klimakrieg

Veranstaltung: Krieg & Klima

Klima und Krieg sind eng miteinander verwoben, sagt Referentin Jacqueline Andres von der Informationsstelle Militarisierung IMI. Das klimaschädliche Militär wird unter anderem dafür eingesetzt, um mehr fossile Brennstoffe verbrennen zu können. Information und Diskussion zum Thema am Montag, 18. Oktober um 20.00 Uhr in Platenlaase. Es laden ein: anti atom aktuell, antimilitaristisches Bündnis Wendland, Klimaaktion Wendland-Altmark, DFG-VK Lüneburg - Wendland, KURVE Wustrow und BI.

aufruf

Lützerath ruft! Wir kommen.

Die BI wird unsere Freund:innen an der Kante des Braunkohleabbausgebietes Garzweiler im Kampf für mehr Klimaschutz und gegen die Zerstörung der Dörfer unterstützen. Geplant ist die Anreise einer wendländischen Delegation zu den Protesten in Lützerath vom 29. bis zum 31. Oktober. (mehr …)

Gorleben Gebet 2020 Corona

Versammlung des Gorlebener Gebets

Die Initiative Gorlebener Gebet lädt am Sonntag, 17. Oktober, zu ihrer Jahreshauptversammlung ein. Direkt nach der traditionellen Veranstaltung an den Kreuzen unweit des Bergwerks (Beginn: 14.00 Uhr) wird die Versammlung im Gasthaus Wiese in Gedelitz stattfinden.

ask_2021_desktop_header_x2.jpg__1900x680_q85_crop_subject_location-950,339_subsampling-2_upscale

Alternative Statuskonferenz

Wie ist der Stand der Suche für ein Atommülllager zehn Jahre nach dem Neustart, ein Jahr nach der Veröffentlichung erster Zwischenergebnisse und kurz nach Ende des ersten Beteiligungsformats? Dazu informieren .ausgestrahlt, BUND, AG Schacht Konrad und BI am 30. und 31. Oktober umfassend. zur Anmeldung der Online-Veranstaltung

statement

Bündnis-Statement zur EU-Taxonomie: Uranabbau „hochgradig schädlich“

Das Bündnis European Alliance for the Self-Determination of Indigenous PeopleS hat am Dienstag in einem Statement auf die Folgen des Uranbergbaus auf dem Territorium indigener Völker aufmerksam gemacht. Die BI gehört zu den Mitunterzeichner:innen. (mehr …)

Logo_schwarz_Kirche

Akute Räumungsgefahr in Lützerath!

Mit Baggern und schweren Räumfahrzeugen will der Energiekonzern RWE in diesem Herbst und Winter das Dorf Lützerath am angrenzenden Braunkohletagebau Garzweiler II zerstören. Aktivist:innen rufen zu Protesten auf. Die BI Umweltschutz ist solidarisch mit den Aktionen gegen weiteren Kohleabbau und für Klimaschutz. (mehr …)

Auf der Suche nach Inhalten?

PRESSEMITTEILUNGEN

Auf zu einem Protestwochenende in Lützerath

14. Oktober 2021

Im Sommer führte ein Kreuzweg von Gorleben nach Lützerath. Das Dorf liegt an der Abbruchkante zum Braunkohletagebau Garzweiler und ist aktuell vom Abriss bedroht. Ab dem 1.10.21 darf der Energiekonzern RWE wieder in Lützerath Bäume roden und auch Häuser abreißen. Wenn Lützerath fällt, kann die RWE kilometerweit ins Land baggern und hunderte Millionen Tonnen Braunkohle…

Mehr Lesen

Alternative Statuskonferenz zur Endlagersuche

6. Oktober 2021

Umweltorganisationen und Initiativen planen Alternative Statuskonferenz zur Standortsuche für ein Atommüll-Lager als Online-Konferenz am 30. und 31. OktoberVor zehn Jahren wurde die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle neu gestartet. Vor einem Jahr hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) erste Zwischenergebnisse vorgelegt, die über 50 Prozent der Landesfläche als „potentiell geeignet“ für die Endlagerung…

Mehr Lesen

Packen wir´s an

27. September 2021

Auf die frisch gewählte Landrätin Dagmar Schulz kommt gleich Arbeit zu. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) richtet sich an sie – verbunden mit den Glückwünschen zu Wahl – mit der Bitte, in Sachen K 8 unverzüglich eine Bürger:innenversammlung einzuberufen.

Mehr Lesen

TERMINE & AKTIONEN

So. 17.10.2021
13.00 Uhr
Gorleben, BelugaSonntagsspaziergang
So. 17.10.2021
14.00 Uhr
Gorleben, an den KreuzenGorlebener Gebet
Mo. 18.10.2021
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima-Mahnwache
Di. 19.10.2021
15 Uhr
„Das Hahnenberger“
Am Schützenplatz 4, 29471 Gartow
Fachausschuss Atom der KT Lüchow-Dannenberg
u.a. mit Oda Becker zum Thema Langzeitzwischenlagerung

GORLEBEN RUNDSCHAU

„Das Kreuz mit Kohle und Atom“ betitelt Greenpeace Energy seine Aufklärung für den diesjährigen „Kreuzweg für die Schöpfung“ von Gorleben nach Lützerath in den Braunkohletagebau Garzweiler. Allein erneuerbare Energien sind eine sichere Bank für eine nachhaltige Zukunft. „Gorleben soll leben“ findet mit dieser Mahnung seine konsequente Fortsetzung in den Initiativen „Alle Dörfer bleiben“ und „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ gegen den brutalen Braunkohleabbau der Energiekonzerne. Und hier wie dort kämpfen Menschen eben nicht nur um den Fortbestand ihrer kleinen Welt, sondern um nichts weniger als den Fortbestand der Schöpfung selbst.

Ich gestehe: als ich das erste Mal das gelbe X in der Blockade von Kohlezügen sah, erschrak ich, denn noch hatten wir das Nuklearzeitalter und seine strahlenden Hinterlassenschaften nicht hinter uns gelassen. Aber angesichts abschmelzender Polkappen, dramatischer Wetterkapriolen und tiefgreifender Veränderungen unserer gesamten Umwelt begriff ich, dass Kohle und Atom derselben Hybris entsprungen sind: der gnadenlosen industriellen Verwertung unserer Umwelt zugunsten kurzfristiger Energiegewinnung und schneller Profite. „Es geht doch nur um Strom!“ rief bei meinem Besuch in Japan ein kleines Mädchen angesichts der Zerstörung seiner Welt und seiner Zukunft in der Nuklearkatastrophe von Fukushima. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Klimagerechtigkeit vom März dieses Jahres ist klar: Der grundgesetzliche Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit schließt den Schutz vor Beeinträchtigungen durch Umweltbelastungen ein, gleich von wem und durch welche Umstände sie drohen. Dem Staat obliege es aber darüber hinaus, auch die Freiheit künftiger Generationen zu schützen, indem er unverzüglich geeignete Vorkehrungen zur verlässlichen Reduzierung von Treibhausgasen und zum Übergang in die Klimaneutralität ergreift.

Wer nun aber annimmt, mit dem schnellen Umstieg auf Sonne, Wind und Biomasse alleine wäre es schon getan, sei hier gewarnt. So viele Windräder, dass wir alle grenzenlos mit dem Elektro-SUV durch die Landschaft brausen könnten, verträgt dieselbe womöglich gar nicht. Denn neben der Bedrohung durch die menschengemachte Klimaerwärmung haben wir es auch mit einem rasanten Artensterben zu tun, so dass die Wissenschaft bereits von Anzeichen eines anthropogenen Zeitalters des „sechsten Massensterbens“ auf unserem Planeten spricht. Konsequente Energieeinsparung und Steigerung der Effizienz sind jetzt gefragt. Es geht um einen sanften Umgang mit der Schöpfung und eine Abkehr von der Gewalttätigkeit, mit der wir die Ressourcen unseres Heimatplaneten verschleudern, als ob es kein Morgen gäbe.Das wird nur möglich sein, wenn wir Innovationen zulassen, klug regional angepasste Konzepte verfolgen und uns vom Größenwahn der Industrialisierung von Landschaft abwenden. Denn noch haben wir Handlungsoptionen und noch sind große Teile einer lebendigen Welt vorhanden, die wir eines Tages schmerzlich vermissen könnten.

Und bei allen derartigen Entscheidungen muss die Zivilgesellschaft sorgfältiger mitgenommen werden, denn Rechnungen ohne den Wirt können wir uns jetzt nicht mehr leisten. Nicht beim Klima und nicht beim Atommüll.

An unsere Gäste: Genießen Sie die Artenvielfalt einer überwältigend vielgestaltigen Landschaft und gehen Sie bitte achtsam damit um.

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg