1 Jahr Atomwende – 100 Jahre Zwischenlagerung – 1 Mio. Jahre Endlagerung?

Am 7. März 2024 findet an der TU Berlin ein multi- und transdisziplinäres Symposium unter dem Motto: “1 Jahr Atomwende – 100 Jahre Zwischenlagerung – 1 Mio. Jahre Endlagerung?“ statt. In diesem Rahmen werden verschiedene Akteure und Expert*innen Erkenntnisse und Perspektiven zu den gegenwärtigen sowie zukünftigen Herausforderungen der Atomenergie präsentieren und diskutieren; eine besondere Rolle nimmt dabei die Entsorgung radioaktiver Abfälle in Deutschland ein. (mehr …)

Luftaufnahme des Zwischenlagers für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

Mauerbau in Gorleben – „Schönfärberei statt Schutz“

Mit 12 Jahren Verspätung sollen in diesem Jahr „Bauvorbereitungen“ beginnen für die Errichtung einer zehn Meter hohen Mauer rund um das Zwischenlager in Gorleben - als Schutz gegen „Bedrohungslagen im Nahbereich“. Das berichtet die Elbe-Jeetzel-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe (20.2.24). (mehr …)

Berlin: Demo zum 13. Jahrestag von FUKUSHIMA

Kazaguruma-Demo zum 13. Jahrestag von Fukushima: Nein zu global wachsenden radioaktiven Müllbergen – keine „Ent-SORGUNG“ ist möglich! (mehr …)

Atomkraft? Kein Klimaretter!

Mittwoch, 06.03.2024 - 19.00 Uhr, Platenlaase - Vortrag: „Atomkraft? Kein Klimaretter!"" mit Günter Hermeyer (Don´t nuke the climate/BI Umweltschutz) (mehr …)

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Uns reicht’s!

Rechtsruck entgegentreten – für ein vielfältiges Wendland! Nach den Veröffentlichungen der „Remigrationspläne“ der Rechten in Deutschland riefen wir gemeinsam mit vielen anderen Organisationen zu einer Demonstration am Samstag (27. Januar 2024) in Dannenberg auf. Mehr als 1500 Menschen kamen.

Die Rede von Martin Donat, Vorsitzenden der BI zum Nachlesen

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Einwendungskampagne: Stoppt die Brennelementefabrik Lingen!

Ausgenommen vom Atomausstieg ist bekanntlich die Brennelementefabrik in Lingen. Nun liegt sogar ein Antrag des Betreibers Framatome vor, die Produktion zu erweitern. In Lingen begann Anfang Januar die öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen von Framatome zur Kooperation mit Rosatom beim Bau von "russischen" Brennelementen für Osteuropa.
Dagegen wurde von den Initaitiven vor eine Einwendungskampagne gestartet, die wir unterstützen:

https://atomstadt-lingen.de/files/Sammeleinwendung-Brennelementfabrik-Lingen.pdf

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PRESSEMITTEILUNGEN

BGZ-Umfrage zur Zwischenlagerung – BI sieht sich in ihrer Arbeit bestätigt

24. Februar 2024

Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) präsentierte jüngst die Ergebnisse einer Umfrage im Umkreis der 16 Zwischenlagerstandorte, an denen sie Regie führt. Die BGZ wollte wissen, wie die Menschen im Umkreis der Zwischenlager radioaktiver Abfälle über ihre „besonderen Nachbarn“ denken.

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Mauerbau in Gorleben – „Schönfärberei statt Schutz“

20. Februar 2024

Mit 12 Jahren Verspätung sollen in diesem Jahr „Bauvorbereitungen“ beginnen für die Errichtung einer zehn Meter hohen Mauer rund um das Zwischenlager in Gorleben – als Schutz gegen „Bedrohungslagen im Nahbereich“. Das berichtet die Elbe-Jeetzel-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe (20.2.24).

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Zwischenlager Gorleben: „Mauerbau reicht nicht als Schutz“

6. Februar 2024

Der parlamentarische Umweltstaatssekretär Chris Kühn wechselt an die Spitze des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) und tritt die Nachfolge von Wolfram König an. Kühn hatte sich im Rahmen eines Wendlandbesuchs am 9. Oktober auf einer öffentlichen Veranstaltung in Trebel zum Thema verlängerte Zwischenlager fleißig Notizen gemacht, viele Fragen aber blieben unbeantwortet. Die…

