PRESSEMITTEILUNG

Der Kampf um Brokdorf im Film

Jahrzehntelang war das Atomkraftwerk Brokdorf umkämpft. Nach der Auseinandersetzung um das badische AKW Wyhl schwappte die Anti-Atom-Bewegung in den Norden, 1976 wurde schließlich der Versuch, den Bauplatz zu besetzen, von der Polizei brutal gestoppt. Bürgerinitiativen schossen wie Pilze aus dem Boden, der Widerstand wurde immer radikaler. 1981 strömten trotz Demonstrationsverbots 100.000 AKW-Gegner aus ganz Deutschland in den Norden der Republik. Doch vergeblich: Anders als Wyhl, wo der Bau eines AKW erfolgreich verhindert wurde, ging Brokdorf 1986 nur wenige Monate nach der Tschernobyl-Katastrophe ans Netz. Für manche endete der Widerstand damit noch lange nicht.
Die Filmemacherin Antje Huber erzählt in ihrer Dokumentation „Das Ding am Deich“ von den jahrzehntelangen Protesten gegen das Atomkraftwerk und zeigt, wie sehr der Bau den Lebensalltag vieler Anwohner bis heute beeinflusst.
Am Donnerstagabend (30.08.) startet in der „Alten Brennerei“ in Lüchow in Kooperation mit der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) „Das Ding am Deich“, eine Kino-Dokumentation mit viel historischem Bildmaterial und spannenden Zeitzeugen – Interviews aus jener Zeit.
Zum Kino-Start in Lüchow ist Fritz Storim eingeladen. Der Physiker hatte zu Beginn der 70er Jahre am Hamburger Großforschungszentrum DESY (Deutsches Elektronen Synchtroton) promoviert und wurde rasch zu einem der fachlichen Berater des örtlichen Protests in der Wilstermarsch. Wolfgang Ehmke (BI) wird ihn ab 19 Uhr zu seinen politischen Erfahrungen und Erinnerungen befragen, im Anschluss ab ca. 20.15 Uhr läuft der Film.
Am Freitag, den 14.September werden dann die Regisseurin Antje Hubert, der Anti Atom Aktivist Karsten Hinrichsen und Jochen Stay von .ausgestrahlt zu Gast in Lüchow sein.

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