GO20

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76 Tausend gingen in Hamburg gegen den G 20 Gipfel auf die Straße. Stundenlang dauerte es, bis der bunte Demonstrationszug vom Steintorplatz am Hauptbahnhof bis zum Heiligengeistfeld durchkam: das Motto lautete: „Grenzenlose Solidarität statt G20“. Unter ihnen waren auch zahlreiche Lüchow-Dannenberger_innen, die mit dem Bus der BI Umweltschutz, per Bahn oder privat in die Hansestadt angereist waren und zeigen wollten, was sie von dem Treffen der Mächtigsten dieser Welt halten: niX!

 

Oder nicht viel. Denn unbestritten ist, dass es zu gewichtigen weltumspannenden Themen eine supranationale Verständigung geben muss. Jenseits der Politiker-Bilder vom Gipfel und des Demo-Geschehens blieb verborgen, dass eine Woche lang in vielen Foren der fundierter Protest gegen das G-20-Treffen artikuliert wurde. Das bunte Bild der Demo mit den vielen Einzelthemen spiegelt wieder, dass tatsächlich auch ein inhärent vernetztes Geflecht an Symptomen einer verfehlten Wirtschafts- und Klimapolitik existiert:

“Das Verschwinden von Kuh, Kiebitz und Biene von unseren Weiden sowie die erhöhte Belastung des Trinkwassers hängen ursächlich zusammen mit den Einsatz gefährlicher Pestizide und dem Exportüberschuss in der Fleischproduktion. Die zu Massenmigration führende Misere in Afrika ist unter anderem Konsequenz eines Festhaltens an fossilen Energien im “globalen Norden”, dessen wettbewerbsverzerrende Subventionspolitik – unter anderem von Fleischexporten nach Afrika – die Wirtschaft des “globalen Südens” zusätzlich schwächt und dort soziale Erosion erzeugt.” (Gesa Mackenthun, SZ-Leserzuschrift)

Die Entscheiderinnen und Entscheider der G20-Staaten müssten sich gemeinsam, sofort und konstruktiv um die Verbesserung der existenziellen Grundlagen für die Milliarden gleichberechtigten Menschen auf den Kontinenten bemühen. Alles andere wäre fatal: Verpestete Luft, privatisiertes, unzugängliches oder verseuchtes Wasser, pestizidvergiftete Erde, Pflanzen und Tiere, das wurde auch in den Redebeiträgen deutlich, die u.a. von Kerstin Rudek moderiert wurden. Auffällig: Humorvoll, witzig und tiefsinnig nahmen die Demonstrant_innen den Gipfel auf Schippe.

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Kerstin Rudek streute immer wieder ein, dass sich auch das Thema Atomkraft noch lange nicht erledigt habe, erst recht nicht, wenn man über den bundesrepublikanischen Tellerrand schaut.

Den Fokus der BI-Arbeit werde man deshalb auch auf den Klimagipfel COP 23 legen, der im November in Bonn stattfindet, kündigte Ehmke an. Der Aufruf zur nächsten Großdemonstration in Bonn liegt schon vor. Für die BI war der Demo-Tag am Samstag in Hamburg “ein Warmlaufen für Bonn”, zumal eine Passage in die Abschlusserklärung aufgenommen wurde, die ausdrücklich die US-Position zu Wort kommen lässt. Darin steht, dass die USA eng mit anderen Ländern zusammenarbeiten und ihnen helfen wollen, “fossile Brennstoffe sauberer und wirksamer zu nutzen”. Die Formulierung ist absurd, weil fossile Energien eigentlich auslaufen müssen, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Umweltschützer fürchten ein Revival der Kohle, andere verteidigten die Formulierungen als “Brücke” für die USA, die womöglich eines Tages sogar zurück ins Klimaabkommen führen könnte.

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Text und erste Fotos Wolfgang Ehmke, 0170 510 56 06

 

 

Wir waren beim COP23!

Don't nuke the climate!

Neuer Kalender
Neue Klamotten!
Neuer Flyer
NDR zu 40 Jahre
Martin Donat im Interview, Beitrag zu 40 Jahre Gorleben:
Abschalten!
Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.


Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kommission am Ende