PRESSEMITTEILUNG

„Eine Mücke macht noch lange keinen Frühling“

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, wird Chef der neu gegründeten Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat ihren Staatssekretär Jochen Flasbarth an die Spitze der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) berufen. Der gelernte Diplom-Volkswirt war von 1994 bis 2003 Präsident des Naturschutzbundes NABU. Ab 2003 leitete er die Naturschutzabteilung im Bundesumweltministerium und wurde 2009 Präsident des Umweltbundesamtes. Seit Dezember 2013 ist er Staatssekretär im BMUB.

Flasbarth wird seine neue Aufgabe ab 1. November 2017 zunächst neben seiner Tätigkeit als beamteter Staatssekretär im BMUB ausüben, teilte das Bundesumweltministerium am Mittwoch mit. Zuvor hatte Hendricks allen Beschäftigten der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), einer Tochter der Atomstromkonzerne, zugesichert, dass sie beim Wechsel der Zuständigkeiten für die Zwischenlagerung ihren Job behalten. „Eine Mücke macht noch lange keinen Frühling“, kommentiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke diese Personalie, denn „einer gegen alle“ heiße nicht, dass es nun eine neue Sicherheitsphilosophie im Umgang mit dem Atommüll gebe.

Als Vorsitzender der Geschäftsführung wird Flasbarth nun gemeinsam mit dem bereits zum 1. August 2017 bestellten Technischen Geschäftsführer Wilhelm Graf sowie dem Kaufmännischen Geschäftsführer Lars Köbler – beide ehemalige Führungskräfte in der GNS – die Verantwortung für die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland übernehmen. Er ist damit auch für den Betrieb des Zwischenlagers in Gorleben zuständig. Zu Flasbarths Geschäftsbereich gehören Grundsatzfragen der Unternehmensführung, die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und den Landesregierungen sowie Internationales und Kommunikation.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

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