1200x675

75 Jahre nach Hiroshima & Nagasaki

Anlässlich des traurigen Jubiläums der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima & Nagasaki findet in Lüchow am Donnerstag für 30 Minuten ein "Schweigekreis" auf dem Marktplatz statt. Beginn: 19.00 Uhr. Unsere gemeinsame Forderung: Atomwaffen abschaffen!

gr_2020_07

Die Atomkraft ist out – die Endlagersuche steht an

Schwerpunkt der neuen Gorleben Rundschau (GR) ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob die Atomkraft – vor allem auf dem Hintergrund der Klimakrise – vor einer Renaissance stehen könnte. Christoph Pistner, der Bereichsleiter Nukleartechnik & Anlagensicherheit des Öko-Instituts Darmstadt, sagt zu den Möglichkeiten einer Atom-Renaissance im GR-Interview deutlich: „Das sehe ich überhaupt nicht!“ (mehr …)

OnlineVeranstaltung2

Atommüll: Über GAUkeleien und KERNkompetenzen

2022 sollen die letzten Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Doch der Ausstieg ist noch lange nicht das Ende der Geschichte. Einerseits werden in Gronau und Lingen noch angereichertes Uran und Brennelemente für den Export hergestellt, andererseits bleibt das Problem mit den strahlenden Hinterlassenschaften aus mehr als 60 Jahren Atomenergienutzung. (mehr …)

Erkundungsbergwerk Gorleben

Juristisches Gutachen zur Fachkonferenz Teilgebiete

Welche Bedeutung hat die Fachkonferenz Teilgebiete für die Suche nach einem Endlager? Im Rahmen der Landespressekonferenz  hat die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ein juristisches Gutachten präsentiert und erhebt Forderungen. zur Presseerklärung

ahaus

Ahaus: Zwischenlager wird ein Dauerlager

Am 17. Juli hat die Bezirksregierung Münster die Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll bis zum Jahr 2057 im Atommülllager Ahaus genehmigt. Damit wird aus dem „Zwischenlager“ quasi ein Dauerlager, bei dem alle vorher gegebenen Versprechen, Genehmigungen und Fristen ad absurdum geführt werden. Für den 26. Juli haben Aktivist*innen eine Demo angekündigt. - mehr erfahren auf bi-ahaus.de

projektion-akw-neckarwestheim-stefan-mayer.jpg__975x325_q85_crop_subject_location-487,162_subsampling-2_upscale

Neckarwestheim: Kein Anfahren nach der Revision!

Mit der Unterzeichnung der "Neckarwestheimer Erklärung" fordern wir, dass der Meiler in Baden-Württemberg sofort wieder abgeschaltet werden muss, weil er irreparabel geschädigt ist. (mehr …)

thumbnail

Explorationsfirma gibt auf

Die Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen (Gas & Öl) u.a. im Feld "Prezelle" wurde vorzeitig an das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zurück gegeben. Ein Erfolg auch für die AG Erdgas-Erdöl-Fracking der BI. zur Presseerklärung

twitter

BI twittert wieder

Nachdem im September 2009 der Protesttreck nach Berlin gerollt war, hat die BI angefangen zu twittern. Damit war Ende März Schluß, als der twitter-Account @gorleben gesperrt wurde. Wir haben uns keinen unterstellten "Regelverstoss" vorzuwerfen, diese Sperrungen passieren laut twitter automatisiert und die BI wurde "versehentlich als Spam eingeordnet". Nach über 3 Monaten kam nun gestern Abend der "Dank für unsere Gelduld" und wir sind wieder online. Ab sofort werden wir vor allem die Suche nach einem Atommülllager und den Konflikt um Gorleben dabei auf twitter weiter kritisch begleiten. Wir freuen uns über Follower! - zu twitter.com/gorleben

1495t

Endlagersuche: „Es kann alles passieren“

Am Dienstagabend (7. Juli) war Dr. Jörg Tietze von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im Kreisatomausschuss zu Gast. Dort hat er zur laufenden Suche nach einem Atommülllager einige wichtige Hinweise gegeben. (mehr …)

Auf der Suche nach Inhalten?

PRESSEMITTEILUNGEN

Die Atomkraft ist out – die Endlagersuche steht an

3. August 2020

Schwerpunkt der neuen Gorleben Rundschau (GR) ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob die Atomkraft – vor allem auf dem Hintergrund der Klimakrise – vor einer Renaissance stehen könnte. Christoph Pistner, der Bereichsleiter Nukleartechnik & Anlagensicherheit des Öko-Instituts Darmstadt, sagt zu den Möglichkeiten einer Atom-Renaissance im GR-Interview deutlich: „Das sehe ich überhaupt nicht!“

Mehr Lesen

BI-Büro auswärts!

28. Juli 2020

Am kommenden Samstag um 15 Uhr wird Torben Klages Gäste und Einheimische an den Atomanlagen in Gorleben informieren. Bei Klages laufen alle Infos zusammen, aus einem guten Grund, er arbeitet im Büro der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI).

Mehr Lesen

BGE-Zwischenbericht, Fachkonferenz Teilgebiete und Gorleben: Die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg präsentiert auf der Landespressekonferenz in Hannover ein juristisches Gutachten und erhebt Forderungen

22. Juli 2020

Im Herbst dieses Jahres geht die Suche nach dem Standort für ein zukünftiges Endlager für hochradioaktiven Abfall in eine neue Runde. Wenn am 30. September der Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) erscheint, wird die bis heute als „weiß“ bezeichnete Landkarte erstmals Flecken bekommen. Nach Ausschluss der Gegenden, die ungünstige geologische Grundvoraussetzungen aufweisen, werden dann…

Mehr Lesen

TERMINE & AKTIONEN

Do. 6.08.2020
19 Uhr
Lüchow
Marktplatz
Hiroshima-Tag
Mahnwache
Sa. 8.08.2020
15 Uhr
Gorleben Atomanlagen
Belugaschiff
Informative Führung für Besucher*innen
So. 9.08.2020
13 Uhr
Gorleben Atomanlagen
Infotafeln Salinasgelände
Sonntagsspaziergang
So. 9.08.2020
14 Uhr
Gorlebener TannGorlebener Gebet

GORLEBEN RUNDSCHAU

Die angeblich unbefleckte Landkarte der nuklearen Endlagersuche, auf welcher sich das willkürlich festgelegte so genannte „Erkundungsbergwerk Gorleben“ im vor einem halben Jahrhundert noch „jungfräulich“ titulierten Salzstock Gorleben-Rambow als Mahnmal gescheiterter Energie- und sorgloser Entsorgungspolitik schmerzhaft abhebt, soll diesen Herbst mit dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) „erstmals Flecken bekommen“, wenn günstige „Teilgebiete“ benannt werden, wie Andreas Conradt in seinem Bericht über das aktuelle Rechtsgutachten der Bürgerinitiative bemerkt. In einem „lernenden Verfahren“ sollten die späteren Betroffenen eigentlich von Beginn an beteiligt werden, ein hehres Unterfangen, wenn jetzt die Daten der 40 Jahre alten Erkundungsbohrungen Go 1002, 1003, 1004 und 1005 als „obertägige Erkundungsergebnisse“ zur Beurteilung herangezogen werden (an der Tiefbohrstelle 1004 wurde am 3. Mai 1980 das Hüttendorf Republik Freies Wendland gegründet). Auch angesichts von Hygieneauflagen und Lockdown beharren die verantwortlichen Behörden auf den gesetzlichen Vorgaben und drohen, die sogenannten Teilgebietskonferenzen einfach nach Zeitplan „hybrid“ durchzuführen, also in weiten Teilen virtuell. Entsprechende Kritik des Nationalen Begleitgremiums (NBG), des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und auch der Bürgerinitiative verhallt leider bislang wirkungslos, wobei noch nicht einmal die Adressaten solcher Forderungen feststehen.

Damit das Standortauswahlgesetz an verschiedenen Stellen tatsächlich „lernen“ könnte, bedürfte es nämlich vermutlich einiger Gesetzesänderungen, aber solche sind vor den nächsten Bundestagswahlen (und womöglich überhaupt...) wenig aussichtsreich.Während wir alle nun aber gerade zu lernen haben, uns Verhaltensänderungen angewöhnen und Pläne über den Haufen werfen müssen, erweist sich die Grundannahme des Standortauswahlverfahrens, dass es ein „lernendes“ sei, offenbar als Farce. Abhilfe kann hier wohl nur das Bundesumweltministerium schaffen oder das von diesem mit der Fachaufsicht betraute Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

Bei aller Kritik am Verfahren bleibt aber dennoch möglich und im Sinne der Sicherheit auch dringend zu hoffen, dass Gorleben trotz Manipulationen an den Kriterien in der Endlagerkommission und unfairen Voreinstellungen schon in wenigen Wochen im ersten Verfahrensschritt herausfällt, weil an diesem durchlöcherten Salzstock unter der Elbe Ausschlusskriterien greifen oder Mindestanforderungen nicht erfüllt sind.

Mit dieser Hoffnung und auch der, dass wir unsere Distanz bald wieder aufgeben können, wünschen wir Euch einen aktiven Sommer!

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg