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Lützerath ruft! Wir kommen.

Die BI wird unsere Freund:innen an der Kante des Braunkohleabbausgebietes Garzweiler im Kampf für mehr Klimaschutz und gegen die Zerstörung der Dörfer unterstützen. Geplant ist die Anreise einer wendländischen Delegation zu den Protesten in Lützerath vom 29. bis zum 31. Oktober. (mehr …)

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Alternative Statuskonferenz

Wie ist der Stand der Suche für ein Atommülllager zehn Jahre nach dem Neustart, ein Jahr nach der Veröffentlichung erster Zwischenergebnisse und kurz nach Ende des ersten Beteiligungsformats? Dazu informieren .ausgestrahlt, BUND, AG Schacht Konrad und BI am 30. und 31. Oktober umfassend. zur Anmeldung der Online-Veranstaltung

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Bündnis-Statement zur EU-Taxonomie: Uranabbau „hochgradig schädlich“

Das Bündnis European Alliance for the Self-Determination of Indigenous PeopleS hat am Dienstag in einem Statement auf die Folgen des Uranbergbaus auf dem Territorium indigener Völker aufmerksam gemacht. Die BI gehört zu den Mitunterzeichner:innen. (mehr …)

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Akute Räumungsgefahr in Lützerath!

Mit Baggern und schweren Räumfahrzeugen will der Energiekonzern RWE in diesem Herbst und Winter das Dorf Lützerath am angrenzenden Braunkohletagebau Garzweiler II zerstören. Aktivist:innen rufen zu Protesten auf. Die BI Umweltschutz ist solidarisch mit den Aktionen gegen weiteren Kohleabbau und für Klimaschutz. (mehr …)

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Alternativer Nobelpreis für Vladimir Slivyak

Unser Freund und langjähriger Mitstreiter für eine Welt ohne Atomenergie, der russische Aktivist Vladimir Slivyak, erhält den Alternativen Nobelpreis. Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung! (mehr …)

Wenige Tage nach Bekanntwerden des Umstands, dass der Salzstock im Wendland nicht weiter auf die Eignung als Atommülllager erkundet werden soll, feiern Atomkraftgegner das Aus für Gorleben nach 43 Jahren des Widerstands.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG

28. September

Heute vor einem Jahr ist der Standort Gorleben aus der Endlagersuche ausgeschlossen worden. Heute ist klar: das Schacht wird verfüllt! Im Wendland stehen aber 113 Atommüll-Behälter mit hochradioaktivem Inhalt, unsicher, ohne Ziel & Perspektive. Das Wendland ist mit vier Tongebieten weiter bei der Endlagersuche dabei. Wir haben Geschichte geschrieben, aber wie die Geschichte ausgeht, müssen wir mit angehen.

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PRESSEMITTEILUNGEN

„Endlagersuche völlig neu austarieren!“

19. Oktober 2021

Stefan Studt von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat eingestanden, dass die Endlagersuche völlig neu austariert werden muss. Neben einer Atommülldeponie für hochradioaktive Abfälle müsse ein weiteres Endlager für schwach- und mittelaktive Abfälle gebaut werden, räumte der BGE-Chef mit Blick auf die Abfälle ein, die aus der havarierten, illegal betriebenen Atommülldeponie Asse II bei Wolfenbüttel…

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Auf zu einem Protestwochenende in Lützerath

14. Oktober 2021

Im Sommer führte ein Kreuzweg von Gorleben nach Lützerath. Das Dorf liegt an der Abbruchkante zum Braunkohletagebau Garzweiler und ist aktuell vom Abriss bedroht. Ab dem 1.10.21 darf der Energiekonzern RWE wieder in Lützerath Bäume roden und auch Häuser abreißen. Wenn Lützerath fällt, kann die RWE kilometerweit ins Land baggern und hunderte Millionen Tonnen Braunkohle…

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Alternative Statuskonferenz zur Endlagersuche

6. Oktober 2021

Umweltorganisationen und Initiativen planen Alternative Statuskonferenz zur Standortsuche für ein Atommüll-Lager als Online-Konferenz am 30. und 31. OktoberVor zehn Jahren wurde die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle neu gestartet. Vor einem Jahr hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) erste Zwischenergebnisse vorgelegt, die über 50 Prozent der Landesfläche als „potentiell geeignet“ für die Endlagerung…

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TERMINE & AKTIONEN

Di. 19.10.2021
15 Uhr
„Das Hahnenberger“
Am Schützenplatz 4, 29471 Gartow
Fachausschuss Atom der KT Lüchow-Dannenberg
u.a. mit Oda Becker zum Thema Langzeitzwischenlagerung
30./31.10. 2021Leider nur als Online-KonferenzAlternative Statuskonferenz;
Programm & Anmeldung hier

GORLEBEN RUNDSCHAU

„Das Kreuz mit Kohle und Atom“ betitelt Greenpeace Energy seine Aufklärung für den diesjährigen „Kreuzweg für die Schöpfung“ von Gorleben nach Lützerath in den Braunkohletagebau Garzweiler. Allein erneuerbare Energien sind eine sichere Bank für eine nachhaltige Zukunft. „Gorleben soll leben“ findet mit dieser Mahnung seine konsequente Fortsetzung in den Initiativen „Alle Dörfer bleiben“ und „Die Kirche(n) im Dorf lassen“ gegen den brutalen Braunkohleabbau der Energiekonzerne. Und hier wie dort kämpfen Menschen eben nicht nur um den Fortbestand ihrer kleinen Welt, sondern um nichts weniger als den Fortbestand der Schöpfung selbst.

Ich gestehe: als ich das erste Mal das gelbe X in der Blockade von Kohlezügen sah, erschrak ich, denn noch hatten wir das Nuklearzeitalter und seine strahlenden Hinterlassenschaften nicht hinter uns gelassen. Aber angesichts abschmelzender Polkappen, dramatischer Wetterkapriolen und tiefgreifender Veränderungen unserer gesamten Umwelt begriff ich, dass Kohle und Atom derselben Hybris entsprungen sind: der gnadenlosen industriellen Verwertung unserer Umwelt zugunsten kurzfristiger Energiegewinnung und schneller Profite. „Es geht doch nur um Strom!“ rief bei meinem Besuch in Japan ein kleines Mädchen angesichts der Zerstörung seiner Welt und seiner Zukunft in der Nuklearkatastrophe von Fukushima. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Klimagerechtigkeit vom März dieses Jahres ist klar: Der grundgesetzliche Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit schließt den Schutz vor Beeinträchtigungen durch Umweltbelastungen ein, gleich von wem und durch welche Umstände sie drohen. Dem Staat obliege es aber darüber hinaus, auch die Freiheit künftiger Generationen zu schützen, indem er unverzüglich geeignete Vorkehrungen zur verlässlichen Reduzierung von Treibhausgasen und zum Übergang in die Klimaneutralität ergreift.

Wer nun aber annimmt, mit dem schnellen Umstieg auf Sonne, Wind und Biomasse alleine wäre es schon getan, sei hier gewarnt. So viele Windräder, dass wir alle grenzenlos mit dem Elektro-SUV durch die Landschaft brausen könnten, verträgt dieselbe womöglich gar nicht. Denn neben der Bedrohung durch die menschengemachte Klimaerwärmung haben wir es auch mit einem rasanten Artensterben zu tun, so dass die Wissenschaft bereits von Anzeichen eines anthropogenen Zeitalters des „sechsten Massensterbens“ auf unserem Planeten spricht. Konsequente Energieeinsparung und Steigerung der Effizienz sind jetzt gefragt. Es geht um einen sanften Umgang mit der Schöpfung und eine Abkehr von der Gewalttätigkeit, mit der wir die Ressourcen unseres Heimatplaneten verschleudern, als ob es kein Morgen gäbe.Das wird nur möglich sein, wenn wir Innovationen zulassen, klug regional angepasste Konzepte verfolgen und uns vom Größenwahn der Industrialisierung von Landschaft abwenden. Denn noch haben wir Handlungsoptionen und noch sind große Teile einer lebendigen Welt vorhanden, die wir eines Tages schmerzlich vermissen könnten.

Und bei allen derartigen Entscheidungen muss die Zivilgesellschaft sorgfältiger mitgenommen werden, denn Rechnungen ohne den Wirt können wir uns jetzt nicht mehr leisten. Nicht beim Klima und nicht beim Atommüll.

An unsere Gäste: Genießen Sie die Artenvielfalt einer überwältigend vielgestaltigen Landschaft und gehen Sie bitte achtsam damit um.

Martin Donat, Vorsitzernder der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg