Prozent der Landesfläche, die bisher als "günstig" für die Endlagersuche eingeschätzt werden, sollen am Ende rund ein Zehntel übrigbleiben. - zur Presseerklärung

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Update für Zeitstrahl in Gorleben

Aktuell endet der "Zeitstrahl", eine unübersehbarer, eindrucksvolle Zusammenstellung der wichtigsten Anti-Atom-Meilensteine seit der Standortbenennung 1977 an der "Beluga" in Gorleben, im Jahr 2014. Mit Geld von der Stiftung "Atomerbe" erfolgt nun ein Update. - zur Presseerklärung

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Keine Erhöhung des Uran-Anreicherungsgrades!

Anti-Atomkraft-Initiativen kritisieren das Vorhaben des Iran, ab sofort Uran 235 bis auf 20% anreichern zu wollen. Dies erhöht die Gefahren für eine militärische Verwendung enorm. Deutschland, Niederlande und USA - in denen der Konzern URENCO seine Betriebsstätten hat - seien dabei ein "schlechtes Beispiel". zur gemeinsamen Presseerklärung

DANKE!

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Brote schmieren, Suppe kochen, Türen öffnen, Musik machen, Bürodienst schieben, auf der Straße und der Schiene frösteln, Kompostklos aufstellen, nach der Demo Müll aufsammeln.... Viele haben selbstlos, bescheiden und voller Überzeugung zu dem historischen Erfolg beigetragen. Der Salzstock Gorleben ist nun raus aus der Endlagersuche.

Unsere Demo in Gorleben war schon großartig, aber ein gemeinsames Freudenfest holen wir nach, sobald es wieder geht.

Gorleben ist überall!

Anfragen aus anderen Regionen beantworten, sich auf die nächsten Schritte vorbereiten, denn das Wendland ist bei der Endlagersuche immer noch ein mögliches „Teilgebiet“, sich gegen den Castor aus Sellafield querstellen... Unsere Solidarität ist weiter gefragt.

Dadurch, dass der Salzstock Gorleben aufgrund seiner geologischen Mängel nicht einmal die erste Runde des neuen Endlagersuchverfahrens passiert hat, ist Gorleben rechtssicher aus dem Verfahren ausgeschieden. Die BGE hat angekündigt, dass der Salzstock "endgültig verschlossen" wird.

Gorleben ist raus. Reaktionen aus der BI am Montag, 28.9.2020

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PRESSEMITTEILUNGEN

Dienstaufsichtsbeschwerde Trauermahnwache vor UAA Gronau: – Kreispolizei Borken schaltet Staatsanwaltschaft ein

22. Januar 2021

Die Kreispolizei Borken hat die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Einsatzleiter der Kreispolizei an die Staatsanwaltschaft Münster „zur rechtlichen Prüfung übersandt“. Die „Bearbeitung der Beschwerdesache“ werde bis zum Abschluss der ohnehin bei der Staatsanwaltschaft anhängigen Straferfahren ausgesetzt. Das teilte die Kreispolizei Borken den sechs beschwerdeführenden AtomkraftgegnerInnen am Mittwoch mit. Damit könnten auf den Polizeibeamten nun selbst Ermittlungen…

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Strafanzeige und Dienstaufsichtsbeschwerde: Trauermahnwache vor UAA Gronau hat juristisches Nachspiel

19. Januar 2021

Ein Atomkraftgegner aus dem Münsterland hat bei der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige wegen des Verdachts der Nötigung gegen einen Autofahrer erstattet. Der Autofahrer kam während einer angemeldeten Trauer-Mahnwache am 18. September 2020 vom Gelände der Urananreicherungsanlage Gronau und fuhr mit seinem Auto in gefährlicher Weise mitten in die Versammlungsmenge. Der Atomkraftgegner wird vom Münsteraner Fachanwalt Wilhelm…

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Ein Widerstandstrecker geht in die Landesgeschichte ein

15. Januar 2021

Niedersachsen wird 75 Jahre alt. Der NDR hat dazu eine Serie gestartet: Wer die niedersächsische Geschichte erlebt und ein persönliches Erinnerungsstück dazu hat, kann im Fernsehen oder im Hörfunk unter der Rubrik „Kleine Dinge – große Geschichte – einen Beitrag leisten.  Zu den prägenden Geschichten des Landes gehört der Gorleben-Konflikt und ein besonderer Gegenstand wird…

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TERMINE & AKTIONEN

So. 24.1.202113.00 Uhr, Gorlebenjeden Sonntag: Spaziergang um das Bergwerk - bis zum Zuschütten!
So. 24.1.202114.00 Uhr, Gorleben, an den Kreuzenjeden Sonntag: Gorlebener Gebet
Mo., 25.1.202118.00 Uhr, Dannenberg Marktplatzjeden Montag: Fukushima-Mahnwache
Fr. 29.01.2021Kinos BRD-weit
"NOW" von Jim Rakete ist der Film für die ersehnte grüne Wende!
In seinem Kinodebüt trifft der Fotograf
auf Generation Greta. Gleich sechs junge Klimaaktivisten melden sich
hier zu Wort, darunter Luisa Neubauer (Fridays for Future),
Felix Finkbeiner (Plant for the Planet) und Nike Mahlhaus (Ende
Gelände). Warum sind sie Aktivisten geworden? Was steht auf dem
Spiel?

GORLEBEN RUNDSCHAU

Es ist zwar kein Wunder, aber es verwundert uns doch; es ist kein Sieg, aber ein beachtlicher politischer Erfolg ist es doch, zusammen mit dem Atomausstieg wohl der größte der vergangenen Jahrzehnte. Und es ist vollkommen eure Errungenschaft, das Werk der Leser/-innen der Gorleben Rundschau und aller Sympatisant/-innen. Was an Küchentischen und auf Waldspaziergängen begann, was aus der Friedensbewegung und der Frauenbewegung auf den Weg kam, was von Spinnern und Alternativen propagiert und von Künstler/-innen unterstützt wurde, was von Student/-innen und Bäuer/-innen in heißen Tagen und eiskalten Nächten verteidigt wurde, ist jetzt Realität geworden. Ein Endlager in Gorleben ist endlich das, was es immer war: ein gefährliches Hirngespinst der Atomindustrie, einer in diesem Land aussterbenden Spezies. Unsere Kritik, unsere Argumente und unser Aufschrei mussten schließlich erhört werden, und wissenschaftsbasierte Vernunft hat sich begründet durchgesetzt.

Mehr als die Hälfte der Republik ist offenbar schon beim ersten qualifizierten Drüberschauen besser für die tiefe geologische Dauerlagerung von Atommüll geeignet, als der 40 Jahre und 1,6 Milliarden Euro lang von den Verantwortlichen propagierte Salzstock. Ist dann jetzt also endlich alles gut? Mitnichten! Nicht nur, dass all die Wut und die Tränen unvergessen bleiben. Unsere Kritik am laufenden Verfahren verhallt auch (noch) ungehört. Selbst der demokratisch legitimierte Staat braucht da, wo er nur durchsetzungsorientiert daherkommt, dringend zivilgesellschaftliche Kontrolle. Wissenschaftlichkeit allein ist noch nicht der Garant für ein verantwortbares Ergebnis. Die Entscheidungen trifft immer noch die Politik, und jahrzehntelang waren schließlich auch Gutachten eingekauft worden, die das Unübersehbare gesund beteten; erst der eingeforderte Vergleich brachte Klarheit. Corona führt es uns vor Augen, dass auch und gerade Wissenschaft den Diskurs braucht und selbst begründete Entscheidungen am Ende von den Betroffenen getragen werden müssen.

Einst sollten wir entsorgt werden; haben wir denn jetzt also ausgesorgt? Auch das nicht! Wir müssen uns als einer von sechzehn Zwischenlagerstandorten im Lande auch zukünftig noch weiter um den Atommüll sorgen. Atomkraft war aber immer nur die Spitze eines Eisbergs aus lebensverachtenden und nicht nachhaltigen Technologien. Leider baut unsere ganze Gesellschaft (noch) auf derartigen Wirtschaftsweisen auf. Hätte man damals gleich auf uns gehört, hätten wir heute gar nicht das epochale Problem des Atommülls, zumindest nicht in diesem Ausmaß. Hören wir also heute auf die Generation, die uns vor den unausweichlichen Folgen des Klimawandels warnt und sofortiges Umdenken und Handeln beziehungsweise Unterlassen einfordert!

Trotz allem, mit Anstand und Abstand, ein schönes Weihnachtsfest! Gorleben lebt! Bleibt auch gesund!

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg