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Kamikaze am Atomkraftwerk Saporischschja

Die Wiener Atomenergiekommission (IAEO) ist seit Tagen wegen der Berichte über die jüngsten Kämpfe um das ukrainische Atomkraftwerk alarmiert. Generaldirektor Rafael Mariano Grossi: Es dürfe zu keinem Unfall kommen, die IAEO müsse so bald wie möglich das AKW aufsuchen. „Es ist dringend”. Sein Plan: ein Abkommen über einen Cordon sanitaire für Atomkraftwerke. Beitrag hier weiterlesen: https://bruchstuecke.info/

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Dem Atomausstieg entgegen!

Sollte die Bundesregierung auf Laufzeitverlängerungen setzen, gibt es Protest und deutlichen Widerstand durch uns Anti-Atom-Gegner:innen, kündigen die Teilnehmer:innen der Anti-Atom-Radtour in Gorleben an. zur Pressemitteilung

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Der Krieg in der Ukraine

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hält uns alle in Atem. Das unermessliche Leid und die Zerstörung, die der Krieg über das ukrainische Bevölkerung bringt, rufen weltweit Proteste hervor. Es gibt zudem eine Flut an Spendenaufrufen. Wir unterstützen die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen in der Ukraine, einer Organisation, die in mehr als 70 Ländern mit Mitarbeitenden aus rund 150 Ländern medizinische Nothilfe leistet.

EU-Staaten und Kommission warnen vor strahlenden Bomben

Der Krieg in der Ukraine steigert die Gefahr von Terror mit nuklearen, chemischen oder biologischen Stoffen – das befürchten nach SPIEGEL-Informationen östliche EU-Staaten und die EU-Kommission. Berlin wiegelt ab.

aktuelle Infos hier

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Andenken-Shirts

Für die letzte Kulturelle Widerstandspartie haben wir noch einmal ein T-Shirt mit dem Wappen der „Republik Freies Wendland" aufgelegt. Sichert euch das Andenken, denn es ist nicht wahrscheinlich, dass wir das Motiv noch einmal auflegen. - mehr hier

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e-ventschau 2022

Nach 2 Jahren ohne e-Ventschau wird das Festival für die Kinder von Tschernobyl & Fukushima am 19. & 20. August 2022 stattfinden. Geplant ist wieder eine bunte Mischung aus Musik, Vorträgen und Ausstellungen. Alle Infos: https://e-ventschau.de

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Atomkraft – auch ein finanzielles Abenteuer

"Wer für eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke plädiert, öffnet auch wieder die Büchse der Pandora. Nicht nur finanziell. In jeder Hinsicht!", warnt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke in der heutigen Pressemitteilung.

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Das war ein richtig großes, richtig rauschendes Fest an den Atomanlagen Gorleben: mehr als 10.000 Menschen haben gestern das Endlager-Aus in Gorleben und den Atomausstieg gefeiert.

Nach KETTCAR, MAL ELÉVÉ und zahlreichen anderen Bands auf drei großen Bühnen war die Überraschung und das musikalisches Highlight am Abend der Auftritt der wendländischen Band MADSEN. "Du schreibst Geschichte" sangen Tausende Menschen gemeinsam mit den Jungs, die hier zuhause sind - und sich selbst Jahrzehnte am Protest gegen das Endlager beteiligt haben.

"Hunderttausende Atomkraftgegner*innen haben über Jahrzehnte Geschichte geschrieben und am Ende gemeinsam gewonnen. Unser hartnäckiger und vielseitiger Protest hat nicht nur viele Dutzend AKW, die geplanten Wiederaufarbeitungsanlagen und ein Atommüll-Lager im maroden Salzstock Gorleben verhindert. Wir haben alle gemeinsam auch das Abschalten der AKW in Deutschland erzwungen", resümierte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke – die letzten drei von einst 36 werden Ende des Jahres vom Netz gehen.

Zugleich war es die Anti-Atom-Bewegung, die den weltweiten Siegeszug der erneuerbaren Energien mit losgetreten und erst möglich gemacht hat.

"Ab morgen kümmern wir uns dann wieder um die zahlreichen verbliebenen Atom-Probleme, vor allem um den Atommüll, die Endlagersuche und die Zwischenlagerung." Nicht zuletzt deshalb führte die Demo auch direkt vor die Tore der beiden Zwischenlager in Gorleben.

Die einzige Wolke an dem herrlichen Tag: Nur am Rande schafften es die wenigen Helfer:innen der selbstorganisierten Widerstandspartie, auch noch mit den Sammelbüxen über den Platz zu laufen.

Spenden wären deshalb prima an:
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
DE 24 2585 0110 0044 0607 21
Stichwort "Widerstandspartie"

Danke !!!

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PRESSEMITTEILUNGEN

Lützerath: Liturgische Nachtwache mit dem Aachener Friedenskreuz zum Antikriegstag

9. August 2022

Pressemitteilung von „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ vom 8. 8. 2022 Liturgische Nachtwache mit dem Aachener Friedenskreuz zum Antikriegstag *Bleibet hier und wachet mit mir – für politischen und ökologischen Frieden* In der Nacht vom 31. August zum 1. September vor Eckardt Heukamps Hof in Lützerath

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Atomdebatte orchestriert? BI-Fragen zu Isar 2

7. August 2022

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) findet zahlreiche Aspekte in der Debatte um einen AKW-Streckbetrieb bzw. eine Laufzeitverlängerung äußerst klärungsbedürftig. Ein Blick nach Japan könne vielleicht helfen: Wirtschaftsminister Robert Habeck sei angeraten zu prüfen, wie man es in Japan nach Fukushima hingekriegt hat, alle AKW vom Netz zu nehmen, ohne dass es ein Blackout gab.

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Gemeinsame Pressemitteilung von Radler:innen der längsten Anti-Atom-Demo „Dem Atomausstieg entgegen!“

1. August 2022

„Dem Atomausstieg entgegen“ war das Motto einer Anti-Atom-Radtour, die von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt initiiert und zusammen mit zahlreichen Aktiven vor Ort geplant und umgesetzt wurde. Die „Nordtour“, die am 9. Juli am belgischen AKW Tihange startete, kam am vergangenen Freitag in Gorleben an. Die aus vielen verschiedenen Anti-Atom-Initiativen aus dem ganzen Bundesgebiet stammenden Demonstrierenden sind…

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TERMINE & AKTIONEN

So. 14.08.2022
13 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
Salinas-Gelände
Sonntagsspaziergang
So. 014.08.2022
14 Uhr
Gorleben, Atomanlagen
an den Kreuzen
Gorlebener Gebet
ökumenische Veranstaltung
Mo. 15.08.2022
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima Mahnwache
Fr. 19./ Sa. 20.8.22Ventschaue-Ventschau 2022
Vorträge, Filme, Ausstellungen, Line-Up

GORLEBEN RUNDSCHAU

Recht hat Olaf Scholz, wenn er die AfD im Bundestag wegen ihrer populistischen Äußerungen zum Ukraine-Krieg und zu Nordstream 2 „nicht nur eine rechtspopulistische Partei, sondern auch die Partei Russlands“ bezeichnet (obwohl „Partei Putins“ sicherlich weitaus treffender gewesen wäre). Was der Kanzler dabei geflissentlich übersieht: Diejenigen, die den nuklear-fossilen Kleptokraten dieser Welt ihr schmutziges Geschäft retten wollen, hat er längst im eigenen Bett. In einem absurden Minderheitenvotum hatte das Europaparlament in der ersten Juliwoche Investitionen in Erdgas als ebenso „ökologisch nachhaltig“ eingestuft, wie Investitionen in Atomenergie – das eine ein peinliches Zugeständnis an das fossile Deutschland, das andere an das nukleare Frankreich. Der ganze Sinn einer erneuerbaren, europäischen Taxonomie fiel damit wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ermuntert von diesem Coup werden aktuell auch die konservativen und neoliberalen Rufe nach „Laufzeitverlängerung“ (der Atomkraftwerke) wieder laut. Zur Erinnerung: Wir sprächen hier vom Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg... (Kommen Sie noch mit?)

Beim Beschluss zum Ausbau erneuerbarer Energien blieb die FDP gerade noch im Boot der Ampel-Koalition. Aber jetzt packt BlackRock-Aufsichtsrat Friedrich Merz wieder massiv die alte Mär von der „Brückentechnologie“ Atom aus. Die grüne Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden nennt das zwar treffend eine „Phantomdebatte“, denn selbst die Betreiber winken das absurde Ansinnen aus Sicherheitsgründen ab. Außerdem hilft Deutschland gerade Frankreich massiv mit erneuerbarem Strom aus, weil dort die stets unzuverlässigen Atommeiler heruntergefahren werden müssen. Und zu guter Letzt braucht es auch für Atomkraftwerke Brennstoff, und dieser kommt bei deutschen Atomkraftwerken: natürlich hauptsächlich aus Russland und von seinem Verbündeten Kasachstan.

Auch Uran von anderswo auf dem Weltmarkt würde die Preisspirale nur nach oben und damit alle Sanktionen hintertreiben. Südkorea geht gerade auf diese Leimrute, und selbst in Japan soll angeblich der Widerstand gegen AKW schwinden – der Weltmarktführer für Uran lacht sich ins Fäustchen. Herr Merz weiß diese Hintergründe natürlich. Auf einschlägigen Aktionärsseiten wird einem jedoch aktuell ein Uran-Boom untergejubelt. Dabei ist der Schwellenpreis zur Exploration neuer Uranminen glücklicherweise trotz rasantem Anstieg noch lange nicht erreicht. Aber wie es in der Marktwirtschaft ethisch entgrenzte Spekulationen auf Hunger, Krieg, Katastrophen, Rohstoffe, Energie und auf Wohnraum gibt, finden eben auch Wetten auf Waffen, Uran und Atomkraft statt.

Putins völkerrechtswidriger Angriffskrieg treibt die Energiepreise nach oben – unwidersprochen. Aber wissenschaftliche Analysen sagen auch: Spekulationen auf Energie treiben die gesellschaftlichen und geopolitischen Krisen an und sind ursächlich für Kriege in unserer Welt. Öl, Kohle, Gas und Uran sind Rohstoffe, für deren Ausbeutung es multinationaler Konzerne und geopolitischer Abkommen bedarf. Sonne, Wind und Biomasse sind dagegen zutiefst demokratische Energieträger. Wir als Gesellschaft hätten diesen Schritt in eine nachhaltige Zukunft schon 1980 mit der „Republik Freies Wendland“ oder der Enquete-Kommission „Zukünftige Kernenergie-Politik“ tun können. Es wäre uns sehr viel erspart geblieben. Wer vierzig Jahre später aber noch mit denselben fossil-nuklearen Konzepten daherkommt, den kann man nur noch unter die „Ewiggestrigen“ zählen...

Auf Sonne, Wind und Wegen.

Martin Donat,
Vorsitzender der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg