PRESSEMITTEILUNG
Castortransport: Atomare Fracht erreicht am frühen Morgen norddeutschen Hafen
Während des bundesweit verhängten Corona-Lockdown traf heute gegen 6:00 Uhr die mit den hochradioaktiven Atommüllbehältern beladene „Pacific Grebe“ in Norddeutschland ein. Das Schiff bringt Abfälle aus der sog. „Wiederaufarbeitungsanlage“ im britischen Sellafield zurück.
Was wie ein Recycling-Kreislauf klingt, ist in Wirklichkeit ein Prozess, aus abgebrannten Brennelementen waffenfähiges Plutonium zu gewinnen und die „Restabfälle“ unter hohen Kosten und gesundheitlichen Risiken durch ganz Europa zu transportieren. Die Anti-Atombewegung hatte solche Anlagen in Deutschland – z.B. in Wackersdorf – vor vielen Jahren verhindert.
Unterdessen wurde bekannt, dass gegen die jetzt angekündigten Proteste bundesweit 11.000 Polizeikräfte im Einsatz sein werden. Restaurants, Museen und Schwimmbäder gehen in den Lockdown und mit dem CASTOR kommt nun auch der Polizeistaat zurück.
“Diese inszenierte Atommüllverschiebung und ist doch nur eines: Ausdruck absoluter Ratlosigkeit bezüglich der sich auftürmenden nuklearen Hinterlassenschaften. Wir rufen dazu auf, sich verantwortungsvoll zu organisieren gegen die organisierte Verantwortungslosigkeit!“ so Kerstin Rudek vom Bündnis Castor stoppen.
Das Bündnis fordert einen sofortigen Atomausstieg.
„Es wird allerhöchste Zeit, dieses fossile Denken zu Grabe zu tragen und wahre Verantwortung für Gesundheit und Klima zu übernehmen. Dazu gehört auch, unsinnige Transporte von Atommüll von einem ungeeigneten Ort zum nächsten zu unterlassen“, fordert Silke Westphal vom Bündnis Castor stoppen.
Protest-Infopunkte sind die zahlreichen Mahnwachen an der Transportstrecke. Alle aktuellen Informationen, sowie der Standort des Atomtransportes auf: www.castor-stoppen.de/ticker
– es gibt kein vertretbares Konzept für den vorhandenen Atommüll
– die Energiewende wird mit Ausbremsregelungen sabotiert
– Atomenergie ist kein Beitrag gegen die Klimakatastrophe
Alle zusammen für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!
Pressekontakt zum Bündnis CASTOR-stoppen:
Silke Westphal (Nord) – T. 0160 – 99 50 50 28
Kerstin Rudek (Nord) – T. 01590 – 21 54 831
Herbert Würth (Süd) – T. 0162 – 57 64 425
Bündnis CASTOR-stoppen – http://www.castor-stoppen.de
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
Tel. 0170-5105606
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