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Pfingstfreitag • 3. Juni 2022 • ab 14.00 Uhr an den Atomanlagen Gorleben.

Infos & Programm: https://kulturelle-widerstandspartie.de/

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Schacht Konrad mit Pauken und Trompeten stoppen

Baustopp sofort! 40 Jahre sind genug! Sternfahrt und Umzingelung von Schacht KONRAD am 22. Mai. (mehr …)

Stillleben am Rande der Kulturellen Widerstandspartie am Bergwerk in Gorleben im Zuge der Kulturellen Landpartie.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

KLP-Veranstaltungskalender der BI

Die Kulturelle Landpartie im Wendland findet wie gewohnt zwischen Himmelfahrt (26.5.) und Pfingstmontag (6.6.) statt. Die BI bietet den vielen Besucher*innen wieder ein umfangreiches Angebot. Höhepunkt wird dieses Jahr die letzte Widerstandspartie am Freitag vor Pfingsten sein. (mehr …)

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Krieg in der Ukraine

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hält uns alle in Atem. Das unermessliche Leid und die Zerstörung, die der Krieg über das ukrainische Bevölkerung bringt, rufen weltweit Proteste hervor. Es gibt zudem eine Flut an Spendenaufrufen. Wir unterstützen die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in der Ukraine, einer Organisation, die in mehr als 70 Ländern mit Mitarbeitenden aus rund 150 Ländern medizinische Nothilfe leistet.

Ärzte ohne Grenzen: Situation in Mariupol "totale Katastrophe"

1.20 Uhr, 3.5.2022: Die humanitäre Lage in der umkämpften ukrainischen Hafenstadt Mariupol ist nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen desaströs. "Nach dem, was wir bisher an Informationen haben, lässt sich klar sagen: Es ist die totale Katastrophe", sagte die Notfallkoordinatorin der Organisation für die Ukraine, Anja Wolz, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Das tatsächliche Ausmaß an menschlichem Leid in der belagerten Metropole werde erst in Zukunft vollständig sichtbar werden. "Wir machen uns, glaube ich, keine Vorstellung davon, was wir dort noch sehen werden. Butscha, Irpin und Hostomel sind nur die Spitze des Eisbergs", sagte Wolz.

aktuelle Infos hier

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Die Osterausgabe der Gorleben Rundschau liegt vor

Die Themen „Krieg“ und „Krise“ stehen im Mittelpunkt der neuen Gorleben Rundschau (GR), die von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) herausgegeben wird. (mehr …)

Hallo Leute, kennt ihr den Pro-Atom-Film bei den Youtube-Erklärfilmen von „Kurzgesagt“? Darin wird auf verkürzte Weise Atomkraft als notwendiger Baustein zur Klimarettung dargestellt. „Kurzgesagt“ hat den Film wegen heftiger Kritik schon etwas nachgebessert. (mehr …)

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Anti-Atom-Radtour

Erfolge feiern und bleibende Probleme benennen, ist das Ziel der großen Anti-Atom-Radtour im Ausstiegsjahr 2022, zu der auch die BI herzlich einlädt. Die Nordtour wird in Gorleben enden. Fährst du mit? Eine Etappe, mehrere Strecken? Dann melde Dich jetzt an! - Infos hier bei .ausgestrahlt

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PRESSEMITTEILUNGEN

Protest gegen den Schacht KONRAD

17. Mai 2022

Vor einem Jahr wurde beim niedersächsischen Umweltministerium in Hannover von Naturschutzverbänden der Antrag eingereicht, den Planfeststellungsbeschluss zur Errichtung eines Atommüllendlagers im ehemaligen Erzbergwerk Schacht KONRAD bei Salzgitter zu widerrufen. Mit einer Fahrrad-Sternfahrt und der Umzingelung von Schacht Konrad soll am kommenden Sonntag (22. Mai) ab 14 Uhr gegen den Bau des Atommüllendlagers protestiert werden, um…

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KENFO – Fass ohne Boden?

16. Mai 2022

Der Staatsfonds KENFO verwaltet 24 Mrd. Euro, diesen Betrag haben die Energiekonzerne für die Kosten der Zwischenlagerung und Endlagerung des Atommülls eingezahlt und sich vom Acker gemacht. Dieses Geld muss durch eine geschickte Anlagenstrategie „vermehrt“ werden, dabei soll es laut gesetzlicher Vorgabe nachhaltig angelegt werden. Das scheint nach Recherchen von FragDenStaat nicht der Fall, schreibt…

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Nachrichten an eine ferne Zukunft – Wissensweitergabe durch Geschichten über Atommüll-Endlager?

3. Mai 2022

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Müll hat begonnen. Auch wenn der Salzstock Gorleben gleich in einem ersten Vergleichsschritt herausgefallen ist, bleibt das Wendland mit vier Tongebieten im Rennen und mit den Zwischenlagern in Gorleben auf lange Zeit Atommüllregion.Mit der fünften Folge ihrer Konferenzserie „Atommüll und seine Endlagerung“ ist die Stiftung „Leben & Umwelt/Heinrich…

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TERMINE & AKTIONEN

So. 22.05.2022
13 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
Salinasgelände
Sonntagsspaziergang
So. 22.05.2022
14 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
an den Kreuzen
Gorlebener Gebet
So. 22.05.2022
14 Uhr
Schacht KONRAD
Umzingelungsaktion
20 Jahre Planfeststellungbeschluss Schacht KONRAD. Infos => https://www.ag-schacht-konrad.de/
Mo. 23.05.2022
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

Mit dem Werk Wolfgang Borcherts versuchte meine Mutter schon sehr früh, mir das Kriegstrauma meines Vaters nahe zu bringen und damit auch ihr eigenes, das eingebrannte Trauma einer ganzen Trümmergeneration. „Sag Nein!“ wurde zum Credo in dem klaren Bewusstsein, dem Volk der Täter zu entstammen, das über die unfassbare Shoa und den Porajmos, über Euthanasie und Rassenwahn hinaus auch millionenfachen Tod in seinen verbrecherischen Angriffskriegen über die Völker der Welt gebracht und die Städte Europas in Schutt und Asche gelegt hatte.

Es zerreißt das Herz, mitten im 21. Jahrhundert Millionen Alte, Frauen und Kinder auf der Flucht erleben und die Logik ertragen zu müssen, nach welcher Männer zurück an die Front geschickt werden. Es zerreißt die Seele, ein Menschenleben nach der Apokalypse des zweiten Weltkrieges wieder Städte inmitten Europas in Trümmer fallen zu sehen. Und es zerreißt mein Hirn, dass nach 77 Jahren wieder Waffen in genau jene Region gesandt werden, in der mein jugendlicher Vater erstmals in das Grauen des nationalsozialistischen Krieges gezwungen wurde. Eine Mahnung auf ewige Zeiten, hatten wir gedacht. Aber ich gestehe, dass ich einen verbrecherischen, totalitären Aggressor von anderswo nicht in letzter Konsequenz mitgedacht hatte. In den Tiefen meiner Erinnerung erklingt Churchills Rede „Blood, Sweat, Tears“.

Natürlich war es richtig gewesen, nach dem Ende des kalten Krieges die Annäherung an Russland im fairen Handel zu suchen. Aber ebenso ist es nun angesichts der brutalen Fakten geboten, die in diesen Jahren entstandene Abhängigkeit sofort zu beenden. Unerträglich dabei unser Kriegs-Merkantilismus, auch nur einen Tag weiter die Waffen der anderen Seite zu finanzieren, während wir sie der einen liefern. Selbstverständlich müssen jetzt die schweren Versäumnisse der Ära-Merkel aufgeholt und unverzüglich der Ausbau der Erneuerbaren vorangetrieben werden. Aber das wirkliche Potenzial, welches sich darüber hinaus auch noch schnell realisieren ließe, liegt ohne Zweifel in der Energieeinsparung. Sollte es uns gelingen, den russischen Anteil an unserem Energieverbrauch von ungefähr einem Drittel sofort einzusparen, hätten wir nicht nur den Menschen in der Ukraine geholfen, sondern uns auch schlagartig unseren Klimazielen angenähert und damit auch zukünftigen Versorgungskriegen vorgebeugt. Dass derart große Einsparungen gar nicht so unrealistisch sind, zeigt beispielsweise die Anpassung der allgemeinen Fahrweise an die gegenwärtigen Benzinpreise, die zwar von Spekulationen der Erdölkonzerne bestimmt sind, aber noch weit von ihrem wirklichen Klimapreis entfernt liegen. Dass Atomkraft keinen Beitrag mehr zur Energielücke leisten kann, belegt nicht nur eine aktuelle Prüfung des Wirtschaftsministeriums. Atomare Anlagen erweisen sich darüber hinaus fast täglich als unmittelbare nukleare Bedrohung des Krieges in Europa.

„Verdunkeln für den Frieden“! Senken wir also unseren Energieverbrauch in allen Sektoren. Wir bleiben auch dann noch eines der reichsten Länder der Erde und weit von dem entfernt, was uns blühen könnte, wenn wir diesen Krieg weiter nähren oder unsere Klimaziele verfehlen.

Martin Donat,
Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg