Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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Fachtagung zu politischem Protest

Das Festhalten an Gorleben ist eine schwere Hypothek und der Beschluss, 2020 Endlagerregionen festzulegen, und zwar ohne Transparenz, das wird nach hinten losgehen – so resümieren wir eine Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Fachtagung „Auf die Straße!“. zum Blogbeitrag

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Ende Gelände!

Vom 19. bis 24. Juni werden sich erneut Aktivist*innen ungehorsam der Zerstörung im Rheinland entgegenstellen und die Kohle-Infrastruktur blockieren. Die BI erklärt sich solidarisch mit allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle. (mehr …)

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Zweierlei Maß

Da müssen wir tief Luft holen: Einerseits hat das Historische Museum Hannover eine Veranstaltung zur Endlagersuche, die wir dort im Rahmen der Ausstellung 40 Jahre Treck durchführen wollten, abgelehnt. Andererseits ist morgen abend das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit zu Gast, um – womöglich vor „unserer“ Kulisse – über ihre Idee der neuen Endlagersuche zu referieren (die wir zu Recht kritisieren). zum Blogbeitrag

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DANKE für die Unterstützung!

Tausende Menschen feierten am 7.6. in Gorleben die Kulturelle Widerstandspartie. An zahlreichen wunde.r.punkten zeigten Aussteller*innen und Besucher*innen Flagge gegen Atom. zum Blog-Beitrag

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Für Klimaschutz – gegen Atom & Gorleben

Tausende Menschen beteiligten sich am Freitag, 7. Juni, an den Protesten in Gorleben. zur Presseerklärung mit Bildern

Rund 700 Antomkraftgegner haben im Oktober 2016 in Lingen gegen die dortige Brennelementefabrik demonstriert und ihre sofortige Abschaltung gefordert. Genau wie die Urananreicherungsanlage in Gronau ist die BE-Fabrik bislang vom deutschen Atomausstieg ausgenommen.

Klimadebatte: Atomkraft – ja bitte?

Denjenigen, die am Ausstiegskonsens rütteln, wird die Atommüllfrage um die Ohren fliegen, prophezeit die BI. – zur Pressemitteilung

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PRESSEMITTEILUNGEN

Klimaschutz und Widerstand gegen Gorleben – ja bitte!

8. Juni 2019

Gleich nach der nostalgischen Demo-Modenschau mit alten Parkas, Friesennerz und schicken Klamotten mit dem Gorleben-typischen Widerstands-X ging es weiter mit einer echten Demonstration: Tausende umrundeten zu Fuß und Traktor das Gelände des „Erkundungsbergwerks Gorleben“ und forderten das Ende dieses Projekts.

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Atomkraft – wie bitte?

6. Juni 2019

Stimmen aus Politik und Wirtschaft werden unter dem Eindruck der Friday for Future-Demonstrationen und mit Blick auf den geplanten Ausbau der Elektromobilität laut, die Laufzeit der verbliebenen Atomkraftwerke über das Jahr 2022 zu verlängern.

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Demo in Gorleben: 30 Jahre KLP, 30 Jahre Gorlebener Gebet

4. Juni 2019

Mit einer Torte, einer Demo-Modenschau, Polit-Talks und Musik feiert die Kulturelle Landpartie am kommenden Freitag ab ca.15 Uhr ihren 30sten Geburtstag – natürlich in Gorleben an den Atomanlagen auf der Widerstandspartie. Die Geburtstagstafel wird dann zum Laufsteg für eine Modenschau der besonderen Art. Die Widerstandsgeschichte wird zum Beispiel mit einer Demokleidungsmodenschau lebendig.

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TERMINE & AKTIONEN

Mo. 17.06.2019
18 Uhr
Dannenberg
Marktplatz
Fukushima Mahnwache
Mo-Di. 17./18.06.2019Hamburg
Radisson Blu Hotel
Marseiller Straße
"Auf die Straße!"
Politischer Protest in Deutschland – eine Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.
Anmeldeschluss 4. Juni
Fr./Sa. 21./22. Juni 2019Historisches Museum Hannover (Pferdestr. 6, 30159 Hannover) sowie im Vortragssaal des
Restaurants Zeitfür (Hannah-Arendt-Platz 1, 30159 Hannover. Der Vortragssaal befindet sich im
Untergeschoss des Landtages, Eingang von der Karmarschstraße
Tagung:
„Der Gorleben-Treck 1979 und die niedersächsische Landesgeschichte.
Der Anti-Atom-Protest als soziale Bewegung im regionalen und
internationalen Vergleich“
Mo. 24.06.19
18 Uhr
DannenbergFukushima Mahnwache

GORLEBEN RUNDSCHAU

„Es war einmal eine Stadt, in der alle Geschöpfe in Harmonie mit ihrer Umwelt zu leben schienen...“. So begann vor einem halben Jahrhundert ein Buch, welches die Wahrnehmung von Generationen verändern sollte: Der stumme Frühling. Obwohl dieses Sachbuch die katastrophalen Folgen eindrücklich darlegte, wurde die Anwendung des im Buch angeprangerten Agrargiftes DDT in der westlichen Welt erst ein Vierteljahrhundert später eingestellt; in Indien dauert die Produktion übrigens bis heute an.

Können Sie sich eigentlich eine Million vorstellen? Laut dem Artenschutzbericht der UN sind derart viele Tier- und Pflanzenarten, und damit ein Achtel aller Arten, gerade aktuell vom Aussterben bedroht, darunter 40 Prozent aller Amphibien und 25 Prozent aller Säugetiere. Für dieses Massensterben ursächlich sind aber nicht allein Pflanzenvernichtungsmittel wie Glyphosat oder Insektengifte wie Neonicotinoide, sondern auch die massive Veränderung von Lebensräumen sowie der menschengemachte Klimawandel.

Bereits drei Viertel der Naturräume an Land und zwei Drittel im Meer sind erheblich durch den Menschen verändert und damit geschädigt. Beginnen aber die Ursachen der Klimakatastrophe schon innerhalb unserer vier Wände, so fängt auch die Zerstörung von Habitaten unmittelbar vor der Haustür an. Bei mir in der Nähe wurde beispielweise gerade eine verwunschene Schrebergartenkolonie voller uralter Bäume mit dem Bulldozer weggeschoben, um dem siebten Supermarkt unserer Zwergstadt Platz zu machen. Der bisherige Markt bleibt dabei als vollversiegelte Industriebrache nutzlos zurück. Erschreckend klein ist dagegen der „gewonnene“ innerstädtische Bauplatz, nachdem mit der bisherigen grünen Lunge auch der Artenreichtum eines Regenwaldes unwiederbringlich abgeräumt war...

Ob es alte Straßenbäume, Hecken, Krautsäume oder kleinräumige Landschaftsstrukturen sind, immer gibt es angeblich unausweichliche Sachzwänge, warum sie weichen müssen: Verkehrssicherheit, Straßenbau, Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze, Deichbau, technologischer Fortschritt oder Wohnraumbedarf fordern ihren Tribut.

Hilflos erscheinen dagegen oft die gesetzlich geforderten „Ausgleichsmaßnahmen“, wie beispielsweise mit hohem Kosten- und Bauaufwand konstruierte künstliche Lebensräume. So ist es ja auch noch niemandem gelungen, einen jahrhundertealten Wald nachzupflanzen oder eine ausgestorbene Art in die Welt zurück zu holen.

Es könnte also womöglich nicht so sehr geboten sein, noch mehr zu unternehmen, sondern vielmehr, erheblich mehr zu unterlassen. Ein Leitsatz, den wir uns auch für die Klimadebatte zu Herzen nehmen sollten...

Martin Donat, Vorsitzender der BI Lüchow-Dannenberg