PRESSEMITTEILUNG
Die Schandmauer fällt, das Problem bleibt!
Die festungsähnliche Mauer, die das Endlagerbergwerk mit den beiden Schächten und den Kauengebäuden bisher umgab, wird abgerissen, stattdessen werden die Bereiche neu eingezäunt, die für den Offenhaltungsbetrieb des Bergwerks vonnöten sind.
Der Mauerabriss solle unterstreichen, dass der Salzstock Gorleben nicht länger erkundet wird, heißt es dazu von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die für den Standort Gorleben zuständig ist.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hingegen warnt: Das Bergwerk selbst sei in einen Offenhaltungsbetrieb übergangen und werde derzeit nicht zurückgebaut.
„Wenn suggeriert wird, in Gorleben sei Schluss, dann wird die Öffentlichkeit getäuscht“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Das Bergwerk im Salzgestein spiele bei der Suche nach einem Atommüllendlager eine gewichtige Rolle und werde möglicherweise durch die Suchinstanzen geschleppt – aus Sicht der BI als Notnagel bei einem Scheitern der Endlagersuche.“
Überschriften wie „Der Rückbau des Atommüll-Endlagerprojekts Gorleben schreitet voran“ täuschten über die tatsächliche Situation hinweg.
„Mit medialem Getöse ist es nicht getan, man muss schon näher hinschauen“, so Ehmke.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
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