PRESSEMITTEILUNG

Gorleben – ein Topf mit Löchern

Gorleben bleibt im Topf?

„Wird Gorleben erneut politisch verdealt?“ Die Frage wirft die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf und stützt sich dabei auf Informationen des NDR 1. Der Sender hat im Vorfeld des nächsten Bund-Länder-Gesprächs zur Enlagersuche, das am kommenden Donnerstag in Berlin stattfindet, auf ein Positionspapier des Rheinland-Pfälzischen Wirtschaftsministeriums verwiesen, indem das Festhalten an Gorleben als Allparteienkonsens dargestellt wurde. Demnach bleibt Gorleben im Topf: „Einigkeit besteht darüber, dass der Salzstock Gorleben aus systematischen Gründen nicht schon im Vornherein von der Standortauswahl ausgeschlossen werden sollte“, heißt es in dem Papier, in dem die Position der sogenannten A-Länder (der Regierungsopposition) beschrieben wird.

„Die politisch einmalige Chance, eine nüchterne Atommüllbilanz zu ziehen und wirklich mit einer weißen Landkarte ohne das milliardenschwere Projekt in Gorleben eine Endlagersuche zu starten, wird hier vergeben“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Die geologischen Mängel des Salzstocks würden offensichtlich weniger schwer wiegen als der Erhalt des Geschäftsmodells Gorleben, wo die Atomwirtschaft mit einer fest vereinbarten Gewinnmarge in den Bau des Erkundungsbergwerks am eigenen Mülldesaster verdient.

„Wir werden Donnerstag zusammen mit Umweltverbänden und Anti-AKW-Gruppen für einen Stopp der Atommüllproduktion und ein faires und verantwortungsvolles Verfahren im Umfang mit dem Atommüll in Berlin demonstrieren“, kündigt die BI an. Ehmke: „Der Topf hat mehrere Löcher. Die geologischen Defizite und der Ausbau des Endlagers ohne atomrechtliches Genehmigungsverfahrens lassen sich nämlich nicht heilen.“

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/endlagersuche107.pdf

Wolfgang Ehmke, Tel. 0170 510 56 06

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

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