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Absichtserklärung: Wir werden Lützerath und das Klima schützen!

Mit dieser Erklärung schließen wir uns zusammen, um mit X-Tausenden Menschen Lützerath zu erhalten und das Klima zu schützen. Die mehreren hundert Millionen Tonnen Kohle unter dem Dorf müssen im Boden bleiben. Wenn die Landesregierung Lützerath räumen und abreißen will, werde ich vor Ort sein und mich der Zerstörung in den Weg stellen. Es ist Zeit, unserer Verantwortung gerecht zu werden und gemeinsam zu handeln. - https://www.x-tausend-luetzerath.de/

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Gorleben Zielort für neue Atommülltransporte?

4.800 Atommüllfässer aus der Landessammelstelle in Leese könnten nach Gorleben zur Zwischenlagerung gebracht werden. Das berichtete kürzlich das niedersächsische Politikmagazin "Rundblick". Der Mietvertrag für die Landessammelstelle in Leese (Landkreis Nienburg/Weser) läuft zum Jahresende 2030 aus. Land und Bund suchen demnach nach einem Ausweichplatz. (mehr …)

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1. Oktober in Lingen

Die Demo in Lingen am 1. Oktober war wichtig. Lingen ist immerhin der Atomstandort, der bisher von dem Atomausstieg ausgenommen ist. Es gibt immer noch Geschäftsbeziehungen zu Rosatom und so füllen wir mit unserem Geld auch noch die Kremelkriegskassen... Zwei deutsche Atommeiler sollen nicht vom Netz, aus Sorge um den europäischen Strommarkt, den besonders der französische Strommangel belastet... (mehr …)

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Lützerath: „Wir haben ein Kreuz aufgestellt.“

Vor der befürchteten Räumung des Klimaschutzdorfes Lützerath treten Aktive der Initiative "Die Kirche(n) im Dorf lassen" mit diesem Bekenntnis vor die Öffentlichkeit: "Eine von uns wird angeklagt, weil sie bei einer Kreuzaufstellung im Tagebauvorfeld dabei war. Eine von sehr vielen. Dieser Strategie von RWE und Justiz, Einzelne herauszugreifen, um die Gruppe einzuschüchtern und zu spalten, stellen wir uns solidarisch entgegen. Unsere Antwort: Wir alle haben ein Kreuz aufgestellt." Dies bekennen knapp 40 Menschen auf einem Plakat mit ihrem Gesicht und ihrem Namen - darunter auch Wendländer:innen. (mehr …)

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„Gas is over – Solidarisch gegen Klimazerstörer“

Am Dienstag, 27.9.2022, beteiligten sich auch Aktivist:innen aus dem Wendland an Protesten im Zusammenhang mit der Gas-Tagung 2022 des Handelsblattes in Berlin.

"Diese aktuellen energiepolitischen Entscheidungen führen in eine Sackgasse. Von der einen fossilen Abhängigkeit geht es zur nächsten fossilen Abhängigkeit, und dass auch in finanzieller Hinsicht", so Bernd Ebeling von der AG Erdgas Erdöl Fracking der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e. V.

Aktionsbericht und Presseerklärung hier

Atomkraftwerk Saporischschja: Attacken, Chaos, Dementis

Mit zwei neuen Artikeln gibt Detlef zum Winkel einen umfassenden Eindruck zur Lage um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja. Einen anhaltenden Beschuss des Atomkraftwerks melden die Nachrichtenagenturen seit Tagen. Wie konkret die Gefahr eines Atomunfalls inzwischen ist, lässt sich daran ablesen, dass die ukrainischen Behörden der Region damit begonnen haben, vorsorglich Jod-Tabletten an die Bevölkerung zu verteilen. Am 1. September traf dort eine Delegation der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) nach gefahrvoller Anreise ein.

Die Artikel lesen:

Atomkraftwerk Saporischschja (Teil 2) Attacken, Chaos, Dementis
Veröffentlicht am 3. September 2022

Atomkraftwerk Saporischschja (Teil 1): Wissenschaftler für sofortige Abschaltung
Veröffentlicht am 2. September 2022

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Das war ein richtig großes, richtig rauschendes Fest an den Atomanlagen Gorleben: mehr als 10.000 Menschen haben gestern das Endlager-Aus in Gorleben und den Atomausstieg gefeiert.

Nach KETTCAR, MAL ELÉVÉ und zahlreichen anderen Bands auf drei großen Bühnen war die Überraschung und das musikalisches Highlight am Abend der Auftritt der wendländischen Band MADSEN. "Du schreibst Geschichte" sangen Tausende Menschen gemeinsam mit den Jungs, die hier zuhause sind - und sich selbst Jahrzehnte am Protest gegen das Endlager beteiligt haben.

"Hunderttausende Atomkraftgegner*innen haben über Jahrzehnte Geschichte geschrieben und am Ende gemeinsam gewonnen. Unser hartnäckiger und vielseitiger Protest hat nicht nur viele Dutzend AKW, die geplanten Wiederaufarbeitungsanlagen und ein Atommüll-Lager im maroden Salzstock Gorleben verhindert. Wir haben alle gemeinsam auch das Abschalten der AKW in Deutschland erzwungen", resümierte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke – die letzten drei von einst 36 werden Ende des Jahres vom Netz gehen.

Zugleich war es die Anti-Atom-Bewegung, die den weltweiten Siegeszug der erneuerbaren Energien mit losgetreten und erst möglich gemacht hat.

"Ab morgen kümmern wir uns dann wieder um die zahlreichen verbliebenen Atom-Probleme, vor allem um den Atommüll, die Endlagersuche und die Zwischenlagerung." Nicht zuletzt deshalb führte die Demo auch direkt vor die Tore der beiden Zwischenlager in Gorleben.

Die einzige Wolke an dem herrlichen Tag: Nur am Rande schafften es die wenigen Helfer:innen der selbstorganisierten Widerstandspartie, auch noch mit den Sammelbüxen über den Platz zu laufen.

Spenden wären deshalb prima an:
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
DE 24 2585 0110 0044 0607 21
Stichwort "Widerstandspartie"

Danke !!!

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PRESSEMITTEILUNGEN

Nukleares Wahlkampfgetöse

5. Oktober 2022

Was Martin Bäumer, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, bei seinem Wahlkampfauftritt in Zernien zum Thema Energieversorgung sagte, kam bei der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) nicht gut an. Er stellte in Frage, dass es – als Folge des Ukrainekrieges und der EU-Sanktionspolitik – lediglich ein Gas-, aber kein Stromproblem gebe.„Hat Bäumer, der direkt von der Windenergy-Messe…

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Gorleben Zielort für neue Atommülltransporte?

3. Oktober 2022

4.800 Atommüllfässer aus der Landessammelstelle in Leese könnten nach Gorleben zur Zwischenlagerung gebracht werden. Das berichtete kürzlich das niedersächsische Politikmagazin „Rundblick“. Der Mietvertrag für die Landessammelstelle in Leese (Landkreis Nienburg/Weser) läuft zum Jahresende 2030 aus. Land und Bund suchen demnach nach einem Ausweichplatz.

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Russisches Uranschiff wieder auf dem Weg – Brandbrief an Bundesminister Lemke und Habeck: „Atomgeschäfte in Lingen mit Russland sofort beenden“

22. September 2022

Mehrere Anti-Atom-Initiativen aus Niedersachsen und NRW sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern in einem Brandbrief an Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ein sofortiges Ende der Atomgeschäfte zwischen der Brennelementefabrik Lingen und dem staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom. Aktueller Anlass ist, dass das russische Atomschiff „Mikhail Dudin“ erneut auf dem Weg von St. Petersburg…

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TERMINE & AKTIONEN

Sa. 8.10.2022GöttingenAtommüllkonferenz
So. 9.10.2022
13 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
Salinas-Gelände
Sonntagsspaziergang
So. 9.10.2022
14 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
an den Kreuzen
Gorlebener Gebet
ökumenische Veranstaltung
Mo. 10.10.2022
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
600. Fukushima Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Drei Botschaften habe ich dem Ergebnis des „Stresstests für das deutsche Stromnetz“, den der Wirtschaftsminister für den Winter 2022/23 bei den Stromnetzbetreibern in Auftrag gegeben hatte, entnommen.

Erstens: Atomkraft könnte keinen oder allenfalls einen marginalen Beitrag im Promillebereich zur Kompensation ausbleibender Gaslieferungen leisten. Zur Einordnung: Im Wohnbereich würde allein der Einbau elektronischer Heizkörperthermostate circa 10 Prozent, eine generelle Temperaturabsenkung um nur ein Grad weitere 6 Prozent Energie einsparen.

Zweitens: Die von verschiedenen Medien und Parteien herbeigeredete „Stromlücke“ im nächsten Winter ist in Wahrheit extrem unwahrscheinlich und träte nur beim gleichzeitigen Eintreten aller ungünstigsten Faktoren auf. Ein derartiges Ergebnis wäre bei vernünftigen Erwägungen natürlich zu erwarten. (Nach dem Motto: „Wenn ich arbeitslos werde und ich mir das Bein breche und das Auto kaputt geht und die Wohnung gekündigt wird und meine Familie mich verlässt ... “)

Drittens: Träte eine Stromlücke dennoch auf, läge diese weniger an den Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine als daran, dass unser Nachbarland Frankreich – im Schulterschluss mit Bayern ... – den Umstieg auf erneuerbare Energien gründlich verschlafen hat und stattdessen immer noch in so hohem Maße auf die veraltete und störungsanfällige Atomkraft setzt. Wegen Korrosionsschäden musste Frankreich dieses Jahr zwölf seiner maroden Atommeiler abschalten, wegen dringender Wartungsarbeiten weitere 18, insgesamt also 30 der 56 Atomreaktoren im Land. Die Tatsache, dass all diesen Atomreaktoren das dringend benötigte Kühlwasser wegen der Klimakatastrophe fehlte, findet dabei noch gar keine Erwähnung ...

Eine weitere Erkenntnis gibt es übrigens in diesem Zusammenhang noch obendrauf: Die extrem klimaschädlichen Steinkohlekraftwerke könnten vom Nachschub abgeschnitten werden, weil der Wasserstand der europäischen Flüsse eben wegen diesen Klimafolgen nicht mehr ausreicht, ihnen die benötigte Steinkohle zuzuführen. Ein Schelm, wer hier Selbstheilungskräfte unseres lebendigen Heimatplaneten Gaia auszumachen meint ...

Obwohl dieses bei Stromerzeugern und Netzbetreibern in Auftrag gegebene Gutachten bei kritischer Würdigung also auch als flammendes Plädoyer gegen Atomkraft und fossile Energieträger gelesen werden kann, versuchen konservative, neoliberale und rechte Kräfte im Lande daraus Argumente für den Weiterbetrieb oder gar Wiedereinstieg in den Dinosaurier Atomkraft herzuleiten. Dahinter steht natürlich nicht nur ideologische, nukleare Verblendung. Es scheint auch ein eiskaltes, wahltaktisches Kalkül zu sein für den Fall, dass die gestiegenen Energiepreise weiter öffentliche Empörung auslösen oder im Wohlstandstaat sogar Versorgungslücken auftreten sollten, um dann nachträglich behaupten zu können, man habe ja bessere Vorschläge unterbreitet. Auf die Belastbarkeit derartiger Behauptungen und die komplexen Gegenargumente käme es dann in der kurzlebigen parlamentarischen und öffentlichen Debatte vielleicht gar nicht mehr an.

Dabei findet der wirkliche Stresstest gerade 2000 Kilometer östlich von den für einen „Reservebetrieb“ auserkorenen AKW Isar 2 und Neckarwestheim statt. Keine 50 Kilometer neben dem mit Abstand größten europäischen Atomkraftwerk hat das ukrainische Personal der Geburtsklinik Saporischschja in seiner berechtigten Sorge vor einem Super-GAU bereits Jodtabletten an die Schwangeren und Mütter ausgeteilt und einen provisorischen Schutzraum mit Inkubatoren, Betten und Sandsäcken im Keller eingerichtet. Die wirkliche Bedrohung unserer freiheitlichen Gesellschaft und einer lebenswerten Zukunft besteht eben nicht in den Sorgen neoliberaler Investoren oder irgendwelcher Blackrock-Manager, sondern trotz der komplexen Erkenntnisse des 21. Jahrhunderts leider immer noch in der brutalen Realität des Krieges. Und auch dieser Krieg wird, wenn es vordergründig manchmal anders scheinen mag, womöglich weniger um Ideologien und Nationalismen geführt als vielmehr um Ressourcen, Rohstoffe und fossile Energien.

Und wem dies nicht klar ist: Der europäische und deutsche Reichtum ist nicht nur auf russisches Gas, Öl und Kohle gegründet. Auch die Hälfte des in Europa „verbrannten“ Urans stammt aus Russland oder von seinen assoziierten Verbündeten. Der russische Staatskonzern Rosatom baut (in Kooperation mit Siemens übrigens) „neue“ Atomreaktoren in der Türkei, in Bulgarien und in Ungarn. Und trotz des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges darf Rosatom über die Uranfabrik im niedersächsischen Lingen weiter französische Atomkraftwerke mit dem Stoff beliefern, aus dem die Bombe ist.

Dieser Wahnsinn muss aufhören. Nicht irgendwann, sondern heute. Keinen Tag länger! Atomausstieg jetzt! Atomwaffen weltweit ächten! Sofort.

Martin Donat,
Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg