22. Februar

Am 44. Jahrestag der Standortbenennung Gorlebens können wir uns freuen, dass wir mit Unterstützung von nah und fern zuwege gebracht haben: Zweimal wurde eine WAA verhindert, die Castortransporte sind gestoppt, das Endlagerprojekt ist vom Tisch. Reinen Tisch aber müssen wir noch machen: Rückbau des Bergwerks bis hin zur grünen Wiese! Abriss der PKA-Ruine.

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Protest zum Jahrestag

Im Zusammenhang mit dem 10 Jahrestag der Fukushima-Katastrophe gibt es eine ganze Reihe von Protestaktionen. Ein unvollständiger Ausschnitt: (mehr …)

Symbolbild Atommüll

Lies kündigt Unterstützung an, doch es kommt keine…

Während der niedersächsische Umweltminister sich mit einem 500.000-Eurobudget für Informationsangebote an von der Endlagersuche betroffene Kommunen rühmt, kommt Hilfe im Wendland nicht an. Schon vor Monaten hatten wir Fragen gestellt, Antworten blieben bislang aus. zur aktuellen Presseerklärung

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Anti-Atom-Erklärung der europäischen Klimagerechtigkeits-Bewegung

Am 9. März stellt das European Climate Justice Movement ihre Anti-Atom-Erklärung vor, die von 83 Gruppen aus 15 Ländern unterzeichnet wurde. Die Unterzeichner*innen wenden sich gegen die jüngsten Versuche von Staatsführern und Atomlobby in ganz Europa, die Atomenergie als Lösung für die Klimakrise darzustellen. (mehr …)

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Neue Gorleben-Rundschau

Der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat eklatante Mängel, so wurden in einem ersten Schritt überwiegend Referenzdaten und Lehrbuchwissen über die Vorkommen von Ton, Kristallin und Salz im Bundesgebiet dargelegt. "Der Bericht kam zu schnell und ist als Diskussionsgrundlage im Rahmen der Fachkonferenz Teilgebiete von geringem Wert", fasst die BI ihre Kritik zusammen. Nachlesbar ist das in der neuen "Gorleben Rundschau". zur aktuellen Ausgabe

Demonstration anlässlich 3 Jahre Fukushima, 10.03.2014 - Dannenberg

10 Jahre nach Fukushima

Am 11. März 2011 havarierten die drei AKW im japanischen Fukushima. Zehn Jahre später sind die Folgen allgegenwärtig. Es gibt keine Perspektiven, weder für eine Bergung des hochradioaktiven Brennstoff aus den Reaktoren, um weitere Kernschmelzen zu verhindern. Nicht für tausende Tonnen belastetes Kühlwassers. Und auch nicht für die Menschen, die einst in der Region lebten.

Am Montag, 8. März, lädt die Fukushima Mahnwache Dannenberg auf den Marktplatz ein, den Opfern der Katastrophe von Fukushima zu gedenken. Beginn ist 18.00 Uhr, unter Einhaltung der gültigen Corona-Bedingungen.

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SALINAS hat „das zentrale Anliegen erreicht“

Nach dem Ende als Endlagerstandort muss der Salzstock in Gorleben zugeschüttet - und kein neues Bergwerk zur Salzförderung aufgebaut werden. Dieser Ansicht sind die Gesellschafter der SALINAS Salzgut GmbH, die sich 1996 mit dem Ziel gründete, in Gorleben "Salz zu fördern statt Atommüll zu lagern". Nun ist "das zentrale Anliegen erreicht" - und die GmbH wird sich auflösen. (mehr …)

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Japans Ex-Premier besorgt über Fukushima-Beben

„Die Stellungnahme 'Alles unter Kontrolle' halte ich für komplett falsch“, sagt Japans früherer Premier Naoto Kan am Sonntag exklusiv bei 'Lesen ohne Atomstrom' zu den aktuellen Ereignissen: dem Beben im Meer vor Fukushima. (mehr …)

Ehrliche Worte!

Das erste Beratung der Fachkonferenz Teilgebiete, eine rein digitale Schattenveranstaltung, offenbarte alle Schwächen dieses formellen Beteiligungsformats in hochkonzentrierter Form. Die Dauerfragen ("Hören Sie mich, ist Ihr Mikro eingeschaltet?"...) übergehen wir mal. (mehr …)

fahnen (12 von 12)

Unsere Wendlandsonne steht auch bei gutem Wetter für den Regenbogen!

Wir protestieren entschieden gegen die Vereinnahmung unserer Wendlandfahne durch Verschwörungserzählungen, Pseudo-Wissenschaft und rechtes „Querdenken“. Leugnung oder auch nur Verharmlosung der unmittelbaren Lebensgefahr durch die Corona-Pandemie ist mit unseren Vereinszielen nicht vereinbar. zum Beitrag

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PRESSEMITTEILUNGEN

Abgeblitzt! Lies kündigt Unterstützung an, doch es kommt keine…

4. März 2021

Große Teile Niedersachsens sind von der Endlagersuche betroffen, 80 Prozent der Fläche und 56 niedersächsische Teilgebiete listete die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in ihrem Zwischenbericht auf, davon sind 45 Landkreise und kreisfreie Städte von einem bzw. mehreren der Teilgebiete berührt. So wundert es nicht, dass der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) zur Unterstützung der Regionen…

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10 Jahre Fukushima – Mahnwache gegen das Vergessen!

1. März 2021

Am 11. März 2011 erschütterte eines der stärksten jemals gemessenen Erdbeben die Ostküste Japans. Das Erdbeben löste einen Tsunami mit bis zu vierzig Meter hohen Wellen aus. Betroffen war auch der AKW-Komplex Fukushima Daiichi, mehrere Kühlsysteme kollabierten und es kam zur Kernschmelze.

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Die neue Gorleben Rundschau ist da!

25. Februar 2021

Der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wirft viele Fragen auf. Umweltinitiativen und Wissenschaftler:innen verweisen auf eklatante Mängel: So wurden von der BGE in einem ersten Schritt überwiegend Referenzdaten und Lehrbuchwissen über die Vorkommen von Ton, Kristallin und Salz im Bundesgebiet dargelegt. „Der Bericht kam zu schnell und ist als Diskussionsgrundlage im Rahmen der Fachkonferenz…

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TERMINE & AKTIONEN

So. 7.3.202113.00 Uhr, Gorlebenjeden Sonntag: Spaziergang um das Bergwerk - bis zum Zuschütten!
So. 7.3.202114.00 Uhr, Gorleben, an den Kreuzenjeden Sonntag: Gorlebener Gebet
Mo. 08.03.2021
18 Uhr
Dannenberg Marktplatz10 Jahre nach Fukushima
Gegen das Vergessen
Kundgebung
Do. 11.03.202110. Jahrestag der Reaktorkatastrophe Fukushima

GORLEBEN RUNDSCHAU

Meine persönliche Neujahrsansprache war in diesem Januar die außergewöhnliche Rede des neuen bolivianischen Vize-Ministerpräsidenten David Choquehuanca aus dem Volke der Aymara, einer Prä-Inka-Kultur und einer der ältesten noch lebenden Volksgruppen der Hochanden. Und auch, wenn manche der tiefen spirituellen Prinzipien dieser „First Nation“ in unserer auf Ausbeutung, Konkurrenz und Verdrängung gegründeten Zivilisation (noch) fremd erscheinen mögen, so liegt doch eines ganz deutlich auf der Hand: Diese Menschen vermochten über Jahrtausende Lebensgrundlagen zu bewahren, die unseren Gesellschaften in wenigen Generationen zwischen den Fingern zerrinnen. Eine der Kernaussagen jenes Philosophen ist wohl, dass auf unserer Erde Alles mit Allem verbunden ist und das eigene Leben nur wirklich gut sein kann, wenn auch das Leben der Anderen gut ist. Oder, um es mit seinen Worten zu sagen: Die Sprache des Lebens, (...) den egoistischen Individualismus durch Empathie für andere und das kollektive Wohl ersetzen (...) und uns als Gleiche betrachten.

Während wir aber so unmittelbar existentiell bedroht sind durch die Freisetzung von Viren aus tiefen Dschungeln, durch Rohstoffverknappung und Ressourcenschwund, durch die Klimakatastrophe und den Artenschwund, haben wir es noch nicht einmal geschafft, die grausigen Dämonen der Vergangenheit hinter uns zu lassen, wie Krieg und Vertreibung, Hunger und Wassermangel, Raubbau und Ausbeutung, fossile Energien und Umweltgifte. Und selbst der Dinosaurier Atomkraft hat sich immer noch nicht zu seinem Ende mit Schrecken niedergelegt, wiewohl er sich in unserem Land gerade anschickt, ein ewiges nukleares Sediment des Anthropozäns auf dieser schönen Erde abzulagern.

Das Verfahren und den entsprechenden Begleitprozess dazu hat der Bundestag zwar vordergründig als „selbsthinterfragend, selbstlernend und partizipativ“ formuliert, aber faktisch bieten die Behörden die bereitgestellten Steuermillionen nicht auf, um diese Beteiligung wirklich zu ermöglichen, sondern vielmehr, um Widersprüche unbemerkt zu glätten, berechtigte Kritik im angeblichen „Faktencheck“ zu diskreditieren, ihre Übermacht als „Herr des Verfahrens“ gegenüber den Betroffenen zu demonstrieren und sich gegen Skeptiker mit Verfahrenstricks einzumauern. Fachleute bescheinigen bereits statt der geforderten Selbstorganisation und Eigeninitiative die Asymetrie der Macht und einen Geist der Überwältigung.

Die „Fachkonferenz Teilgebiete“, in welcher der Zwischenbericht zu möglichen Endlagerformationen eigentlich öffentlich diskutiert werden soll, wird mit Hinweis auf die Pandemie kurzerhand ins Digitale verlagert, obwohl Umweltverbände und Initiativen und neuerdings auch Standortregionen dringend ein Moratorium fordern, bis echte Präsenzveranstaltungen wieder möglich sind. Wahlen für Gremien werden von der Moderation einfach ohne Vorankündigung und unter zweifelhaften Bedingungen durchgeführt, Wortmeldungen zu einem derart haarsträubenden Prozedere als Kandidaturen gewertet und wer dieser angeblich öffentlichen Veranstaltung beiwohnen wollte, musste womöglich irritiert feststellen, dass eine Anmeldefrist galt.

Dabei sieht die Demokratie nicht nur freien Zugang zu öffentlichen Gremiensitzungen vor, sondern auch, diese bei Bedarf (sichtbar!) wieder zu verlassen, sowie möglichen Protest im räumlichen Zusammenhang zum Geschehen durch Versammlungen und Demonstrationen kund zu tun. Werden diese basalen Freiheiten oder ergebnisrelevante Beteiligung nur vorgetäuscht, spricht man für gewöhnlich von „simulativer Demokratie“ ...Damit unser Gemeinwesen also nicht zur digitalen Simulation verkommt, lassen Sie uns unseren Widerspruch auf die Straße tragen, sobald es die pandemische Lage und unser Verantwortungsbewusstsein füreinander wieder risikofrei zulässt.

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg