Voelkel: Gewinnspiel für Umweltschutz-Engagierte
Auf facebook könnt ihr bis zum 8.8. an einem Gewinnspiel teilennehmen, bei dem Voelkel fünf Exemplare des Buchs "Das Wunder von Gorleben - Der Beitrag des Wendlands zur Energiewende" von Wolfgang Ehmke" verlost. (mehr …)
Bundesrepublik muss Atomwaffen verbieten – Gedenken an Hiroshima und Nagasaki
Während mit Blick auf den Krieg Russlands in der Ukraine die Risiken einer auch nuklearen Eskalation wachsen, gedenken weltweit Menschen den Opfern der von den USA vor 78 Jahren über Hiroshima und Nagasaki abgeworfenen Atombomben. Die jeweils mit dem Nobelpreis ausgezeichneten “Internationale Ärzt:innen zur Verhütung des Atomkriegs” (IPPNW) und ICAN setzen sich – gemeinsam mit vielen Partnern in aller Welt, darunter neuerdings auch der BUND und die Naturfreunde – dafür ein, den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterschreiben. Die Bundesrepublik verweigert diese Unterschrift bislang. (mehr …)
Japan will kontaminiertes Wasser aus Fukushima ins Meer einleiten

Koreanische und japanische Gewerkschaften protestieren gemeinsam - „In Fernost geht die Angst vor verstrahlten Fischen um. Denn Japan will leicht kontaminiertes Wasser aus dem 2011 durch ein Erbeben mit anschließender Flutwelle zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in den freien Pazifik einleiten, an der Ostküste des Inselstaates. Das ist zwar relativ weit weg von den Nachbarn Südkorea, China, Taiwan oder Hongkong. Doch das Gebiet gehört für sie alle zu den umgebenden Gewässern und den wichtigen Fischgründen. (mehr …)
Das „Wunder“ on tour
Wolfgang Ehmke ist mit seinem neuen Buch "Das Wunder von Gorleben" weiter unterwegs.
Die nächste Lesestation ist Ventschau: am 12. August um 18 Uhr im Rahmen der https://e-ventschau.de/. Im Mittelpunkt der Lesung mit anschließender Diskussion steht die Notwendigkeit des zivilgesellschaftlichen Protests als Korrektiv für energie- und klimapolitische (Fehl-) Entscheidungen.
Kontakt: Wolfgang Ehmke 0170/510 56 06
Gorleben, ein Wunder, ein Buch, gegen Atomgefahren - und für bessere Alternativen. Eine erste Rezension.
Matthias Eickhoff hat sich nicht nur das "Wunder"-Buch durchgelesen, sondern auch "Das unheimliche Element" von Horst Hamm. https://sofa-ms.de/?p=2742
Fachgutachten deckt Probleme der verlängerten Zwischenlagerung von Atommüll auf
„Nirgendwo in der Welt gibt es bisher Erfahrungen mit einer Zwischenlagerzeit von mehr als 50 Jahren“, warnt die Physikerin Oda Becker. Sie hat im Auftrag für den BUND ein Fachgutachten zu den Problemen der verlängerten Atommüll-Zwischenlagerung vorgelegt und wird das am kommenden Freitag im Rahmen einer Fachtagung in Hannover vorstellen. (mehr …)
Ökostrom reloaded
Der persönliche Atomausstieg war möglich durch den Wechsel des Anbieters. Das haben viele Menschen begriffen und entsprechend gehandelt, doch jetzt geht es weiter: Jetzt steht im Fokus, welche Anbieter weiterhin Kohle und Gas verstromen und sich trotzdem gern ein grünes Mäntelchen geben.
Robin Wood hat seinen Ökostromreport aktualisiert. (mehr …)
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PRESSEMITTEILUNGEN
Freie Republik Wendland im Deutschen Architekturmuseum
Das Hüttendorf der Freien Republik Wendland, die Besetzung der Tiefbohrstelle 1004 zur Erkundung des Salzstocks Gorleben im Jahr 1980, ist nunmehr Teil einer Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums zur Protestkultur zwischen 1848 und 2023 im Frankfurter Ostend.
Mehr LesenBASE-Chef Wolfram König will mehr Tempo bei der Endlagersuche
Der Präsident des Bundesamts für die Sicherheit nuklearer Entsorgung (BASE), Wolfram König, fordert, dass spätestens 2046 der Standort für ein Atommüllendlager feststehen soll. „Aber er sagt nicht, wie eine solche Festlegung erreichbar ist“, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Im November letzten Jahres war bekannt geworden, dass der angepeilte Termin 2031 nicht zu halten sei.…
Mehr LesenRückbau der Pilotkonditionierungsanlage Gorleben – BI macht Druck
12 ½ Jahre ist es her, da titelte das Hamburger Abendblatt „Schutz vor Terrorismus. Eine Mauer für Gorleben“. Neue Bedrohungsszenarien nach Nine Eleven sollten zum Schutz gegen „Sonstige Einwirkungen Dritter“ greifen. Immer wieder wurde der Mauerbau in Aussicht gestellt. Zugleich soll die Pilotkonditionierungsanlage (PKA) zurückgebaut werden und da gibt es eine verhängnisvolle Koppelung: die Sicherheitswarte…
Mehr LesenTERMINE & AKTIONEN
| Fr. 11./12.08.2023 | Ventschau, Hof Thiele, Am Bruch 1 21371 Tosterglope | e-Ventschau 9. Benefiz Open Air Festival für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima |
| Sa. 12.08.2023 18 Uhr | Ventschau, s.o. | "Über die Notwendigkeit zivilgesellschaftlichen Protests"- Wolfgang Ehmke liest aus dem "Wunder von Gorleben" mit anschl. Gespräch |
| So. 13.08.2023 13 Uhr | Gorleben, Salinasgelände, Beluga Schiff | Sonntagspaziergang rund um das Bergwerksgelände |
| So. 01308.2023 14 Uhr | Gorleben, an den Kreuzen | Gorlebener Gebet, Hiroshima-Gedenken |
GORLEBEN RUNDSCHAU
Es dampft, es sprüht, es tröpfelt, es tropft, es gluckert, es blubbert, es rieselt, es quillt, es schwallt, es rinnt, es stiebt, es stäubt, es fließt, es strömt, es saugt, es gluckst, es strudelt, es mäandert, es schwemmt, es flutet, es steigt, es sinkt, es peitscht, es gischtet, es schäumt, es steht, es geht, ...
Sein hydrostatisches Paradox sollten wir noch aus der Schule kennen, die Dichteanomalie ohnehin, wenn auch nicht immer unter diesem Namen, und wenn wir sie auch manchmal schmerzlich vor dem Eintritt des Winters vergessen; Leonardos Paradoxon wurde erst diesen Winter nach 500 Jahren enträtselt und das Nano-Paradox überhaupt erst im letzten Jahr entdeckt. Dennoch bleibt das Elexier des Lebens stets mehr als nur ein schnöder physikalischer Stoff, vielmehr eine eigene fluide Wesenheit, der wir womöglich unser Dasein verdanken: unser Wasser.
„Wir haben den Wasserkreislauf durchbrochen, Ökosysteme zerstört und Grundwasser verseucht“, sagte UN-Generalsekretär Guterres diese Woche zur Eröffnung der UN-Wasserkonferenz in New York. Drei von vier Naturkatastrophen hingen mit dem Wasser zusammen, und Umweltministerin Steffi Lemke ergänzte, Wassermangel stehe „im Mittelpunkt der drei großen Umweltkrisen – Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Umweltverschmutzung“.
Aktuell will übrigens die japanische Regierung 1,2 Milliarden Liter radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem havarierten Atomkomplex Fukushima in den Pazifik ablassen und gleichzeitig wieder zur Atomenergie zurückkehren. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat dieses Vorgehen gebilligt und verweist darauf, das Wasser würde schließlich vorher doppelt gefiltert und es würden lediglich radioaktives Tritium und radioaktiver Kohlenstoff im Abwasser verbleiben. Der Grenzwert der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) für Tritium werde zwar um das Sechsfache überschritten, aber im Ozean trete dann gleich eine Verdünnung ein. Die Hälfte des schwachen Alphastrahlers Tritium werde normalerweise auch schon nach zehn Tagen aus dem Körper wieder ausgeschieden – mit einer Halbwertszeit von etwa zwölf Jahren zerfiele das Element ohnehin ziemlich schnell. Nur ein Imageschaden für die Fischerei, befindet die derzeitige japanische Regierung und propagiert deshalb eine „Aufklärungskampagne“. Diese Atomenergie-Organisation, die sich wegen ihrer regulatorischen Aufgaben in den Vereinten Nationen in punkto Atomwaffensperrvertrag, Nuklearschmuggel und nuklearer Sicherheit gerne den Anschein einer „Behörde“ gibt, hat sich tatsächlich die Förderung der sogenannten „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ auf die Fahnen geschrieben. Schon 2011, in der Nuklearkatastrophe von Fukushima, sah sich die IAEO dem berechtigten Vorwurf der internationalen Ärzteorganisation IPPNW ausgesetzt, die japanische Bevölkerung nicht ausreichend über die Gesundheitsgefahren aufgeklärt und sich insbesondere nicht für die Evakuierung von Frauen, Schwangeren und Kindern eingesetzt zu haben. Vielmehr trete dieser Zusammenschluss von Nuklear-Nationen stets für den Ausbau und die Weiterverbreitung der Atomenergie ein.
Während nun das Meer die Spuren der Zauberlehrlinge „verdünnen“ soll, weiß man erst seit 2008, dass die radiologische Wirkung von Tritium, das auf natürliche Weise nur in geringsten Spuren auf der Erde vorkommt und erst mit den Atombombentests in Atmosphäre und Grundwasser gelangte, bislang wohl stark unterschätzt wurde und es sich beispielsweise auch in die Erbsubstanz einlagert.
Aber bis zum Pazifik müssen wir mal wieder gar nicht schauen; Während wir nämlich diesen Monat die endlose Katastrophe Atomkraft nach Jahrzehnten bei uns zumindest zum Stillstand gebracht haben werden, nimmt die Katastrophe des Wassers inzwischen gleich vor unserer Haustür ihren Lauf ...
Bei all dem Elend: Lassen wir uns nicht den Mut nehmen, für das Leben und für eine bessere Welt einzutreten, und vor allem: Lassen wir uns für dieses Anliegen nicht auch noch kriminalisieren! Denn als (angeblich) „unappetitliches Pack“ (Zitat Ex-Bundesinnenminister Manfred Kanther (CDU)) haben wir Wendländer:innen schon vor exakt 40 Jahren während der „Lüchow-Dannenberger Passionsspiele“ den „Kriminaltango“ getanzt!
Martin Donat,
Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg