Schwerpunkte

Aus Zwischenlagerung wird Dauerlagerung

Die nächste Katastrophe zeichnet sich ab: Wie die Öffentlichkeit über die Gefahren der Zwischenlagerung hinweggetäuscht wird. - mehr

Standortauswahlgesetz

Im Juli 2013 wurde das Standortauswahlgesetz (StandAG) verabschiedet. Das Gesetz suggeriert, dass die Suche nach einem Atommüll-Endlager für “insbesondere” hoch radioaktive Abfälle neu gestartet wird. - weiterlesen

Pressemitteilungen

Hambacher Forst

21.09.2018

Liebe Freundinnen und Freunde im Hambacher Forst,

zutiefst erschüttert haben wir vom Tod eures Freundes Steffen M. erfahren. Er wollte uns allen als freier Journalist doch nur eine ungeschönte direkte Berichterstattung über euren legitimen Protest und diese unfassbare, unverhältnismäßige und unnötige Räumung liefern. Wir trauern mit euch und unsere Gedanken sind bei Steffens Angehörigen und Freunden.

Wir spüren einen tiefen Schmerz über seinen tragischen Fall aus dem Kronendach.

Wir sind aber auch empört. Kein vernünftig denkender Mensch in diesem Land kann verstehen, dass ein Polizeieinsatz zu diesem Zeitpunkt und mit dieser Härte gegen euch geführt wurde, wo ihr doch nur vehement für unser aller Leben und Zukunft eintretet, während andernorts rechter Terror vom Verfassungsschutz geschützt wird. Wieder einmal werden Konzern-Interessen über die Interessen der Menschen und ihrer Umwelt gestellt.

Wir haben das alles schon einmal erlebt, und zwar vor 38 Jahren, als die Freie Republik Wendland im Bereich der geplanten Tiefbohrstelle 1004 im Wald bei Gorleben von Polizeitruppen geräumt wurde, um dort gegen die Bevölkerung eine Müllhalde für die lebensverachtende Atomindustrie zu errichten und ihr damit angeblich einen Entsorgungsnachweis zu schaffen. Erst jetzt haben die Verantwortlichen begriffen, dass man in diese Technologie niemals hätte einsteigen dürfen und erst jetzt haben die schwerwiegenden wissenschaftlichen Zweifel an Gorleben das erdrückende Atommüllproblem auf die ratlose politische Agenda gehoben.

Ebenso wird man die unabsehbaren Folgen und die Klimaopfer der heutigen profitgierigen Kohleverstromung erst dann wahrnehmen, wenn es für eine Umkehr bereits längst zu spät sein wird!

Das durch die maßlose Kohlegier von RWE verpasste Klimaziel Deutschlands wird aber auch international fälschlich die Wahrnehmung hervorrufen, der Atomausstieg sei womöglich dafür ursächlich und auf diese Weise den globalen Nuklearverbrechern Aufwind verleihen.

Wir stehen also letztlich für dieselbe Sache ein: für globale Energie- und Klimagerechtigkeit. Für eine lebenswerte menschliche Zukunft und für menschliches Leben auch in Zukunft.

Wir verstehen, dass der Hambacher Forst nicht nur weitere Hundert Hektar deutscher Forst darstellt. Er ist auch nicht nur eines der letzten eiszeitlichen Relikte von unwiederbringlichen Primärwäldern in Deutschland oder eines der letzten Refugien von Dutzenden streng geschützter Tierarten. Er ist der Wald, den unsere Kinder und Enkel erleben werden oder eben auch nicht.

Wir fordern die nordrhein-westfälische Landesregierung auf, die Räumung nicht nur auszusetzen, sondern jetzt endgültig abzubrechen.

  • Übernehmen Sie endlich Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft! Lassen Sie die Kohle in der Erde!
  • Kehren Sie an den Verhandlungstisch der Kohlekommission ohne diese Räumungsgewalt zurück!
  • Reden Sie, statt zu roden!

Hambi soll leben!

Alle freien Wenden rufen zur Teilnahme an der Großdemonstration im Hambacher Wald am 6. Oktober, 12 Uhr ab Bahnhof Buir (in Kerpen bei Köln) auf! Weitere Infos zur Demo und Anreise aus dem Wendland folgen.

Martin Donat, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Vergangene Nacht wurde im Wendland gemalt.

Ein langer Weg, ein kleiner Sieg

20.09.2018

Die Berliner Tageszeitung, die „TAZ“, wird 40 Jahre jung. Aus diesem Anlass wird die Nullnummer am 22. September noch einmal erscheinen. Schon vor 40 Jahren spielten „Gorleben“ und die Auseinandersetzung um die Atomkraft eine gewichtige Rolle. Nicht nur die Zeitung, auch unseren Kampf gegen die Atomkraft, den gesellschaftlichen Umgang mit dem Atommüll und für eine Aufgabe des angezählten Salzstocks Gorleben-Rambow als Atommüllendlager gibt es immer noch. Schaut ins Blatt! weiterlesen »

Atommüll versus Erlebnisbad

19.09.2018

Die Idee, dass aus dem Endlagerbergwerk in Gorleben eine „Salztherme“ und ein Erlebnisbad werden könnte, hat Dieter Schaarschmidt in der neuen Gorleben Rundschau umrissen und damit eine unerwartete Presseresonanz ausgelöst. weiterlesen »

BI unterzeichnet „Ahauser Erklärung“

18.09.2018

Eine neue Offensive gegen den Atommüllstandort in Nordrhein-Westfalen hat die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ gestartet. Über 360 Menschen haben am vergangenen Sonntag bei einer Kundgebung mit der Unterzeichnung der „Ahauser Erklärung“ begonnen. weiterlesen »

Kritische Fragen an die BGR

17.09.2018

Die 20. Sitzung des Nationalen Begleitgremiums, das die Endlagersuche moderiert, startet am morgen Dienstag (18.September) mit einer Exkursion zur Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) steht vor allem die „Salzlinie“ der BGR und die Tatsache, dass diese Behörde bereits im Jahr 2008 eine Eignungsaussage zum Salzstock Gorleben veröffentlicht hat, im Fokus der Kritik. Jahrzehntelang habe die BGR eine Aktenlage geschaffen, die auf Gorleben als Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle hinausläuft. weiterlesen »

Hambacher Forst wird geräumt!

13.09.2018

Heute morgen hat die Polizei mit der Räumung der Waldbesetzung im Hambacher Forst begonnen. Dieser Wald muss vor dem Profitinteresse von RWE geschützt werden! weiterlesen »

Nein zum geplanten Polizeigesetz in Niedersachsen

10.09.2018

15.000 Menschen demonstrierten am Samstag (8. September) in Hannover gegen das geplante niedersächsische Polizeigesetz, dass die wichtige Unterscheidung zwischen Judikative und Exekutive völlig auf den Kopf stellt: die Polizei entscheidet über Überwachung, 74 Tage „Präventionshaft“ und Fußfesseln und den Einsatz von Schadsoftware, um Menschen ausspähen zu können. weiterlesen »

Hände weg vom Hambacher Forst – Kohleausstieg jetzt!

07.09.2018

Anti-Kohle-Gruppen, Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände kritisieren scharf, dass sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und die schwarz-gelbe Landesregierung im sich dramatisch verschärfenden Konflikt um den Hambacher Forst und dem dringend notwendigen Kohleausstieg einseitig auf die Seite von RWE stellen. Die Umweltschützer rufen deshalb zu einer gemeinsamen Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei am nächsten Donnerstag, 13. September, um 16 Uhr auf. weiterlesen »

Neue Gorleben Rundschau: Atommüllwelle

05.09.2018

Erneut widmet sich die Gorleben Rundschau dem Thema Zwischenlagerung. Die Zwischenlagergenehmigungen sind auf 40 Jahre befristet. Für Gorleben und Ahaus laufen sie 2034 und 2036 aus. Dennoch kommt zunächst auf das baugleiche Lager in Ahaus eine regelrechte Atommüllwelle zu, umreißt in einem Beitrag der Sprecher der BI „Kein Atommüll in Ahaus“ Felix Ruwe. weiterlesen »

Verbot aller Urantransporte gefordert

03.09.2018

Anlässlich der Blockade eines Urantransportes in Rheinland-Pfalz am Samstag (1. September 2018) hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) – die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. ist Mitglied – erneut ein sofortiges Verbot aller Urantransporte gefordert. weiterlesen »

Hambacher Forst: Solidarität!

29.08.2018

Die BI Umweltschutz solidarisiert sich mit den den Aktivist*innen im Hambacher Forst. Es reicht nicht, nur von Klimaschutz und dem Ausstieg aus der dreckigen Braunkohleverstromung zu reden, die Kohlekommission muss handeln und das tut sie nur, wenn der Protest anhält. weiterlesen »

Mahnwache vor Bundesumweltministerium Bonn

29.08.2018

Foto Mahnwache Bonn 30.08.2018 privat (Chr.)

Protest gegen Verharmlosung der AKW-Risiken:
– AKW Tihange und Doel weiter brandgefährlich
– Uranfabriken Gronau und Lingen stilllegen

Für den Donnerstag, 30.08., riefen AntiAtomBonn sowie mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände zu einer Mahnwache um 17 Uhr vor dem Eingang des Bundesumweltministeriums (BMU) am Robert-Schuman-Platz 3 in Bonn auf. weiterlesen »

Öko-Politfilm: Das Wunder von Mals

28.08.2018

Im Jahr 2015. Ganz Südtirol ist von Monokulturen bedeckt und in Pestizid-Wolken gehüllt… Ganz Südtirol? Nein! Ein von unbeugsamen Vinschgern bewohntes Dorf kämpft mit einem Feuerwerk der Ideen gegen eine Übermacht aus Bauernbund, Landesregierung und Pharmaindustrie. weiterlesen »

Ist das Abfalllager Gorleben gegen Flugzeugabsturz gesichert?

27.08.2018

Eine Boeing kracht auf das Zwischenlager in Gorleben. Die Castor-Behälter würden dem Aufprall standhalten, die Halle spiele angeblich bei der Sicherung keine Rolle, so wird die Öffentlichkeit beschwichtigt. Seit dem 11. September 2001, dem Terrorschlag gegen die Twin Towers in New York, drängen Anti-Atom-Initiativen darauf, das „Sicherungskonzept“ der Zwischenlager unter die Lupe zu nehmen. Mit zweifelhaftem Erfolg, denn eine teilweise Umhausung der Lager in Ahaus und Gorleben mit einer Mauer, wie sie jetzt, 17 Jahre später (!), geplant ist, ist kein Schutz gegen das, was von „oben“ kommt.

Doch in Gorleben steht nicht nur die Castorhalle, nebenan steht ein Abfalllager für schwach- und mittelaktive Abfälle, das hin und wieder für Schlagzeilen sorgte, weil dort angerostete Gebinde gefunden worden. Wenn jedoch ein Flugzeug auf diese Halle knallt, was dann? weiterlesen »

Besuch aus Japan

24.08.2018

Die Bürgerinitiative Umweltschutz hat diese Woche erneut eine japanische Delegation zu Besuch. Shiori Uchida, Takeshi Nishinou und Ikuo Kimura, Generalsekretär der Eisenbahnergwerkschaft Doro Mito, erkletterten mit Kerstin Rudek und Dieter Schaarschmidt eine Windkraftanlage, hörten Widerstandsgeschichten im BI Büro und Gorleben Archiv und an den Gorlebener Atomanlagen. weiterlesen »

Keine Öl- oder Gasbohrungen im Aufsuchungsfeld Prezelle

24.08.2018

FotoSchletau3

„Auf unserem Grundstück nicht“ – Schletauer Bürger werden ihre Grundstücke nicht zur Verfügung stellen

Am vergangenen Freitag (17.8.2018) fand in dem kleinen Dorf Schletau eine Informationsveranstal-tung zu einer demnächst möglichen Erkundungsbohrung nach Öl oder Gas im „Aufsuchungsgebiet Prezelle“ statt. In dieser Region hat die Firma GET Geo Exploration Technologies dem Vernehmen nach bereits eine Lagerstätte von Erdöl in etwa 1300 m Tiefe gefunden, die sie für weiterhin unter-suchungswürdig hält. weiterlesen »

Alte Allianz erneuert: BGR-Altlasten nicht geklärt

22.08.2018

Am Mittwoch, 22. August 2018, unterzeichneten die Chefs der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Ralph Watzel, eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Standortauswahl bei der Endlagersuche und bei den bisherigen Endlager-Projekten Asse, Konrad und Morsleben. weiterlesen »

BGE: Fragen liegen auf Eis

21.08.2018

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat mit Stefan Studt einen neuen Chef. Der ehemalige schleswig-holsteinische Innenminister ist dabei, sich in sein neues Amt einzuarbeiten, solange müsse sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) gedulden, Antworten auf einen aktuellen Fragenkatalog zu bekommen, teilt die BGE-Sprecherin Monika Hotopp mit. weiterlesen »

Nach Waffenfunden

17.08.2018

BBU fordert personelle Konsequenzen und sofortige Stilllegung der Gronauer Uranfabrik

(Gronau / Düsseldorf, 17.08.2018) Nach Waffenfunden in der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) personelle Konsequenzen und die sofortige Stilllegung der Anlage. weiterlesen »

Probebohrungen zur Öl-/Gassuche zu erwarten

08.08.2018

Bohrtürme bald in Schletau / Lemgow? Im „Aufsuchungsfeld Prezelle“ könnten demnächst erste Probebohrungen zur Förderung von Erdölvorkommen begonnen werden. weiterlesen »

6.10. – Hambacher Forst

Anti-Atom-Treck

Vortragsreise im Sept.

#noNPOG

Bure ist überall

Solidarität mit dem französischen Gorleben!

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Kampagnen

Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden. So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!
Neun Experten nehmen Stellung.
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