PRESSEMITTEILUNG

Mauerbau in Ahaus

BI Umweltschutz sieht keinen Sinn in der Baumaßnahme
In Ahaus informiert die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) den Stadtrat, in Gorleben herrscht Schweigen: Rund um das Zwischenlager wird in Ahaus eine Mauer gezogen. Sie wird fast 500 Meter lang, zehn Meter hoch, und die Kosten gehen in die Millionen: Rund um das Zwischenlager in Ahaus wird eine Mauer errichtet, die das hochradioaktive Inventar besser gegen terroristische Angriffe schützen soll.

Der Bauantrag dafür solle noch in diesem Jahr gestellt werden, erklärte Holger Bröskamp, Geschäftsführer der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) auf einer Informationsveranstaltung für den Rat der Stadt Ahaus.

Auf Empfehlung einer Bund-Länder-Kommission, so hatte das Bundesumweltministerium bereits im Januar mitgeteilt, sollen alle deutschen Zwischenlager mit Mauern nachgerüstet werden. Unter Hinweis auf die erforderliche Geheimhaltung gab es für Ahaus zunächst keine näheren Informationen. Jetzt aber ist der Mauerbau offiziell.

„Warum gibt es hier im Wendland keine Informationen?“, fragt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Die Gorleben-Gegner bezweifeln im Übrigen den Wert, den eine Mauer gegen terroristische Angriffe hat.

„Seit Jahren verweisen wir darauf, dass die Castorhalle nicht hinreichend gegen gezielte Flugzeugabstürze gesichert ist, eine Mauer ist bestenfalls ein Sichtschutz“, kritisierte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Wolfgang Ehmke, Tel. 0170 510 56 06

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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

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