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#Castor2020 soll rollen

Trotz steigender Corona-Zahlen hat die zuständige Behörde den Weg für den Castor nach Biblis frei gemacht! In dieser Woche sollen die sechs Castorbehälter aus Sellafield in das unsichere Zwischenlager am AKW Biblis gebracht werden. Dagegen regt sich Protest - Infos: castor-stoppen.de

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Gericht untersagt Brennelement-Export nach Belgien

Das ist sensationell, vielleicht sogar der Türöffner für die Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen, die wie die Urananreicherungsanlage in Gronau vom Atomausstieg ausgenommen ist.... Im Rechtsstreit um die Ausfuhrgenehmigung von Brennelementen aus Lingen ins belgische Doel hat der Aachener Kläger einen wichtigen Etappensieg errungen. (mehr …)

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#castor2020: Anfrage an Ministerien

Anfang November soll ein Castor quer durch Deutschland rollen. Kann eine Gesundheitsgefährdung durch radioaktive Strahlung für die Menschen entlang der Strecke des Atommülltransports ausgeschlossen werden? Das fragt das Bündnis Castor stoppen die betroffenen Ministerien. - mehr: castor-stoppen.de

DANKE!

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Brote schmieren, Suppe kochen, Türen öffnen, Musik machen, Bürodienst schieben, auf der Straße und der Schiene frösteln, Kompostklos aufstellen, nach der Demo Müll aufsammeln.... Viele haben selbstlos, bescheiden und voller Überzeugung zu dem historischen Erfolg beigetragen. Der Salzstock Gorleben ist nun raus aus der Endlagersuche.

Unsere Demo in Gorleben war schon großartig, aber ein gemeinsames Freudenfest holen wir nach, sobald es wieder geht.

Gorleben ist überall!

Anfragen aus anderen Regionen beantworten, sich auf die nächsten Schritte vorbereiten, denn das Wendland ist bei der Endlagersuche immer noch ein mögliches „Teilgebiet“, sich gegen den Castor aus Sellafield querstellen... Unsere Solidarität ist weiter gefragt.

Dadurch, dass der Salzstock Gorleben aufgrund seiner geologischen Mängel nicht einmal die erste Runde des neuen Endlagersuchverfahrens passiert hat, ist Gorleben rechtssicher aus dem Verfahren ausgeschieden. Die BGE hat angekündigt, dass der Salzstock "endgültig verschlossen" wird.

Gorleben ist raus. Reaktionen aus der BI am Montag, 28.9.2020

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PRESSEMITTEILUNGEN

Protest gegen CASTOR von Nordenham nach Biblis nimmt zu

22. Oktober 2020

Das Protestbündnis „CASTOR stoppen“, ein bundesweiter Zusammenschluss von Anti-Atom- und Klimagruppen fordert weiterhin die Absage des für Anfang November geplanten Transports.

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BI Ratschlag zur Endlagersuche

18. Oktober 2020

Die erste Fachkonferenz Teilgebiete, auf der der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) vorgestellt wurde, hat am Wochenende stattgefunden. Die Auftaktkonferenz hat unterschiedlichste Reaktionen ausgelöst. „Die Rede war unter anderem von einer perfekten Beteiligungssimulation“, umreißt Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) die Stimmung nach dem Ablauf der Konferenz, die Corona-bedingt nur am Bildschirm…

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Endlager-Suche: Partizipation Fehlanzeige – „Fachkonferenz Teilgebiete“ am Wochenende unter inakzeptablen Rahmenbedingungen

15. Oktober 2020

Verschiedene Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen kritisieren die im Rahmen der Standortsuche für ein Atommüll-Endlager für das Wochenende angesetzte Auftaktveranstaltung der „Fachkonferenz Teilgebiete“.

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TERMINE & AKTIONEN

Ende Oktober - Anfang November
Castor-Transport
Nordenham
Bahnhof
Kundgebung
ggfs Mahnwache
Sonntag, 2.11.2020, 13.00 UhrGorleben, BelugaSonntagsspaziergang
Sonntag, 2.11.2020, 14.00 UhrGorleben, An den KreuzenGorlebener Gebet

GORLEBEN RUNDSCHAU

Anmerkung: Durch die Entscheidung vom 28.9., Gorleben aus dem Endlagersuchverfahren zu nehmen, ist dieser Text überholt. Lest ihn trotzdem:

Stellen Sie sich mal vor, diesen Herbst würde Gorleben aus wissenschaftlichen Gründen endlich aus dem Reigen der potenziellen Endlagerstandorte ausscheiden. Sie finden, das wäre Wunschdenken oder Traumtänzerei? Aber bekannt ist, dass der Salzstock auf einer überregionalen Tiefenstörung liegt, über kein durchgängiges Deckgebirge verfügt, dafür aber über einen Einbruchsee, mit dem sich das Oberflächenwasser schon einen Zugang zum Salzspiegel geschaffen hat; Frostrisse und potenzielle Wassergängigkeiten reichen ohne Zweifel bis an den angeblich homogenen Salzkörper, und Kohlenwasserstoffe sind schon lange vor den Endlagererkundungen nachgewiesen worden. Eigentlich müsste es al-so genau so kommen. Eigentlich …

Tatsächlich aber können wir leider nicht verlässlich ausschließen, dass die bestuntersuchte und umstrittenste geologische Formation unserer Erde aus politischen Gründen über die erste Hürde der Standortsuche mit-geschleift wird. Denn Bund und Länder haben der neuen Endlagersuche nur unter der Maßgabe zugestimmt, dass ihr nukleares Alibi nicht aus dem Verfahren genommen wird und im Umkehrschluss die Kriterien so unscharf gestellt, dass auch ein derart verbrannter Standort wieder als erkundungswürdiges Teilgebiet genannt werden könnte. Die Fachkonferenz Teilgebiete, auf der am 18. und 19. Oktober dieser Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung vorgestellt werden soll, erfüllt allerdings auch schon ohne das Thema Gorleben nicht im Geringsten die Anforderungen an Beteiligung, wie sie die Öffentlichkeit im 21. Jahrhundert erwarten kann. In Corona-Zeiten verkommt die „hybride“ (halb digitale) Auftaktveranstaltung vollends zum Participainment. Eigentlich dürfte man dort gar nicht mitmachen, um einem unfairen Verfahren nicht auch noch den Anschein von Legitimation zu verleihen. Eigentlich...

Tatsächlich aber dürfen wir auch den vielen neuen Standorten, die dort erscheinen werden, unsere begründete Verfahrenskritik nicht vorenthalten. Auch wenn Stellungnahmen der Teilgebietskonferenzen im ungehemmt fortrollenden Verfahren von den Behörden nur „berücksichtigt“ werden sollen, würde es kaum wirkungslos bleiben, wenn es gelänge, gemeinsame Forderungen und Protest zu formulieren und sich eben nicht gegeneinander ausspielen zu lassen. Im Hinblick auf die epochale Tragweite der Entscheidungen halten wir schon den Versuch dazu für unausweichlich.

Für ebenso unausweichlich halten wir es aber auch, unsere eigene Bewertung des Zwischenberichtes vorzunehmen und unseren unverminderten Protest wieder an den Ort des Geschehens zu tragen (unter Einhaltung von aktuellen Hygieneauflagen, versteht sich!). Sehen wir uns also am 4. Oktober an den Atomanlagen?

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg