Jens Spahn nimmt Super-GAU in Kauf – CDU-Politiker mit gefährlichem Atomspiel

Anti-Atomkraft-Initiativen aus Niedersachsen und NRW werfen dem CDU-Politiker Jens Spahn und anderen Befürwortern einer AKW-Laufzeitverlängerung vor, mit ihren beharrlichen Forderungen letztlich einen Super-GAU auch in Deutschland billigend in Kauf zu nehmen. (mehr …)

Große Sorge um AKW-Sicherheit in Ukraine: Entmilitarisierung unter internationaler Aufsicht

Die Friedensnobelpreisträgerin IPPNW, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und Niedersachsen fordern von den vier Regierungen in Berlin, Den Haag, London und Stockholm eine sofortige und entschiedene diplomatische Initiative zusammen mit der UNO, um insbesondere rund um das AKW Saporischschja eine entmilitarisierte Schutzzone unter internationaler Aufsicht einzurichten. Die vier Regierungen sind seit einigen Jahren für die Uran- und Brennelementlieferungen an die heftig umkämpften ukrainischen AKWs zuständig. (mehr …)

Umweltverbände: Atomare Laufzeitverlängerung ist gefährlich und unnötig

Erneut haben Umweltverbände heute bei einer Pressekonferenz in München vor den Risiken einer nuklearen Laufzeitverlängerung gewarnt. Sie wäre gefährlich und unnötig, so die Vertreter:innen vom Bayerischen BUND, von Greenpeace und dem Umwelt-Institut München. Die Physikerin Oda Becker und der Rechtsanwalt Ulrich Wollenteit erneuerten ihre Kritik, die sie vor wenigen Tagen in zwei umfangreichen Stellungnahmen vorgelegt hatten. Es brauche umfangreiche Sicherheitsuntersuchungen und Nachrüstungen, um den Stand von Wissenschaft einzuhalten. Schwer kritisiert wurde auch der TÜV-Süd, der für die bayerische Staatsregierung Gutachten auf Zuruf verfasst habe. Eine Laufzeitverlängerung für die Atommeiler sei kein Beitrag zur Lösung der Probleme und abzulehnen, so das Fazit Dirk Seiferts. Lest/Lesen Sie dessen Blogbeitrag 

Nachtrag:

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_100035644/atomkraft-verlaengern-gruener-warnt-vor-riesendummheit-.html

 

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

 

enerhodar-1

Kamikaze am Atomkraftwerk Saporischschja

Die Wiener Atomenergiekommission (IAEO) ist seit Tagen wegen der Berichte über die jüngsten Kämpfe um das ukrainische Atomkraftwerk alarmiert. Generaldirektor Rafael Mariano Grossi: Es dürfe zu keinem Unfall kommen, die IAEO müsse so bald wie möglich das AKW aufsuchen. „Es ist dringend”. Sein Plan: ein Abkommen über einen Cordon sanitaire für Atomkraftwerke. Beitrag hier weiterlesen: https://bruchstuecke.info/

anti-atom-radtour-in-gorleben.jpg__1200x675_q85_crop_subsampling-2_upscale

Dem Atomausstieg entgegen!

Sollte die Bundesregierung auf Laufzeitverlängerungen setzen, gibt es Protest und deutlichen Widerstand durch uns Anti-Atom-Gegner:innen, kündigen die Teilnehmer:innen der Anti-Atom-Radtour in Gorleben an. zur Pressemitteilung

AtomKernkraftwerk_Saporischschja-700x338

Der Krieg in der Ukraine

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hält uns alle in Atem. Das unermessliche Leid und die Zerstörung, die der Krieg über das ukrainische Bevölkerung bringt, rufen weltweit Proteste hervor. Es gibt zudem eine Flut an Spendenaufrufen. Wir unterstützen die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in der Ukraine, einer Organisation, die in mehr als 70 Ländern mit Mitarbeitenden aus rund 150 Ländern medizinische Nothilfe leistet.

EU-Staaten und Kommission warnen vor strahlenden Bomben

Der Krieg in der Ukraine steigert die Gefahr von Terror mit nuklearen, chemischen oder biologischen Stoffen – das befürchten nach SPIEGEL-Informationen östliche EU-Staaten und die EU-Kommission. Berlin wiegelt ab.

aktuelle Infos hier

kwp_header

Das war ein richtig großes, richtig rauschendes Fest an den Atomanlagen Gorleben: mehr als 10.000 Menschen haben gestern das Endlager-Aus in Gorleben und den Atomausstieg gefeiert.

Nach KETTCAR, MAL ELÉVÉ und zahlreichen anderen Bands auf drei großen Bühnen war die Überraschung und das musikalisches Highlight am Abend der Auftritt der wendländischen Band MADSEN. "Du schreibst Geschichte" sangen Tausende Menschen gemeinsam mit den Jungs, die hier zuhause sind - und sich selbst Jahrzehnte am Protest gegen das Endlager beteiligt haben.

"Hunderttausende Atomkraftgegner*innen haben über Jahrzehnte Geschichte geschrieben und am Ende gemeinsam gewonnen. Unser hartnäckiger und vielseitiger Protest hat nicht nur viele Dutzend AKW, die geplanten Wiederaufarbeitungsanlagen und ein Atommüll-Lager im maroden Salzstock Gorleben verhindert. Wir haben alle gemeinsam auch das Abschalten der AKW in Deutschland erzwungen", resümierte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke – die letzten drei von einst 36 werden Ende des Jahres vom Netz gehen.

Zugleich war es die Anti-Atom-Bewegung, die den weltweiten Siegeszug der erneuerbaren Energien mit losgetreten und erst möglich gemacht hat.

"Ab morgen kümmern wir uns dann wieder um die zahlreichen verbliebenen Atom-Probleme, vor allem um den Atommüll, die Endlagersuche und die Zwischenlagerung." Nicht zuletzt deshalb führte die Demo auch direkt vor die Tore der beiden Zwischenlager in Gorleben.

Die einzige Wolke an dem herrlichen Tag: Nur am Rande schafften es die wenigen Helfer:innen der selbstorganisierten Widerstandspartie, auch noch mit den Sammelbüxen über den Platz zu laufen.

Spenden wären deshalb prima an:
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
DE 24 2585 0110 0044 0607 21
Stichwort "Widerstandspartie"

Danke !!!

Auf der Suche nach Inhalten?

PRESSEMITTEILUNGEN

Jens Spahn nimmt Super-GAU in Kauf – CDU-Politiker mit gefährlichem Atomspiel

17. August 2022

Anti-Atomkraft-Initiativen aus Niedersachsen und NRW werfen dem CDU-Politiker Jens Spahn und anderen Befürwortern einer AKW-Laufzeitverlängerung vor, mit ihren beharrlichen Forderungen letztlich einen Super-GAU auch in Deutschland billigend in Kauf zu nehmen.

Mehr Lesen

Große Sorge um AKW-Sicherheit in Ukraine: Entmilitarisierung unter internationaler Aufsicht

16. August 2022

Die Friedensnobelpreisträgerin IPPNW, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und Niedersachsen fordern von den vier Regierungen in Berlin, Den Haag, London und Stockholm eine sofortige und entschiedene diplomatische Initiative zusammen mit der UNO, um insbesondere rund um das AKW Saporischschja eine entmilitarisierte Schutzzone unter internationaler Aufsicht einzurichten. Die vier Regierungen sind seit…

Mehr Lesen

Lützerath: Liturgische Nachtwache mit dem Aachener Friedenskreuz zum Antikriegstag

9. August 2022

Pressemitteilung von „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ vom 8. 8. 2022 Liturgische Nachtwache mit dem Aachener Friedenskreuz zum Antikriegstag *Bleibet hier und wachet mit mir – für politischen und ökologischen Frieden* In der Nacht vom 31. August zum 1. September vor Eckardt Heukamps Hof in Lützerath

Mehr Lesen

TERMINE & AKTIONEN

Fr. 19./ Sa. 20.8.22Ventschaue-Ventschau 2022
Musik & Vorträge - zugunsten der Kinder von Tschernobyl & Fukushima. Infos: e-ventschau.de
So. 21.08.2022
13 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
Salinas-Gelände
Sonntagsspaziergang
So. 21.08.2022
14 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
an den Kreuzen
Gorlebener Gebet
ökumenische Veranstaltung
Mo. 22.08.2022
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Recht hat Olaf Scholz, wenn er die AfD im Bundestag wegen ihrer populistischen Äußerungen zum Ukraine-Krieg und zu Nordstream 2 „nicht nur eine rechtspopulistische Partei, sondern auch die Partei Russlands“ bezeichnet (obwohl „Partei Putins“ sicherlich weitaus treffender gewesen wäre). Was der Kanzler dabei geflissentlich übersieht: Diejenigen, die den nuklear-fossilen Kleptokraten dieser Welt ihr schmutziges Geschäft retten wollen, hat er längst im eigenen Bett. In einem absurden Minderheitenvotum hatte das Europaparlament in der ersten Juliwoche Investitionen in Erdgas als ebenso „ökologisch nachhaltig“ eingestuft, wie Investitionen in Atomenergie – das eine ein peinliches Zugeständnis an das fossile Deutschland, das andere an das nukleare Frankreich. Der ganze Sinn einer erneuerbaren, europäischen Taxonomie fiel damit wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ermuntert von diesem Coup werden aktuell auch die konservativen und neoliberalen Rufe nach „Laufzeitverlängerung“ (der Atomkraftwerke) wieder laut. Zur Erinnerung: Wir sprächen hier vom Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg... (Kommen Sie noch mit?)

Beim Beschluss zum Ausbau erneuerbarer Energien blieb die FDP gerade noch im Boot der Ampel-Koalition. Aber jetzt packt BlackRock-Aufsichtsrat Friedrich Merz wieder massiv die alte Mär von der „Brückentechnologie“ Atom aus. Die grüne Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden nennt das zwar treffend eine „Phantomdebatte“, denn selbst die Betreiber winken das absurde Ansinnen aus Sicherheitsgründen ab. Außerdem hilft Deutschland gerade Frankreich massiv mit erneuerbarem Strom aus, weil dort die stets unzuverlässigen Atommeiler heruntergefahren werden müssen. Und zu guter Letzt braucht es auch für Atomkraftwerke Brennstoff, und dieser kommt bei deutschen Atomkraftwerken: natürlich hauptsächlich aus Russland und von seinem Verbündeten Kasachstan.

Auch Uran von anderswo auf dem Weltmarkt würde die Preisspirale nur nach oben und damit alle Sanktionen hintertreiben. Südkorea geht gerade auf diese Leimrute, und selbst in Japan soll angeblich der Widerstand gegen AKW schwinden – der Weltmarktführer für Uran lacht sich ins Fäustchen. Herr Merz weiß diese Hintergründe natürlich. Auf einschlägigen Aktionärsseiten wird einem jedoch aktuell ein Uran-Boom untergejubelt. Dabei ist der Schwellenpreis zur Exploration neuer Uranminen glücklicherweise trotz rasantem Anstieg noch lange nicht erreicht. Aber wie es in der Marktwirtschaft ethisch entgrenzte Spekulationen auf Hunger, Krieg, Katastrophen, Rohstoffe, Energie und auf Wohnraum gibt, finden eben auch Wetten auf Waffen, Uran und Atomkraft statt.

Putins völkerrechtswidriger Angriffskrieg treibt die Energiepreise nach oben – unwidersprochen. Aber wissenschaftliche Analysen sagen auch: Spekulationen auf Energie treiben die gesellschaftlichen und geopolitischen Krisen an und sind ursächlich für Kriege in unserer Welt. Öl, Kohle, Gas und Uran sind Rohstoffe, für deren Ausbeutung es multinationaler Konzerne und geopolitischer Abkommen bedarf. Sonne, Wind und Biomasse sind dagegen zutiefst demokratische Energieträger. Wir als Gesellschaft hätten diesen Schritt in eine nachhaltige Zukunft schon 1980 mit der „Republik Freies Wendland“ oder der Enquete-Kommission „Zukünftige Kernenergie-Politik“ tun können. Es wäre uns sehr viel erspart geblieben. Wer vierzig Jahre später aber noch mit denselben fossil-nuklearen Konzepten daherkommt, den kann man nur noch unter die „Ewiggestrigen“ zählen...

Auf Sonne, Wind und Wegen.

Martin Donat,
Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg