PRESSEMITTEILUNG

Katharina Reiche plädiert für die Atomkraft

Katharina Reiche macht sich stark für fossile und fissile Energien: Der Einsatz der CDU-Ministerin für die Nutzung von Gaskraftwerken wird jetzt noch getoppt durch ihren Beitrag auf der Münchener Sicherheitskonferenz zum Thema Atomkraft. Gemeinsam trat sie mit dem Cheflobbyisten der internationalen Atomenergie-Agentur (IAEO), Rafael Grossi, auf. Kernenergie bedeute auch Energiesicherheit, „technologische Diversifizierung ist der Schlüssel“, sagte die CDU-Politikerin beim „Energy Security Hub“ der BMW-Stiftung im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz. Ins Spiel gebracht wurde von Reiche der Bau von kleinen Kraftwerken (SMR).

„Das Eintreten für die Atomkraft ist nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht unsinnig, es bringt auch keine energiepolitische Sicherheit,“ kontert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Zur Abhängigkeit von Gaslieferungen käme dann die Abhängigkeit von Uranlieferungen hinzu – zuletzt hatte der ARD-Film die „Nuklearfalle“  die Einflusssphären Russlands und die Abhängigkeiten von Putins Uran eindrücklich umrissen. Da erinnere man sich lieber an ehemaligen Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), schreibt die BI. Der hatte einst vor dem Bundestag von den Erneuerbaren als „Freiheitsenergien“ gesprochen – gerade mit Blick auf die Energiesicherheit in kriegerischen Zeiten.

Völlig außer Acht lasse Reiche im Übrigen das Atommüllproblem, moniert die BI. SMR-Reaktoren verschärften sogar das Entsorgungsproblem.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Reiche riskiert mit derartigen Vorstößen, dass der parteienübergreifende Konsens bei der Endlagersuche und das fragile Bündnis mit Umweltinitiativen und Bürgerinitiativen, die wie wir die Endlagersuche kritisch, aber konstruktiv begleiten, zerbricht.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

Tel. 0170-5105606

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