PRESSEMITTEILUNG
Endlagersuche ohne festen Zeitplan – verlängerte Zwischenlagerung – jetzt amtlich!
Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die Entscheidung, wo in Deutschland ein Atommüllendlager für hoch radioaktive Abfälle errichtet werden soll, das vermeldet der Deutschlandfunk. In einem Referentenentwurf zur Novelle des Standortauswahlgesetzes (StandAG) werde das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sieht in diesem Schritt „ein Stück Ehrlichkeit“.
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Die ursprüngliche Zielmarke war populistisch, der Öffentlichkeit sollte suggeriert werden, dass die gefährlichen hochradioaktiven Abfälle möglichst bald von der Oberfläche verschwinden.“ Die Gesetznovelle ziele aber auch darauf, die Endlagersuche zu beschleunigen, damit sie nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben wird.
Ehmke: „Damit haben wir es nun amtlich, dass die Lagerung der Castorbehälter in den 16 Zwischenlagern weitere 80 bis 100 Jahre dauern wird. Wir erwarten von der Gorleben-Betreiberin BGZ nun ebenfalls, dass sie sich in ihrem Genehmigungsantrag, den sie Mitte des Jahres stellen will, ehrlich macht.“
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
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