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Klimastreik am 24.9.

Anlässlich des Klimastreiks findet auch in Lüchow eine Demo statt, Treffpunkt ist 12.00 Uhr auf dem Marktplatz.

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Schluss mit dem Geldversenken! Schluss mit dem Schacht KONRAD!

Fehler der Atommüllpolitik führen zu horrenden Geldausgaben. Davor warnen die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad und die Bürgerinitiative Umweltschutz in einer gemeinsamen Stellungnahme. (mehr …)

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Ein kurzer Blick zurück: Ein Jahr nach dem Gorleben-Aus

Seit heute ist klar: Ein Endlager für Atommüll in Gorleben ist definitiv Geschichte! Das Salz kommt wieder unter die Erde – und damit werde „auch jede Hintertür geschlossen“, der Salzstock kann also künftig keine Rückfalloption mehr sein, sollte das Endlager-Suchverfahren etwa scheitern. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) dankte sogar den Menschen im Wendland für ihre jahrelangen Proteste. Damit sei verhindert worden, dass „ein ungeeigneter Standort“ zum Atommüll-Endlager geworden sei… Diese Stimmungen waren lange andere, das Gorleben Archiv macht mit uns eine kleine Zeitreise.

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Bergwerk Gorleben wird endgültig stillgelegt!

Das Erkundungsbergwerk in Gorleben wird endgültig stillgelegt, es soll auch keine Nachnutzung des Bergwerks geben. Die Bundesumweltministerium hat angewiesen, die rechtlichen Voraussetzungen für den Rückbau "zur grünen Wiese" zu schaffen. "Damit wird auch eine Hintertür verschlossen, um Gorleben für den Fall, dass die Endlagersuche in schweres Fahrwasser gerät, doch noch nutzen zu können", zeigt sich Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) erleichtert.- zur Presseerklärung

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EU Taxonomie: Nachhaltigkeit nur OHNE Atomenergie und Erdgas möglich

In einem offenen Brief an die Spitzenkandidat*innen mehrerer demokratischer Parteien, forderte die internationale Ärzt*innenorganisation IPPNW in einem Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen - darunter die BI - heute Erdgas und Atomenergie in der bevorstehenden Entscheidung zur EU-Taxonomie nicht als nachhaltig einzustufen. Die Glaubwürdigkeit des gesamten Green Deals und insbesondere der Taxonomie hänge von dem Beschluss ab, so die Organisationen. Gleichzeitig könne die Entscheidung die Einhaltung der Pariser Klimaziele und damit die Bewältigung der Klimakrise untergraben. (mehr …)

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Atomenergie – keine Risikotechnologie?

Atomkraft ein "nachhaltiger Klimaretter"? Der Bericht des Joint Research Centre (JRC), der im Auftrag der Europäischen Kommission prüfen sollte, ob die Atomenergie keinen „signifikanten Schaden“ für Mensch und Umwelt verursachen kann, betrachtet wesentliche Risiken wie die Gefahr katastrophaler Unfälle sowie die Verbreitung von Atomwaffen nicht in der notwendigen Tiefe. Allein wenn man das Risiko schwerer Unfälle betrachtet, wird deutlich, dass ein „signifikanter Schaden“ nicht ausgeschlossen werden und die Atomenergie deshalb nicht als „nachhaltig“ eingestuft werden kann, urteilt das Ökoinstitut in einer Analyse.

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PRESSEMITTEILUNGEN

Schluss mit dem Geldversenken! Schluss mit dem Schacht KONRAD!

19. September 2021

Fehler der Atommüllpolitik führen zu horrenden Geldausgaben. Davor warnen die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad und die Bürgerinitiative Umweltschutz in einer gemeinsamen Stellungnahme.

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Endgültig Schluss

17. September 2021

Das Erkundungsbergwerk in Gorleben wird endgültig stillgelegt, das unterstrich Jochen Flasbarth, Umweltstaatssekretär, heute früh auf einer Pressekonferenz in Gorleben. Es soll auch keine Nachnutzung des Bergwerks geben, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wurde angewiesen, die rechtlichen Voraussetzungen für den Rückbau „zur grünen Wiese“ zu schaffen.

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Frauen im Gorlebenwiderstand: Ihre Bedeutung und Wirkung

13. September 2021

Podiumsdiskussion um die Rolle und das Wirken der Gorleben Frauen mit Vertreterinnen der „Miss Marples Schwestern“ und der Wissenschaftlerin Imke Horstmannshoff am 17.09.2021 um 19.00h in Platenlaase

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TERMINE & AKTIONEN

So. 26.9.2021
13.00 Uhr
Gorleben, BelugaSonntagsspaziergang
So. 26.9.2021
14.00 Uhr
GorlebenGorlebener Gebet
Mo. 27.9.2021
18.00 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache
Di. 28.09.2021
18.30 Uhr
Trebel
Bauernstuben
Mitgliederversammlung der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

GORLEBEN RUNDSCHAU

„Das Kreuz mit Kohle und Atom“ betitelt Greenpeace Energy seine Aufklärung für den diesjährigen „Kreuzweg für die Schöpfung“ von Gorleben nach Lützerath in den Braunkohletagebau Garzweiler. Allein erneuerbare Energien sind eine sichere Bank für eine nachhaltige Zukunft. „Gorleben soll leben“ findet mit dieser Mahnung seine konsequente Fortsetzung in den Initiativen „Alle Dörfer bleiben“ und „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ gegen den brutalen Braunkohleabbau der Energiekonzerne. Und hier wie dort kämpfen Menschen eben nicht nur um den Fortbestand ihrer kleinen Welt, sondern um nichts weniger als den Fortbestand der Schöpfung selbst.

Ich gestehe: als ich das erste Mal das gelbe X in der Blockade von Kohlezügen sah, erschrak ich, denn noch hatten wir das Nuklearzeitalter und seine strahlenden Hinterlassenschaften nicht hinter uns gelassen. Aber angesichts abschmelzender Polkappen, dramatischer Wetterkapriolen und tiefgreifender Veränderungen unserer gesamten Umwelt begriff ich, dass Kohle und Atom derselben Hybris entsprungen sind: der gnadenlosen industriellen Verwertung unserer Umwelt zugunsten kurzfristiger Energiegewinnung und schneller Profite. „Es geht doch nur um Strom!“ rief bei meinem Besuch in Japan ein kleines Mädchen angesichts der Zerstörung seiner Welt und seiner Zukunft in der Nuklearkatastrophe von Fukushima. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Klimagerechtigkeit vom März dieses Jahres ist klar: Der grundgesetzliche Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit schließt den Schutz vor Beeinträchtigungen durch Umweltbelastungen ein, gleich von wem und durch welche Umstände sie drohen. Dem Staat obliege es aber darüber hinaus, auch die Freiheit künftiger Generationen zu schützen, indem er unverzüglich geeignete Vorkehrungen zur verlässlichen Reduzierung von Treibhausgasen und zum Übergang in die Klimaneutralität ergreift.

Wer nun aber annimmt, mit dem schnellen Umstieg auf Sonne, Wind und Biomasse alleine wäre es schon getan, sei hier gewarnt. So viele Windräder, dass wir alle grenzenlos mit dem Elektro-SUV durch die Landschaft brausen könnten, verträgt dieselbe womöglich gar nicht. Denn neben der Bedrohung durch die menschengemachte Klimaerwärmung haben wir es auch mit einem rasanten Artensterben zu tun, so dass die Wissenschaft bereits von Anzeichen eines anthropogenen Zeitalters des „sechsten Massensterbens“ auf unserem Planeten spricht. Konsequente Energieeinsparung und Steigerung der Effizienz sind jetzt gefragt. Es geht um einen sanften Umgang mit der Schöpfung und eine Abkehr von der Gewalttätigkeit, mit der wir die Ressourcen unseres Heimatplaneten verschleudern, als ob es kein Morgen gäbe.Das wird nur möglich sein, wenn wir Innovationen zulassen, klug regional angepasste Konzepte verfolgen und uns vom Größenwahn der Industrialisierung von Landschaft abwenden. Denn noch haben wir Handlungsoptionen und noch sind große Teile einer lebendigen Welt vorhanden, die wir eines Tages schmerzlich vermissen könnten.

Und bei allen derartigen Entscheidungen muss die Zivilgesellschaft sorgfältiger mitgenommen werden, denn Rechnungen ohne den Wirt können wir uns jetzt nicht mehr leisten. Nicht beim Klima und nicht beim Atommüll.

An unsere Gäste: Genießen Sie die Artenvielfalt einer überwältigend vielgestaltigen Landschaft und gehen Sie bitte achtsam damit um.

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg