Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Am 22. Mai 2014 nahm die Endlagerkommission die Arbeit auf. Dagegen hat die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Berlin und in Gorleben protestiert. Die Kommission als Teil des Standortauswahlgesetzes suggeriere, dass die Endlagersuche neu gestartet werde. Statt wirklich einen Schlussstrich unter die Tricks, Lügen und Verdrehungen der letzen drei Jahrzehnte zu ziehen, bleibe Gorleben als Standort gesetzt, so die BI. Durch das Gesetz und das Beteiligungsverfahren - die Endlagersuchkommission - sollen Umweltverbände eingebunden werden, um Gorleben im Nachhinein zu legitimieren. "Welch Zeitverschwendung", so die BI, "dass nun zwei Jahre lang offen und versteckt über einen Standort gestritten wird, statt eine umfassende Atommülldebatte einzuleiten!" Im Bild: Torben Klages, hauptamtlicher Mitarbeiter der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Ort: Berlin
Copyright: Kina Becker
Quelle: PubliXviewinG

2050 wird noch unrealistischer

Nachdem sich einige Bundesländer klar gegen ein Endlager im eigenen Land positioniert haben, bremst nun auch das Wirtschaftsministerium die Suche nach Gorleben-Alternativen aus. Das hat weitreichende Folgen, u.a. für die Zwischenlagerung – mehr lesen

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Wehe, es brennt…

Für das Abfalllager für schwach- und mittelaktive Abfälle in Gorleben gibt es keinen belastbaren Sicherheitsnachweis für den Fall eines Flugzeugabsturzes! zur BI-Stellungnahme

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Lesen ohne Atomstrom

Mit einer Ausstellungseröffnung und dem Auftritt prominenter Autoren startet heute die Hamburger Veranstaltungsreihe „Lesen ohne Atomstrom“ ins achte Jahr – www.lesen-ohne-atomstrom.de

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„Der Kastor kommt!“ – Ein Beziehungsroman

Wolfgang Ehmke, langjähriger Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz und Publizist, hat, wie viele Bewegte und Unentwegte, eine besondere Beziehung zum „Kastor“, er hat schließlich einen – unveröffentlichten – Beziehungsroman geschrieben und wird während der einstigen „Castor-Zeit“ daraus vorlesen. (mehr …)

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Freundeskreis Mittelmeer

Mit Todesanzeigen in der EJZ erinnern derzeit Aktivist*innen an das Sterben im Mittelmeer. (mehr …)

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Wackersdorf im Wendland

Ein Polit-Drama über den zivilen Widerstand gegen die geplante aber nie gebaute Plutoniumfabrik in Wackersdorf läuft ab 22.11. in Platenlaase. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Wirtschaftsministerium bremst Endlagersuche aus

17. November 2018

Der ohnehin fragwürdige Zeitplan zur Endlagerung hochradioaktiver Abfälle gerät schon jetzt in Verzug, dass 2050 ein solches Atommülllager den Betrieb aufnehmen wird, ist unwahrscheinlich.

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Langer Atem

13. November 2018

Wie jeden Montag traf man sich auf dem Marktplatz in Dannenberg, so auch gestern: Rund zwei Dutzend Menschen fanden sich zur 400. Fukushima-Mahnwache ein. Einen Kuchen mit der Zahl 400 spendierte die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) und anerkennende Worte fand angesichts des langen Atems der Atomkraftgegner*innen auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

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Wehe, es brennt…

13. November 2018

Für das Abfalllager für schwach- und mittelaktive Abfälle in Gorleben gibt es keinen belastbaren Sicherheitsnachweis für den Fall eines Flugzeugabsturzes. Das räumt das niedersächsische Umweltministerium (NMU) in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen ein.

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TERMINE & AKTIONEN

Mo. 19.11.18
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima Mahnwache
Fr 23.11.18
20 Uhr
Platenlaase
Filmsaal
"Wackersdorf" - der Film
im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur
Sa. 24.11.
16 Uhr
Nicht am Freitag!!
Gorleben Archiv„Der Kastor kommt!“ Wolfgang Ehmke liest aus seinem unveröffentlichen Roman
Mo. 26.11.18
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

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Editorial der Ausgabe September / Oktober 2018

Ein ungeheurer Sommer hat seine Spuren ins Land gebrannt. Was als „Jahrhundertsommer“ nach Sonne, Spaß und Freibad klang, hat tatsächlich Existenzen verbrannt, Landschaften entstellt und Stauseen ausgetrocknet. Dieselben Bauern, die letztes Jahr noch Trockenlegung von Feuchtgebieten und Kanalisierung von Quellbächen forderten, stellten dieses Jahr noch nicht einmal mehr Anträge auf tiefere Brunnenbohrungen, weil die Pumpenkosten den möglichen Mehrwert ohnehin weit überstiegen. Dass diese selbstgemachte Katastrophe nicht völlig unmittelbar bei uns ankommt, liegt allein daran, dass sich unsere Lebensweise weit von den Wurzeln unserer Existenz entfernt hat und unser Wirtschaftssystem darauf beruht, die negativen Folgen unseres Handelns und unserer Gier auf Schwächere und die Schwächsten zu verteilen. Während wir in Nordeuropa auf riesigen fossilen Wasservorräten sitzen und unser Essen ohnehin täglich aus aller Welt einfliegen lassen, saufen Menschen anderer Kontinente derzeit buchstäblich ab. Man muss kein langes Universitätsstudium absolviert haben, um zu begreifen: Wer Fluchtursachen bekämpfen und Verteilungskriege beenden will, muss fossile Energien und Atomkraft beenden. Es gibt nur eine vernünftige Forderung: Klimagerechtigkeit sofort!

Die gesellschaftliche Wirklichkeit im Lande dagegen lässt einen derzeit gruseln. Laut einer amerikanischen Wissenschaftlerin scheiterte die Weimarer Republik einst nicht an der häufig postulierten Schwäche der Zivilgesellschaft, sondern an deren Instrumentalisierung durch die Faschisten. Eine pluralistische und demokratische Zukunft mit einer fairen solidarischen Bewältigung der existenziellen Probleme kann also nur gelingen mit einer starken, zwar vernetzten, aber unabhängigen Zivilgesellschaft. Und wie die Wiese auch nach großer Dürre wieder aus ihren Wurzeln austreibt, ist es auch in diesem Herbst Zeit für neues Leben aus der Graswurzel. Sprießen Sie also! Ich hoffe, wir sehen uns im Herbstwind …

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