PRESSEMITTEILUNG

Termine für Castor-Transporte ab 2015 nicht mehr haltbar

Vertrauen wollten sie wecken, Politiker_innen der CDU/CSU, der SPD und der Grünen: die Menschen im Wendland und all diejenigen, die sie über viele Jahre hinweg beim Stopp der Castor-Transporte nach Gorleben unterstützt haben, sollten glauben, dass bei einem angeblichen Neustart der Endlagersuche die Fixierung auf Gorleben aufgegeben würde. Der Plan: Die 26 Castor-Behälter aus La Hague und Sellafield, die ab dem Jahr 2015 eigentlich nach Gorleben ins Zwischenlager rollen sollten, würden – nach einem politischen Lastenteilungs-Prinzip – in anderen Bundesländern untergebracht.

Bis Ostern und vor dem Arbeitsbeginn einer Endlagerkommission sollte eine Klärung erfolgen – sie erfolgte nicht, erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Stattdessen folgt nun die Forderung des Vorsitzenden des Deutschen Atomforums, Manfred Güldner, die Bundesregierung solle neue Fristen für die Rückführung des verglasten hochradioaktiven Mülls verhandeln.

„Wir glauben, dass der Terminplan nicht mehr realistisch ist“, sagte Ralf Güldner am Dienstag der F.A.Z. Es sei absehbar, „dass vereinbarte Zeitpläne für die Rückholung der Abfälle extrem gefährdet sind“. Deutschland könne die vertraglich gesicherte Abnahmeverpflichtung nicht erfüllen, weil Bund und Länder sich nicht darüber einig seien, welche Zwischenlager die ausstehenden Castorbehälter aufnehmen sollten.

„Die Atommüllpolitik läuft völlig aus dem Ruder“, konstatiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Die BI fordert angesichts dieser Lage seit geraumer Zeit einen generellen Stopp der Atommülltransporte und sammelt dafür Unterschriften auf ihrer Homepage. Dass noch im Mai eine erste Sitzung der Endlagerkommission stattfinden soll, ohne dass die Castorfrage geregelt sei, trage zum tiefen Misstrauen gegenüber einem veränderten Umgang mit der Atommüllproblematik bei.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

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