PRESSEMITTEILUNG
Rostfässer: BI fordert Ursachenklärung
Die Gorlebener Rostfässer sind inzwischen auch Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage. Zwei Rostfässer einer Charge von 70 Gebinden, die zur Konditionierung nach Duisburg bereitgestellt wurden, hatten die Diskussion um den Zustand im Fasslager Gorleben neu entfacht. Inzwischen erhöhte sich die Zahl der Rostfässer auf 8.
Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel hat namens der Landesregierung auf eine mündliche Anfrage der Abgeordneten Miriam Staudte (GRÜNE) geantwortet.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hält vor allem dessen Auskunft zu den möglichen Ursachen der Korrosion und dem weiteren Vorgehen für unzureichend.
„Es reicht nicht, ein bundesweites Atommüllregister einzurichten, es muss zweifelsfrei geklärt werden, wie es zur Korrosion gekommen ist“, unterstreicht BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Als Ursachen vermutet das Umweltministerium, dass im Lager eine zu hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht, gepaart mit geringem Luftwechsel. Eingeräumt wird jedoch auch, dass im jeweiligen Behälter eine erhöhte Restfeuchte vorhanden ist. Die BI fordert, dass hier nicht spekuliert, sondern dass Fässer untersucht werden, um die Ursache zu klären.
Es müsse auch offengelegt werden, woher die 1.152 Gebinde, die neu konditioniert werden sollen, stammen und was drin ist. Die BI erinnert, dass diese Fässer in den 90er Jahren in das Endlager Morsleben verbracht werden sollten.
Ehmke: „Zum Glück wurde die Einlagerung dort gestoppt, das Atommülllager ist inzwischen havariert wie die Asse II. Die Sanierung wird mit rund 2,2 Milliarden Euro zu Buche schlagen – Kosten, die nicht etwa die Gesellschaft für Nuklearservice und andere Anlieferer zahlen wollen.“
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
Foto: Privat (Vor Ostern kam ans Licht, dass die GNS ein Problem mit der Korrosion hat, rostige Fässer lagern auch anderswo)
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
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