Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Zwischenlager

Die magische Zahl 40

Die BI stolpert erneut über Aussagen des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zur Langzeitsicherheit von Zwischenlagern für hochradioaktive Abfälle. Es gibt viele Fragen – Antworten bisher nicht. zur Presseerklärung

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Tour de Natur 2019 kommt ins Wendland

Die Tour 2019 startet am 20. Juli in Hamburg und endet am 3. August in Stralsund. Die Tour de Natur ist eine Fahrraddemonstration, die seit 1991 jedes Jahr Umweltthemen – insbesondere für die Energie- und für die Verkehrswende – auf ihre Agenda nimmt und mit einer zweiwöchigen Radtour verbindet. Zum dritten Mal führt die Umweltradtour durchs Wendland. (mehr …)

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Torben Klages, hauptamtlicher Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

Endlagersuche: Bayern setzt auf Gorleben

Die bayerische Landesregierung hat ihre Forderung erneuert, dass Bayern aus der Endlagersuche ausgeklammert und (damit) Gorleben wieder in den Fokus genommen wird. Die BI geht hingegen davon aus, dass der Salzstock Gorleben wegen seiner geologischen Mängel aufgegeben werden muss. – zur Presseerklärung

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Loccum: Diskutieren für einen erfolgreichen Lackmustest

An der Evangelischen Akademie in Loccum fand vom 28. bis 30. Juni die Tagung „Standortsuche: Miteinander – aber nicht konform?“ statt. Auch zwei Frauen der BI waren dieses Jahr wieder dabei. – zum Blogbeitrag

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Fliegt Gorleben raus?

Auf der Sommerreise machte der niedersächsische Ministerpräsidenten Stephan Weil heute (2. Juli) Station in Lübeln. Dort nahm er gegenüber einer BI-Delegation Stellung zum Endlagersuchverfahren. (mehr …)

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Treck-Ausstellung geht auf Wanderschaft

Zwischen dem 31. März und 29. Juni 2019 war die Sonderausstellung „Der Gorleben-Treck – 40 jahre danach“ im Lüchower Kreishaus zu sehen. Das Interesse war überwältigend, dafür bedanken wir uns. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Tour de Natur 2019 kommt ins Wendland

12. Juli 2019

Die Tour 2019 startet am 20. Juli in Hamburg und endet am 3. August in Stralsund. Die Tour de Natur ist eine Fahrraddemonstration, die seit 1991 jedes Jahr Umweltthemen – insbesondere für die Energie- und für die Verkehrswende – auf ihre Agenda nimmt und mit einer zweiwöchigen Radtour verbindet. Zum dritten Mal führt die Umweltradtour…

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Die magische Zahl 40

10. Juli 2019

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) stolpert erneut über Aussagen des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zur Langzeitsicherheit von Zwischenlagern für hochradioaktive Abfälle.

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Endlagersuche: Bayern will Gorleben

9. Juli 2019

Der Länderstreit um die Endlagersuche ist bereits entbrannt, bevor der Vorhabensträger, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), in einem ersten Schritt Regionen ausweist, die für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle näher betrachtet werden, das soll im dritten Quartal 2020 erfolgen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) geht davon aus, dass der Salzstock Gorleben wegen seiner geologischen Mängel dann…

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TERMINE & AKTIONEN

Mo. 15.07.2019
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima- Mahnwache
Mo. 22.07.2019
18 Uhr
Dannenberg
Markplatz
Fukushima-Mahnwache
Mi. 24.07.2019
9:45 bis 10:30 Uhr
Hitzacker
Marktplatz
Tour de Natur vor Ort
100 Radler*innen machen Station
Kundgebung mit Straßentheater
abends:
20 Uhr startet in der Aula der Freien Schule ein Konzert mit Straßen- und Aktionsmusiker Salossi, der u.a. mit Klaus dem Geiger und Heinz Ratz gespielt hat
Do. 25.07.2019
14.15 - 15 Uhr
Gorleben
Atomanlagen
Das Endlagerbergwerk wird umradelt
Kundgebung

GORLEBEN RUNDSCHAU

„Es war einmal eine Stadt, in der alle Geschöpfe in Harmonie mit ihrer Umwelt zu leben schienen...“. So begann vor einem halben Jahrhundert ein Buch, welches die Wahrnehmung von Generationen verändern sollte: Der stumme Frühling. Obwohl dieses Sachbuch die katastrophalen Folgen eindrücklich darlegte, wurde die Anwendung des im Buch angeprangerten Agrargiftes DDT in der westlichen Welt erst ein Vierteljahrhundert später eingestellt; in Indien dauert die Produktion übrigens bis heute an.

Können Sie sich eigentlich eine Million vorstellen? Laut dem Artenschutzbericht der UN sind derart viele Tier- und Pflanzenarten, und damit ein Achtel aller Arten, gerade aktuell vom Aussterben bedroht, darunter 40 Prozent aller Amphibien und 25 Prozent aller Säugetiere. Für dieses Massensterben ursächlich sind aber nicht allein Pflanzenvernichtungsmittel wie Glyphosat oder Insektengifte wie Neonicotinoide, sondern auch die massive Veränderung von Lebensräumen sowie der menschengemachte Klimawandel.

Bereits drei Viertel der Naturräume an Land und zwei Drittel im Meer sind erheblich durch den Menschen verändert und damit geschädigt. Beginnen aber die Ursachen der Klimakatastrophe schon innerhalb unserer vier Wände, so fängt auch die Zerstörung von Habitaten unmittelbar vor der Haustür an. Bei mir in der Nähe wurde beispielweise gerade eine verwunschene Schrebergartenkolonie voller uralter Bäume mit dem Bulldozer weggeschoben, um dem siebten Supermarkt unserer Zwergstadt Platz zu machen. Der bisherige Markt bleibt dabei als vollversiegelte Industriebrache nutzlos zurück. Erschreckend klein ist dagegen der „gewonnene“ innerstädtische Bauplatz, nachdem mit der bisherigen grünen Lunge auch der Artenreichtum eines Regenwaldes unwiederbringlich abgeräumt war...

Ob es alte Straßenbäume, Hecken, Krautsäume oder kleinräumige Landschaftsstrukturen sind, immer gibt es angeblich unausweichliche Sachzwänge, warum sie weichen müssen: Verkehrssicherheit, Straßenbau, Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze, Deichbau, technologischer Fortschritt oder Wohnraumbedarf fordern ihren Tribut.

Hilflos erscheinen dagegen oft die gesetzlich geforderten „Ausgleichsmaßnahmen“, wie beispielsweise mit hohem Kosten- und Bauaufwand konstruierte künstliche Lebensräume. So ist es ja auch noch niemandem gelungen, einen jahrhundertealten Wald nachzupflanzen oder eine ausgestorbene Art in die Welt zurück zu holen.

Es könnte also womöglich nicht so sehr geboten sein, noch mehr zu unternehmen, sondern vielmehr, erheblich mehr zu unterlassen. Ein Leitsatz, den wir uns auch für die Klimadebatte zu Herzen nehmen sollten...

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg