Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Ernste Mienen am Notdeich in Neu Darchau: Besuch des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) während des Elbhochwassers 2013 in Lüchow-Dannenberg. V.l.n.r.: Landrat Jürgen Schulz, Bürgermeister Raf Hinneberg, Samstgemeindebürgermeister Jürgen Meyer, Ministerpräsident Stephan Weil 

Ort: Neu Darchau
Copyright: Karin Behr
Quelle: PubliXviewinG

Wird Gorleben wirklich „niemals“ ein Endlager?

Ministerpräsident Stefan Weil kommt auf seiner Sommertour im Wendland vorbei. Aus diesem Anlass fordern wir von ihm klare Worte zur Endlagersuche. – zur Presserklärung

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Szenario Flugzeugabsturz – Castorlager ist nicht sicher!

In den USA ist ein Militärjet in eine Lagerhalle gestürzt. In Lubmin wird ein neues Atommüllzwischenlager gebaut, dass neue Sicherheitsmaßstäbe gegenüber Flugzeugabstürzen und Beschuß von außen setzt. Die Castorhalle in Gorleben genügt diesen Maßstäben nicht und ein Flugzeugabsturz ist realistisch. Wir fordern ein sofortiges Flugverbot über Gorleben! (mehr …)

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Gorleben geht gar nicht!

Wasser drüber, Gas drunter – das war im Kern bereits bekannt, als im Februar 1977 der damalige niedersächsische Ministerpräsident Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein „nukleares Entsorgungszentrum“ bestimmte.  (mehr …)

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Beteiligung wider Willen

Der wendländische Widerstand wurde am Montag als Kulisse für die staatlichen Atommüllbehörden missbraucht. (mehr …)

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Wo sind die Atommüllfässer?

Gasse A des Abfalllagers Gorleben musste bis zum 13. Juni geräumt werden. Der Verbleib vieler Fässer ist bekannt. Aber wo ist der Rest, sind 233 Atommüllfässer verschwunden? fragt die BI. – zur Pressemitteilung

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Endlagersuche: Gorleben fliegt 2020 raus – oder etwa nicht?

Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, dann wird Gorleben Ende 2020, im ersten Schritt des laufenden Suchverfahrens nach einem Atommülllager, rausfliegen. Michael Sailer, Kopf des Öko-Instituts Darmstadt und Vorsitzender der Entsorgungskommission (ESK), bestärkt uns jetzt in dieser Annahme bzw. Forderung. zur Pressemitteilung

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PRESSEMITTEILUNGEN

Ministerpräsident Weil auf Sommertour im Wendland

25. Juni 2019

In das beschauliche Rundlingsdorf Lübeln führt den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil am 2. Juli dessen Sommertour. Ein Anlass für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), den SPD-Politiker an seine Ausführungen zur Endlagersuche und die Rolle Gorlebens zu erinnern.

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233 Atommüllfässer verschwunden? Verschiebelager Ahaus

20. Juni 2019

Rostfässer in Gorleben machten in den vergangenen Jahren immer wieder Schlagzeilen. 26 schadhafte Fässer wurden bei Inspektionen entdeckt, mal war nur Farbe abgeplatzt, mal waren sie an- oder sogar durchgerostet. Der Grund für die Auslagerungskampagne der insgesamt 1.309 Gebinde war, dass die Einlagerungsgenehmigung dieser Einzelfässer am 13.06.2019 auslief.

