PRESSEMITTEILUNG
Streit um die PKA: BI mahnt Antworten Wenzels an
Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) bringt sich in Stellung. Im Gespräch mit wnet räumt GNS-Sprecher Jürgen Auer ein, dass für 28 der 113 Castor-Behälter, die in Gorleben zwischengelagert werden, ein Sicherheitscheck vorzunehmen ist. Die vier Tragzapfen eines Behälters müssen möglicherweise ausgetauscht werden, zur Zeit dürfen diese Behälter nicht bewegt und können nicht einmal umgestellt werden.
Für eine solche Reparatur will die GNS die umstrittene Pilot-Konditionierungslage (PKA) nutzen. Die GNS investiere jährlich rund 8 Millionen Euro, um den Qualitätsstandard auf dem Stand der Technik zu erhalten, sagte Werksleiter Lutz Oelschläger gegenüber wnet.
Das ruft die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) auf den Plan. Diese hatte unlängst einen Fragenkatalog an Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) geschickt, weil nach Ansicht von Experten die PKA völlig überflüssig ist und auch nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Forschung entspricht. Die BI mahnt nun die Antworten an.
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „In zwei Fachgesprächen in Hannover wurde uns das so bestätigt und die GNS behauptet jetzt das Gegenteil. Wir wollen, dass die Atomaufsicht nun handelt. Eine Vorratsgenehmigung für Arbeitsschritte, die auf eine endlagerfertige Verpackung des Atommülls hinauslaufen, ist zu untersagen, auch für den Kaltbetrieb.“
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06
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