PRESSEMITTEILUNG

EnBW widerspricht Befürwortern der Atomkraft – BI Umweltschutz: Hilfreicher Faktencheck

Die Meldungen zur angeblichen Renaissance der Atomkraft reißen nicht ab. Nun positioniert sich der Energieriese EnBW und klärt in einem Faktencheck, warum sich Atomkraft nicht rechnet. Atomstrom ist laut EnBW die teuerste Form der Stromerzeugung mit bis zu 49 Cent pro kWh.

Ein Neustart alter Atomkraftwerke sei technisch kaum möglich und wirtschaftlich nicht sinnvoll. Neubauten seien teuer, dauerten lange und behinderten den Ausbau erneuerbarer Energien. Auch die derzeit gehypten Small Moduls Reaktoren (SMG) scheiden demnach als Zukunftsoption aus. Im Faktencheck heißt es: „Trotz jahrzehntelanger Forschung befinden sich die SMRs weiterhin im Entwicklungs­stadium. Weltweit sind nur wenige Reaktoren im Betrieb. Ihre Bauzeiten sind lang – wie bei größeren Kern­kraftwerken auch –, Verzögerungen und Kosten­steigerungen inklusive. Studien zeigen, dass die Strom­gestehungskosten für SMRs voraussichtlich zwischen 213 und 581 US-Dollar pro Megawattstunde betragen könnten. Damit scheiden die Reaktoren nach heutigem Stand als rentable Alternative aus.“

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) findet das bemerkenswert, dass EnBW in die Debatte um die Atomkraft einsteigt. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:

„Der Faktenscheck ist sehr hilfreich. Besonders der Hinweis auf die Atommüllproblematik ist wertvoll, denn er wird in der immer wieder aufflammenden Debatte ständig ausgeblendet. EnBW rechnet vor, dass die Entsorgung radioaktiver Abfälle bis 2100 voraussichtlich rund 170 Milliarden Euro kostet.“ „Stand heute“, sekundiert die BI.

Denn die verlängerte Zwischenlagerung des Atommülls, der 16 Standorte in deutschlandweit betrifft, ist zum Beispiel ein Faktor, der bei allen Kostenberechnungen nicht berücksichtigt wurde.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

Stromgestehungskosten
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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

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