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Russischer Staat will Umweltschützer mundtot machen

19. Juni 2019

Eine Woche nach den massenhaften Festnahmen von Regierungskritikern in Russland bedrohen die Behörden des Landes nun auch die renommierte NGO Ecodefense, eine der ältesten Umweltorganisationen des Landes. Wie die deutschen Partnerorganisationen Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und urgewald erfuhren, haben die russischen Behörden am 30. Mai fünf Strafverfahren gegen Ecodefense eingeleitet, bei denen der Geschäftsführerin Alexandra…

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TERMINE & AKTIONEN

Sa. 29.06.19
11-16 Uhr Abschied - letzter Tag der Ausstellung
Lüchow
Kreishaus
Der Gorleben-Treck nach Hannover
Mo. 1.07. 2019
18.00 Uhr
Marktplatz LüchowMahnen für den Klimaschutz
(Initiator*innen: Wachstumswende Wendland)
Mo. 1.07.2019
18 Uhr
Dannenberg
Markt
Fukushima-Mahnwache
So. 7.07.2019
11.30 Uhr
Gorleben
Atomanlagen
Beluga-Schiff
Infogespräch für Gäste und Interessierte
im Anschluss Gelegenheit zum Sonntagsspaziergang (13 Uhr) rund um das Endlagerbergwerk und das Gorlebener Gebet (14 Uhr)

GORLEBEN RUNDSCHAU

„Es war einmal eine Stadt, in der alle Geschöpfe in Harmonie mit ihrer Umwelt zu leben schienen...“. So begann vor einem halben Jahrhundert ein Buch, welches die Wahrnehmung von Generationen verändern sollte: Der stumme Frühling. Obwohl dieses Sachbuch die katastrophalen Folgen eindrücklich darlegte, wurde die Anwendung des im Buch angeprangerten Agrargiftes DDT in der westlichen Welt erst ein Vierteljahrhundert später eingestellt; in Indien dauert die Produktion übrigens bis heute an.

Können Sie sich eigentlich eine Million vorstellen? Laut dem Artenschutzbericht der UN sind derart viele Tier- und Pflanzenarten, und damit ein Achtel aller Arten, gerade aktuell vom Aussterben bedroht, darunter 40 Prozent aller Amphibien und 25 Prozent aller Säugetiere. Für dieses Massensterben ursächlich sind aber nicht allein Pflanzenvernichtungsmittel wie Glyphosat oder Insektengifte wie Neonicotinoide, sondern auch die massive Veränderung von Lebensräumen sowie der menschengemachte Klimawandel.

Bereits drei Viertel der Naturräume an Land und zwei Drittel im Meer sind erheblich durch den Menschen verändert und damit geschädigt. Beginnen aber die Ursachen der Klimakatastrophe schon innerhalb unserer vier Wände, so fängt auch die Zerstörung von Habitaten unmittelbar vor der Haustür an. Bei mir in der Nähe wurde beispielweise gerade eine verwunschene Schrebergartenkolonie voller uralter Bäume mit dem Bulldozer weggeschoben, um dem siebten Supermarkt unserer Zwergstadt Platz zu machen. Der bisherige Markt bleibt dabei als vollversiegelte Industriebrache nutzlos zurück. Erschreckend klein ist dagegen der „gewonnene“ innerstädtische Bauplatz, nachdem mit der bisherigen grünen Lunge auch der Artenreichtum eines Regenwaldes unwiederbringlich abgeräumt war...

Ob es alte Straßenbäume, Hecken, Krautsäume oder kleinräumige Landschaftsstrukturen sind, immer gibt es angeblich unausweichliche Sachzwänge, warum sie weichen müssen: Verkehrssicherheit, Straßenbau, Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze, Deichbau, technologischer Fortschritt oder Wohnraumbedarf fordern ihren Tribut.

Hilflos erscheinen dagegen oft die gesetzlich geforderten „Ausgleichsmaßnahmen“, wie beispielsweise mit hohem Kosten- und Bauaufwand konstruierte künstliche Lebensräume. So ist es ja auch noch niemandem gelungen, einen jahrhundertealten Wald nachzupflanzen oder eine ausgestorbene Art in die Welt zurück zu holen.

Es könnte also womöglich nicht so sehr geboten sein, noch mehr zu unternehmen, sondern vielmehr, erheblich mehr zu unterlassen. Ein Leitsatz, den wir uns auch für die Klimadebatte zu Herzen nehmen sollten...

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg