PRESSEMITTEILUNG
Sicherheit der Castorlager: Noch ein Rückschlag
Umrüstmaßnahmen am Castorlager in Lubmin zur Gewährleistung des Terrorschutzes sind offensichtlich ins Stocken gekommen. Für einen Teil des ursprünglichen Konzepts zum Schutz der Einrichtung vor Terrorangriffen hat es vom Innenministerium in Schwerin wohl keine behördliche Zustimmung gegeben.
Die Energiewerke Nord (EWN) hatte ihren Vorschlag, der als „geheim“ eingestuft war, deshalb kürzlich zurückgezogen. Die Betreiber aller Zwischenlager hatten 2011 den Auftrag erhalten, ein neues Terrorismus-Sicherungskonzept zu entwickeln.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) schreibt dazu:
„Wir fragen angesichts der vorbereitenden Baumaßnahmen, die in Gorleben zur Nachrüstung der Castor-Halle getroffen werden, warum bei baugleichen Konzepten in den Ländern unterschiedlich entschieden wird.“
Ein weiterer Punkt sei bemerkenswert, ergänzt die BI. Lubmin wurde neben Brunsbüttel immer wieder ins Spiel gebracht, wenn es um die Lagerung der hochradioaktiven Abfälle aus La Hague und Sellafield ging. Nachdem die Betriebserlaubnis für Brunsbüttel kassiert wurde, entfalle nun auch Lubmin.
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:
„Um die Frage, wohin mit den 26 ausstehenden Castoren, die ab 2017 aus Frankreich und Großbritannien nach Deutschland gebracht werden sollen, ist es verdächtig ruhig geworden.“
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06
weiterlesen:
- Schutzmauer rund um Castor-Halle – Schweigen im Walde
30. Juni 2015 – Kommt die Schutzmauer oder kommt sie nicht? Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hatte auf Veranlassung des Bundesumweltministeriums bereits im April 2011 die Betreiber der Standort unabhängigen Zwischenlager in Ahaus und Gorleben aufgefordert, die Castor-Hallen mit einer zusätzlichen Schutzmauer ein zu hausen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hakt nach: “Es herrscht Schweigen im Walde”. -
Infos zu Lubmin
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
Tel. 0170-5105606
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