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TERMINE & AKTIONEN

So. 03.03.2024
13 Uhr
Gorleben,
Salinasgelände,
Beluga Schiff
Sonntagspaziergang rund um das Bergwerksgelände
/findet jeden So statt
So. 03.03.2024
14 Uhr
Gorleben,
an den Kreuzen
Gorlebener Gebet
ökomenische Initiative
/findet jeden So statt
Mo. 04.03.2024
17 Uhr
Salderatzen Nr. 12
Laden im Kniepenkrug
"Landwirtschaft vor Ort statt Wirtschaft und Export“/ Klimastreik
Mo. 04.03.2024
18 Uhr
Dannenberg,
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Einen derartigen gesellschaftlichen und umweltpolitischen Erfolg, wie wir ihn heute tatsächlich zu verzeichnen haben, hatten sich vor einem halben Jahrhundert die 30 Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative im Lüchower Ratskeller wohl kaum zu erhoffen gewagt. Von aufgeweckten Menschen gegen die Pläne für ein Atomkraftwerk an der Elbe in Stellung gebracht, musste die bunte Gemeinschaft sich schnell gegen politische Anfeindungen und die Mythen und Tricks der Atomkraftbetreiber und ihrer Steigbügelhalter zur Wehr setzen. Bei einem Kontostand von 280 DM setzten sie offenbar zielsicher die richtigen Prioritäten. Die Argumente der „Befürworter“ waren damals schon dieselben, die uns über Jahrzehnte immer wieder begegneten: Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum – wer die neue Technologie ablehnte, stehe dem Fortschritt und der Zukunft im Wege, wer dagegen mobil mache, sei sogar gleich „Feind der demokratischen Grundordnung“. Karl-Friedrich Kassel, journalistisches Urgestein des Wendlandes und selber Zeitzeuge, hat unsere Entstehungsgeschichte im Gorleben-Archiv ausgegraben.

Die hellwachen, wendländischen Köpfe haben damals mit ihrem Einsatz für eine bessere Welt gleich vor der Haustür angefangen. Heute hat die Gesellschaft ihnen sehr viel zu verdanken – der Ausstieg aus der Atomkraft und der Neustart in der Endlagersuche ohne den maroden Salzstock Gorleben sind das nachhaltige Ergebnis ihres folgenschweren Engagements.

Mit der Jahreswende kam die gute Nachricht: 2023 lieferten die Erneuerbaren Energien mit 56 % erstmals mehr als Hälfte des deutschen Strombedarfs. Angesichts deutlich verfehlter Klimaziele taugt diese Nachricht leider dennoch nicht zur Begeisterung, weil klimabedingte Regenfälle einen starken Zuwachs der Wasserkraft brachten, die auf der anderen Seite den Zubau an Photovoltaik verschattet haben. Während Windanlagen an Land einen kräftigen Aufwind verzeichneten, hatten Windparks auf See wegen Wartungsarbeiten überdurchschnittlich oft Flaute. Derweil der Fokus einseitig auf den Zubau von Kraftwerken gelegt wird, werden die Klimaziele im Verkehrsbereich völlig gerissen und sogar vom Genehmigungsbeschleunigungsgesetz konterkariert und macht die Bauwende im Gebäudebereich blau. Statt dringend erforderlicher Effizienz sehen wir Elektro-SUV auf den Straßen und von Suffizienz, Klimagerechtigkeit und Bescheidenheit spricht nur noch die letzte Generation, denen jetzt die Bauern mit der Forderung nach gesellschaftlich subventioniertem Diesel die Schau stehlen.

Ein energiepolitisches Klima, in dem die ewig Gestrigen mal wieder das Murmeltier grüßen. Andreas Conradt muss uns deshalb noch einmal vor Augen führen, worüber wir schon ein halbes Jahrhundert Gewissheit haben und was angesichts der drängenden Klimakatastrophe weltweit unausweichlich wird: Atomkraft ist keine Alternative. Linda Pentz Gunter von Beyond-Nuclear und die Wissenschaftsjournalistin Nadja Podbregar klären uns über die neuen Mythen der Atomindustrie bei Atomkraftwerken der IV. Generation auf. Der Physiker Detlef zum Winkel enttarnt den Mythos von der Kernfusion. Er fordert, was wir immer gefordert haben: Technikfolgenabschätzung! Wolfgang Ehmke erinnert angesichts aktueller Forderungen der ASKETA an die Gorleben-Gelder und das Salz soll endlich zurück in die Erde. Der Diplom-Ozeanograph Dr. Erich Bäuerle lenkt unseren Blick noch einmal wissenschaftlich auf die Elbe vor unserer Haustür und entzaubert den Hochwasserschutz. Wir erinnern an „Professor Unbeugsam“, dessen Zivilcourage wir Einiges zu verdanken haben, und Sarah Goertz von der Elbe-Jeetzel-Zeitung an einen der ersten Stunde, den Schriftsteller Nicolas Born, womit unsere Jubiläumsausgabe wirklich rund wird.

„Wer uns entsorgen will, den wollen wir stillegen!“
(Nicolas Born zur Standortbenennung 1977)

Martin Donat
Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.