Gorleben ist raus. Reaktionen aus der BI

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Mitbestimmung statt inszenierter Beteiligung

"Ohne Transparenz, ohne ‚Augenhöhe‘ und ohne Sicherstellung eines wissenschaftsbasierten Prozesses ist dieses Verfahren zum Scheitern verurteilt": Die Suche nach einem sogenannten Endlager für Atommüll in Deutschland muss unter wirksamer Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen, fordern .ausgestrahlt, BUND und BI im Rahmen einer Bundespressekonferenz. zur Pressemitteilung

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Sonntag 4. Oktober, 11 Uhr: Auf nach Gorleben!

Am 28. September hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ihren Bericht vorgestellt in dem öffentlich darlegt wird, welche Teilgebiete für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland in Frage kommen. Gorleben ist endlich auf dem Misthaufen der Anti-Atom-Geschichte gelandet! (mehr …)

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#Castor2020 soll rollen

Der Castor nach Biblis soll rollen: Nachdem der Atommülltransport im April wegen der Corona-Pandemie verschoben wurde, hat die zuständige Behörde BASE nun den Weg wieder freigemacht. Anfang November sollen die sechs Castorbehälter aus Sellafield in das unsichere Zwischenlager am AKW Biblis gebracht werden. - Infos: castor-stoppen.de

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PRESSEMITTEILUNGEN

Gorleben lebt! Kundgebung am 4. Oktober

30. September 2020

Der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) schließt den bisherigen Endlagerstandort Gorleben von der weiteren Endlagersuche aus. Den Ausschlag gaben die Abwägungskriterien. „Wissenschaft siegt am Ende über Politik“, auf diese Formel bringt es die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

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Viel Lärm um (fast) nichts: AG Schacht Konrad zur Veröffentlichung des Zwischenberichts Teilgebiete

28. September 2020

Ein Zwischenbericht, der 54% der Fläche der Bundesrepublik Deutschland als Teilgebiete für die weitere Endlagersuche aufweist, gibt wenig Aufschluss über tatsächliche potenzielle Endlagerstandorte. Auch in der Region Braunschweig sind große Gebiete mit Ton- und Salzformationen betroffen. Einzig positiv ist, dass endlich der Salzstock Gorleben-Rambow als ungeeignet ausgeschlossen wird.

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Gorleben ist tatsächlich raus

28. September 2020

Der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) schließt den bisherigen Endlagerstandort Gorleben von der weiteren Endlagersuche aus. Den Ausschlag gaben neben den Ausschlusskriterien und den Mindestanforderungen laut BGE die Abwägungskriterien.

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TERMINE & AKTIONEN

So. 04.10.2020
11 Uhr
Atomanlagen Gorleben
Treffpunkte in Gedelitz & Gorleben, Treck zum Bergwerk
Kundgebung und Demonstration:
GORLEBEN LEBT!
So. 04.1o.2020
14 Uhr
Gorlebener TannGorlebener Gebet
Mo. 05.10.2020
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
499. Fukushima-Mahnwache
Sa. 10.10.2020
14 Uhr
Atomanlagen Gorleben
Treffpunkt Beluga-Schiff
Herbstferien special:
Infos zur Endlagersuche und Leseprobe "Der Kastor kommt" Wolfgang Ehmke

GORLEBEN RUNDSCHAU

Die angeblich unbefleckte Landkarte der nuklearen Endlagersuche, auf welcher sich das willkürlich festgelegte so genannte „Erkundungsbergwerk Gorleben“ im vor einem halben Jahrhundert noch „jungfräulich“ titulierten Salzstock Gorleben-Rambow als Mahnmal gescheiterter Energie- und sorgloser Entsorgungspolitik schmerzhaft abhebt, soll diesen Herbst mit dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) „erstmals Flecken bekommen“, wenn günstige „Teilgebiete“ benannt werden, wie Andreas Conradt in seinem Bericht über das aktuelle Rechtsgutachten der Bürgerinitiative bemerkt. In einem „lernenden Verfahren“ sollten die späteren Betroffenen eigentlich von Beginn an beteiligt werden, ein hehres Unterfangen, wenn jetzt die Daten der 40 Jahre alten Erkundungsbohrungen Go 1002, 1003, 1004 und 1005 als „obertägige Erkundungsergebnisse“ zur Beurteilung herangezogen werden (an der Tiefbohrstelle 1004 wurde am 3. Mai 1980 das Hüttendorf Republik Freies Wendland gegründet). Auch angesichts von Hygieneauflagen und Lockdown beharren die verantwortlichen Behörden auf den gesetzlichen Vorgaben und drohen, die sogenannten Teilgebietskonferenzen einfach nach Zeitplan „hybrid“ durchzuführen, also in weiten Teilen virtuell. Entsprechende Kritik des Nationalen Begleitgremiums (NBG), des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und auch der Bürgerinitiative verhallt leider bislang wirkungslos, wobei noch nicht einmal die Adressaten solcher Forderungen feststehen.

Damit das Standortauswahlgesetz an verschiedenen Stellen tatsächlich „lernen“ könnte, bedürfte es nämlich vermutlich einiger Gesetzesänderungen, aber solche sind vor den nächsten Bundestagswahlen (und womöglich überhaupt...) wenig aussichtsreich.Während wir alle nun aber gerade zu lernen haben, uns Verhaltensänderungen angewöhnen und Pläne über den Haufen werfen müssen, erweist sich die Grundannahme des Standortauswahlverfahrens, dass es ein „lernendes“ sei, offenbar als Farce. Abhilfe kann hier wohl nur das Bundesumweltministerium schaffen oder das von diesem mit der Fachaufsicht betraute Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

Bei aller Kritik am Verfahren bleibt aber dennoch möglich und im Sinne der Sicherheit auch dringend zu hoffen, dass Gorleben trotz Manipulationen an den Kriterien in der Endlagerkommission und unfairen Voreinstellungen schon in wenigen Wochen im ersten Verfahrensschritt herausfällt, weil an diesem durchlöcherten Salzstock unter der Elbe Ausschlusskriterien greifen oder Mindestanforderungen nicht erfüllt sind.

Mit dieser Hoffnung und auch der, dass wir unsere Distanz bald wieder aufgeben können, wünschen wir Euch einen aktiven Sommer!

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg