PRESSEMITTEILUNG

40 Jahre Tschornobyl und Atomdebatte mobilisiert Atomkraftgegner:innen

Rund 60 Menschen folgten am Sonntag der Einladung zum 861. Sonntagsspaziergang in Gorleben. 40 Jahre Tschornobyl, der Hype um die Atomkraft und das Ausbremsen der Regenerativen durch Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) – dieses Bündel aus Rückbesinnung und die aktuellen Debatten waren der Treibsatz für den großen Zulauf.

Anti-Atom- und Wendlandfahnen waren schon am Samstag auf der Klimademonstration in Hamburg zu sehen und den letzten Kick erfuhr die Atomdebatte durch Unionsfraktionschef Jens Spahn, der stillgelegte Atomkraftwerke reaktivieren möchte. Stattdessen setzt die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) auf den weiteren Ausbau statt die Ausbremsung der Regenerativen Energien.

Begleitet wurde der Sonntagsspaziergang von einem ZDF-Team, das Stimmen der Demonstrierenden einfing, denn am Jahrestag der Reaktorkatastrophe am 26. April gibt es im Heute-Journal um 21.45 Uhr einen ausführlichen Bericht zur „Geisterdebatte um die Atomkraft“, wie es BI-Sprecher Wolfgang Ehmke formulierte:

„Das angebliche Atom-Revival hat in erster Linie einen Run auf Subventionen ausgelöst, denn ohne staatliche Finanzierung geht nichts in Sachen Neubauten, weil Atomstrom einfach zu teuer ist. Das Thema Atommüll wird dabei permanent totgeschwiegen.“

Demonstrativ umrundeten die Teilnehmenden deshalb auch das Zwischenlagergelände, weil schon im Sommer der Antrag auf die „verlängerte Zwischenlagerung“ in Gorleben auf der Agenda steht.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

Der wöchentliche Gorleben-Sonntagsspaziergang führt diesmal um das Zwischenlager Gorleben. Der Rundgang hatte zunächst damit begonnen, um das Bergwerk zu laufen. In dem Erkundungsschacht sollte geprüft werden, ob der Salzstock zur Endlagerung von Atommüll geeignet ist.

Fotos: Kai Horstmann (freie Verfügung)

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

Tel. 0170-5105606

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