Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

kumi, hendrik, keke

Prominente Unterstützung

Der Aufruf zur Unterstützung der russischen Umweltorganisation Ecodefense gegen Repressionen des russischen Justizministeriums erhält prominente Unterstützung. Der Generalsekretär von Amnesty International, Kumi Naidoo, hat die Petition unterschrieben und schließt sich dem Protest gegen die Kriminalisierung von russischen Nichtregierungsorganisationen durch das „Foreign agent“- Gesetz an. (mehr …)

IMG_5704

„Auf den Spuren des gelben X“

Unsere Widerstands-Fotograf*innen Ingrid & Werner Lowin haben ein neues Fotobuch erstellt: Das jüngste Werk widmet sich der bildhaften Erläuterung des bekannten Widerstandssymbols aus dem Wendland. (mehr …)

_5D_4294

Bergwerk nun im „Stand-By“

Ab heute (15. April) wird das Bergwerk Gorleben in den „stand-by“-Betrieb überführt, eine letzte öffentliche Befahrung findet statt und ein Teil der festungsähnlichen Mauer wird abgerissen. Top PR-Maßnahmen. Doch der Standort bleibt weiter (favorisierte) Atommüll-Option. Zur Presseerklärung.

10/2009: bringt bagger!

Hilfe!

„Reißt die Mauern in Gorleben ein, baut eine Uni im Wendland auf!“ – Zum 40ten Jahrestag visionäre Überlegungen von Wolfgang Ehmke. Zum Blog-Beitrag

gorlebenstopp

Gorleben geht gar nicht!

Wasser drüber, Gas drunter – das war im Kern bereits bekannt, als im Februar 1977 der damalige niedersächsische Ministerpräsident Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein „nukleares Entsorgungszentrum“ bestimmte.  (mehr …)

19OM_banner_web

Konvoi gegen Krieg und Militarisierung

„Krieg zerstört Lebenswelt“ ist das Motto des 10. Friedensweges der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe. Dieses Jahr soll schon der Weg zum Ostermarsch zur Demonstration gegen Krieg und Militarisierung werden. Aus dem Wendland wird ein Konvoi starten. (mehr …)

Auf der Suche nach Inhalten?

PRESSEMITTEILUNGEN

Prominente Unterstützung

16. April 2019

Der Aufruf zur Unterstützung der russischen Umweltorganisation Ecodefense gegen Repressionen des russischen Justizministeriums erhält prominente Unterstützung. Der Generalsekretär von Amnesty International, Kumi Naidoo, hat die Petition unterschrieben und schließt sich dem Protest gegen die Kriminalisierung von russischen Nichtregierungsorganisationen durch das „Foreign agent“- Gesetz an.

Mehr Lesen

XXXL

16. April 2019

„Was bedeuten eigentlich die gelben Kreuze, die überall im Wendland zu sehen sind?“ Dies ist die Ausgangsfrage in dem neuen Fotobuch „Auf den Spuren des gelben X“ von Ingrid und Werner Lowin. Durch einen Blick in die Geschichte des gelben X wird schnell deutlich, dass es sich um Symbole eines lebendigen Widerstandes, des „Querstellens“, handelt.

Mehr Lesen

Die Mauer fällt, der Standort bleibt

14. April 2019

Symbolisch wird am Montag (15. April) ein Teil der festungsähnlichen Mauer in Gorleben abgerissen. Eine letzte Fahrt in das Endlagerbergwerk markiert ein Etappenziel: von nun an wird das Bergwerk in einen Stand-By-Betrieb überführt, denn Gorleben ist bei Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle laut Gesetz weiter gesetzt.

Mehr Lesen

TERMINE & AKTIONEN

Mo. 15.04.2019
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima Mahnwache
Mi. 17.04.2019
19 Uhr
Dannenberg
Buchladen Hielscher
Lesung "Der Kastor kommt...." Wolfgang Ehmke
Sa. 20.0419
10.10 Uhr
Wendlandmarkt LüchowVorstellung des neuen Fotobandes von Ingrid und Werner Lowin
"Auf den Spuren des gelben X"
Mo. 22.04.2019
Abfahrt Lüchow Amtshof
9.45 Uhr
Colbitz
Beginn um FÜNF vor ZWÖLF: Volkshausgarten
Parken für PKW: Marktplatz, 39
326 Colbitz
Ostermarsch

GORLEBEN RUNDSCHAU

Wohnen Sie eigentlich schön in Ihrem Teilgebiet? Wenn Sie jetzt nicht wissen, wovon hier die Rede ist, dann wäre es möglich, dass Sie sich langsam mal Gedanken machen sollten. Ein Teilgebiet wovon, fragen Sie sich vermutlich. Aber schon wieder falsch: ein Teilgebiet wofür, müsste Ihre Frage lauten. Derzeit ermittelt die Bundesgesellschaft für Endlagerung "mit beschränkter Haftung", die neulich noch eine private Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern im überwiegenden Besitz der vier großen Atomkonzerne war, nämlich Gebiete, die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen.

Und weil Sie jetzt schon was dazu gelernt haben, stellen Sie natürlich gleich die richtigen Fragen: Was um Himmels Willen ist "sicher", was bitteschön ist "günstig" und wo in Teufels Namen ist so ein "Gebiet"?

Nun sollen wir Bürger/-innen in Zukunft ja "ganz von Anfang an beteiligt" werden, aber diese drei Fragen vergessen Sie mal ganz schnell wieder, denn bei Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen und geowissenschaftliche Abwägungskriterien haben Sie ohnehin gar nichts mitzureden. Die sind nämlich längst gesetzliche Grundlage dieses Verfahrens. Und die vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen, die dann schon Mitte 2020 zur Ermittlung von Standortregionen für die übertägige Erkundung durchgeführt werden sollen, die überlassen Sie auch lieber getrost der Expertokratie. Die haben die Methodik dafür ja schließlich 40 Jahre lang gründlich in Gorleben erprobt.

Aber sollten Sie nun unruhig werden, weil Sie meinen, tatsächlich in einem solchen Teilgebiet zu wohnen, dann machen Sie sich jetzt bitte keine ernsthaften Sorgen. Sie werden dann ja demnächst sicher in eine Teilgebietskonferenz eingeladen und bekommen dort bei Kaffee, bunten Präsentationen und modernen Moderationstechniken ausreichend Gelegenheit, den Zwischenbericht des Vorhabenträgers in höchstens drei Terminen innerhalb von sechs Monaten zu erörtern. Aber bitte verzögern Sie dann das Verfahren nicht durch unnötige Fragen, Forderungen oder gar Kritik und vor allem: Stellen Sie das Verfahren selbst bitte nicht in Frage! Sonst wäre es möglich, dass man Ihre Einwände nicht mehr als konstruktive Kritik werten könnte und dann wäre das zuständige Bundesamt natürlich genötigt, den unproduktiven Konflikt durch eine Entscheidung zu beenden.

Sie merken es hoffentlich schon: dieses Editorial wurde wohl für die närrischen Tage geschrieben...

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg