Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Verlängerte Zwischenlagerung: Was alles geprüft werden müsste
Die Genehmigung des Brennelemente-Zwischenlagers Gorleben (BZG) läuft bekanntlich im Jahr 2034 aus. In Vorbereitung auf die für 2026 geplante Antragstellung für die verlängerte Zwischenlagerung startete die Bundesgesellschaft für Zwischenlager (BGZ) bereits im November 2024 die erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), in der die Auswirkungen des Betriebs der Anlage auf die Umwelt geprüft werden.
„Bereits im Sommer sollte der sogenannte Scoping-Termin stattfinden, doch derzeit hüllen sich die BGZ und auch die Genehmigungsbehörde BASE (Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung) in Schweigen“, merkt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) an. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Wahrscheinlich, weil sie die Unzulänglichkeiten ihrer Scoping-Vorlage, die wir wiederholt kritisiert haben, nachbessern will. Der Zeitverzug eröffnet uns die Möglichkeit darzulegen, was im Rahmen einer UVP eigentlich alles geprüft werden müsste, zumal die 113 Castorbehälter in Gorleben wahrscheinlich weitere 100 Jahre oberirdisch gelagert werden, bis ein Endlager in Deutschland in Betrieb geht.“
Als Referenten für eine Veranstaltung im Ostbahnhof Dannenberg am Mittwoch den 13. August um 18 Uhr konnten die Bäuerliche Notgemeinschaft, die Rechtshilfe Gorleben und die BI Umweltschutz den renommierten Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Johann Köppel gewinnen, der gemeinsam mit Dr. Peter Widmayer von der BI-Fachgruppe Radioaktivität den Rahmen abstecken wird, der bei einer Umweltverträglichkeitsprüfung seitens der BGZ bearbeitet werden müsste.
Das hat letzten Endes bundesweite Bedeutung, denn das Zwischenlager in Gorleben ist das erste, das in die „Verlängerung“ geht. Ehmke: „Es ist eine Blaupause für alle weiteren Genehmigungsverfahren.“
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
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