Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Der Herr Habeck

Bitter aufgestoßen sind bei der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) wiederholte Äußerungen des Grünen-Chefs Robert Habeck zur Endlagersuche und zum Umgang mit dem bisherigen Standort Gorleben.

In bekannt flockiger Form äußert sich Robert Habeck in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nun im Vorfeld des Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), der am Montag Aufschluss über die Teilgebiete gibt, die für die Endlagersuche näher unter die Lupe genommen werden:

„Ich rechne damit, dass Gorleben noch drin bleibt, das ist auch richtig. Kein Standort darf aus politischen Gründen gestrichen werden, sonst ist das Vertrauen in das Verfahren und damit die Endlagersuche im Eimer.“

„Im Eimer ist schon lange unser Vertrauen in eine faire und wirklich wissenschaftsbasierte Endlagersuche“, kontert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, zumal die Suchkriterien so gedreht wurden, dass einer der Hauptgründe, warum der Salzstock Gorleben-Rambow unweigerlich aus dem Rennen wäre, nämlich der Wasserkontakt, zu einem Abwägungskriterium herabgestuft wurde.

„Es gibt dennoch etliche geowissenschaftliche Ausschlussgründe, die jetzt im vergleichenden Suchverfahren dafür sprechen, dass Gorleben schon am Montag in der ersten Bewertungsrunde ausscheidet. Warum nun ausgerechnet ein Grüner es richtig findet, dass Gorleben trotzdem drin bleiben sollte, atmet den Geist von 1977, als Gorleben aus politischen Gründen als Standort für ein nukleares Entsorgungszentrum bestimmt wurde.“

Wolfgang Ehmke, BI-Pressesprecher, Tel. 0170 510 56 06

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