PRESSEMITTEILUNG

Röttgens Gorlebenmonologe

Gorleben-Dialog durch die Hintertür
BI Umweltschutz stellt Forderungen

Durch die Hintertür will das Bundesumweltministerium nun doch den Gorleben-Dialog starten: ab dem 14. September soll sich die interessierte Öffentlichkeit online über die Gas – und Kohlenwasserstoffvorkommen im Salzstock Gorleben informieren und Experten Fragen stellen können, im Oktober ist dann eine öffentliche Veranstaltung zu diesem brisanten Thema geplant.
Der Gorleben-Widerstand hatte dem Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) die kalte Schulter gezeigt, zu einem Gorleben-Dialog, der – statt einer endgültigen Aufgabe Gorlebens als nukleares Endlager – allein der Akzeptanzbeschaffung für den Weiterbau des Endlagerbergwerks dient, waren weder die Parteien der Gruppe X im Kreistag noch Umweltverbände oder Bäuerliche Notgemeinschaft bereit. In einer Ketten-Mail des BMU heißt es wörtlich:“ Dieses Beteiligungsangebot richtet sich an alle, die sich für die Weitererkundung des Salzstocks Gorleben als Endlager für radioaktive Abfälle interessieren.“ Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) bleibt deshalb bei ihrer ablehnenden Haltung. Ihr Sprecher Wolfgang Ehmke bezeichnet den neuen Vorstoß Röttgens als „Gorleben-Monologe des Ministers“.

Die BI-Vorsitzende Kerstin Rudek stellt klar, dass eine Beteiligung an dem Dialog im Netz für die Anti-Atom-Aktivisten nicht in Frage käme, solange in Gorleben unter Tage im Dreischichtbetrieb weiter gebaut und am nächsten Castor-Transport festgehalten werde. „Wir werden Norbert Röttgen nichts ins Netz gehen“, sagte Rudek.

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