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Endlagersuche: Gutachten nimmt BGE-Kriterien unter die Lupe

Im Vorfeld der Veröffentlichung des Zwischenberichts Teilgebiete hat das Öko-Institut im Auftrag der BI Umweltschutz die Kriterien und Anforderungen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) untersucht, mit denen die für ein Atommüllendlager möglicherweise geeigneten Regionen ausgewählt wurden. zur Pressemitteilung

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„Treck(er) nach Hannover“

Nach der analogen Ausstellung zum 40. Jahrestages des Trecks von Gorleben nach Hannover im vergangenen Jahr hat das Historischen Museum Hannover nun eine digitale Form veröffentlicht, die beeindruckt: www.gorleben.hm-hannover.de

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KLIMASTREIK 25.09.2020

Jetzt erst recht: Kohle stoppen, Klima schützen! Mit Fridays for Future auf die Straßen! Demozug durch Dannenberg (1,5km) mit Abschluss am Marktplatz Dannenberg. - Infos: https://klimastreik-wendland.de/

40 Jahre Standortbenennung

Sonntag 4. Oktober, 11 Uhr: Auf nach Gorleben!

Am 28. September wird die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ihren Bericht vorlegen, in dem öffentlich darlegt wird, welche Teilgebiete für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland in Frage kommen. Wir laden am 4. Oktober um 11 Uhr zu einer Kundgebung in Gorleben ein. (mehr …)

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Es gibt wieder Masken!

Liebe Freund*innen, dank der fleißigen Tanja haben wir wieder Gesichtsmasken und Schlauch-/Halstücher mit der Wendlandsonne, in unterschiedlichen Ausführungen und Farben für euch, die ihr gegen eine Spende bei uns bekommen könnt - mehr

wolfgang

Was wird aus Gorleben?

Über den Umgang mit dem bisherigen Standort im Endlagersuchverfahren referiert Wolfgang Ehmke, Sprecher der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg im Rahmen der Vortragsreihe "Atommüll: Über GAUkeleien und KERNkompetenzen". (mehr …)

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Aktionstag zur Endlagersuche

Ein Atommüll-Endlager im Landkreis Lüneburg? Aktivist*innen planen für den kommenden Samstag (26.9.) eine Kundgebung zur Endlagersuche im Clamartpark. (mehr …)

gorlebenstopp

Geologisch ungeeignet, politisch verbrannt!

Gemeinsam mit dem BUND fordern wir, den Standort Gorleben aus der Suche nach einem Atommülllager auszuschließen. Nur wenn dieser größte Streitpunkt der deutschen Endlager-Debatte endlich vom Tisch kommt, kann eine tatsächlich qualifizierte Standortsuche beginnen. Ansonsten wird es als Rückfalloption den Suchprozess immer weiter vergiften. - mehr erfahren

radeln

Radelst du mit?

Noch bis Ende September läuft deutschlandweit das Projekt "Stadtradeln". Auch die BI radelt fleißig mit! Hilfst du uns, Kilometer zu sammeln? Dafür musst du dich auf https://www.stadtradeln.de/ registrieren, das Team "BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg" auswählen und deine Kilometer eingeben... Das Klima dankt!

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PRESSEMITTEILUNGEN

Der Herr Habeck

27. September 2020

Bitter aufgestoßen sind bei der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) wiederholte Äußerungen des Grünen-Chefs Robert Habeck zur Endlagersuche und zum Umgang mit dem bisherigen Standort Gorleben.

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Einheitsbilder

27. September 2020

Anti-Atom-Demonstrationen in Gorleben und StendalAm 28. September wird in der Mall of Berlin am Leipziger Platz 12 in Berlin die Ausstellung „Einheitsbilder“ veröffentlicht. Über Wochen und Monate hatten die Aussteller*innen fünf ausgewählte Regionen entlängs der ehemaligen innerdeutschen Grenze besucht, gefilmt, fotografiert und Interviews mit Zeitzeugen geführt.

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Bericht zur Endlagersuche – Öko-Institut nimmt BGE-Kriterien unter die Lupe

24. September 2020

BI: „Mit heißer Nadel gestrickt“ Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wird am 28. September in einem Zwischenbericht darlegen, welche Gebiete in Deutschland für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle als „günstig“ angesehen werden. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hat das Öko-Institut damit beauftragt, im Vorfeld der Veröffentlichung des Zwischenberichts Teilgebiete die Umsetzung der Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen und geowissenschaftlichen…

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TERMINE & AKTIONEN

So. 27.09.2020
13 Uhr
Gorleben
Atomanlagen
Sonntagsspaziergang
So. 27.09.2020
14 Uhr
Gorlebener TannGorlebener Gebet
Mo. 28.09.2020Bundesgesellschaft für Endlagerung
Veröffentlichung des BGE-Zwischenberichts zu den Teilgebieten, die für die Endlagerung in Frage kommen
Mo. 28.09.2020
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Die angeblich unbefleckte Landkarte der nuklearen Endlagersuche, auf welcher sich das willkürlich festgelegte so genannte „Erkundungsbergwerk Gorleben“ im vor einem halben Jahrhundert noch „jungfräulich“ titulierten Salzstock Gorleben-Rambow als Mahnmal gescheiterter Energie- und sorgloser Entsorgungspolitik schmerzhaft abhebt, soll diesen Herbst mit dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) „erstmals Flecken bekommen“, wenn günstige „Teilgebiete“ benannt werden, wie Andreas Conradt in seinem Bericht über das aktuelle Rechtsgutachten der Bürgerinitiative bemerkt. In einem „lernenden Verfahren“ sollten die späteren Betroffenen eigentlich von Beginn an beteiligt werden, ein hehres Unterfangen, wenn jetzt die Daten der 40 Jahre alten Erkundungsbohrungen Go 1002, 1003, 1004 und 1005 als „obertägige Erkundungsergebnisse“ zur Beurteilung herangezogen werden (an der Tiefbohrstelle 1004 wurde am 3. Mai 1980 das Hüttendorf Republik Freies Wendland gegründet). Auch angesichts von Hygieneauflagen und Lockdown beharren die verantwortlichen Behörden auf den gesetzlichen Vorgaben und drohen, die sogenannten Teilgebietskonferenzen einfach nach Zeitplan „hybrid“ durchzuführen, also in weiten Teilen virtuell. Entsprechende Kritik des Nationalen Begleitgremiums (NBG), des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und auch der Bürgerinitiative verhallt leider bislang wirkungslos, wobei noch nicht einmal die Adressaten solcher Forderungen feststehen.

Damit das Standortauswahlgesetz an verschiedenen Stellen tatsächlich „lernen“ könnte, bedürfte es nämlich vermutlich einiger Gesetzesänderungen, aber solche sind vor den nächsten Bundestagswahlen (und womöglich überhaupt...) wenig aussichtsreich.Während wir alle nun aber gerade zu lernen haben, uns Verhaltensänderungen angewöhnen und Pläne über den Haufen werfen müssen, erweist sich die Grundannahme des Standortauswahlverfahrens, dass es ein „lernendes“ sei, offenbar als Farce. Abhilfe kann hier wohl nur das Bundesumweltministerium schaffen oder das von diesem mit der Fachaufsicht betraute Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

Bei aller Kritik am Verfahren bleibt aber dennoch möglich und im Sinne der Sicherheit auch dringend zu hoffen, dass Gorleben trotz Manipulationen an den Kriterien in der Endlagerkommission und unfairen Voreinstellungen schon in wenigen Wochen im ersten Verfahrensschritt herausfällt, weil an diesem durchlöcherten Salzstock unter der Elbe Ausschlusskriterien greifen oder Mindestanforderungen nicht erfüllt sind.

Mit dieser Hoffnung und auch der, dass wir unsere Distanz bald wieder aufgeben können, wünschen wir Euch einen aktiven Sommer!

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg