PRESSEMITTEILUNG

Großdemonstration gegen Gorleben

Mehr als 8000 Menschen folgten In Laufe des Freitagnachmittag und -abend dem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und demonstrieren in Gorleben für die Aufgabe der Pläne, den Salzstock Gorleben als Atommüllendlager zu nutzen. Die Widerstandsparty, die im Rahmen der Kulturellen Landpartie Tausende Besucher und Besucherinnen auf den „wunden Punkt Gorleben“ fokussierte, erwies sich als Magnet und mutierte zur größten Anti-Atom-Kundgebung im Wendland seit dem letzten Castor-Transport im Jahr 2011.

Foto: Jörg Fischer

Foto: Jörg Fischer

Zwischen dem Areal des atomaren Zwischenlagers und der Endlagerfestung drängten sich Tausende zwischen Info- und Verkaufsständen, auf drei Bühnen spielten Bands zur Unterstützung des Gorleben-Widerstands oder luden zu Theatervorstellungen ein. Rund 50 Traktoren der Bäuerlichen Notgemeinschaft waren aufgefahren und als Shuttle-Service umrundeten Trecker das Bergwerksgelände mit unzähligen Informationshungrigen auf dem Anhänger.

„Niemand glaubt, dass in der Endlagerkommission des Deutschen Bundestages die Weichen auf ein Ende des Gorleben-Kapitels gestellt werden“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke auf einer der Kundgebungen: „Das treibt die Menschen auf die Straße.“

Am Nachmittag hatten einige Hundert Besucher_innen den äußeren Begrenzungszaun des Endlagerbergwerks durchschnitten und abgeräumt und forderten auf Transparenten den Rückbau der Anlage. Die Besetzungsaktion dauerte bis in die frühen Morgenstunden an.

In Gorleben gibt es unter Tage zwar einen Erkundungsstopp, das Bergwerk wird jedoch als mögliches Endlager offen gehalten.

„Das reicht vielen Menschen nicht mehr. Gorleben ist nicht nur politisch, sondern auch geologisch verbrannt, das Festhalten an diesem Standort lässt ahnen, dass nur darauf gewartet wird, dass sich der Widerstand dagegen legt. Das wurde am Aktionstag in Gorleben eindrucksvoll widerlegt“, so Ehmke.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

Fotos: Ingrid und Werner Lowin (Bilder 1 – 3), Andreas Conradt (zur freien Verfügung)

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

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