PRESSEMITTEILUNG

Mauerbau in Gorleben – „Schönfärberei statt Schutz“

Mit 12 Jahren Verspätung begann die Errichtung einer zehn Meter hohen Mauer rund um das Zwischenlager in Gorleben – als Schutz gegen „Bedrohungslagen im Nahbereich“.

Dass die Betreiberfirma BGZ, diese Baumaßnahme als „permanente Anpassung“ an die Forderungen der Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden bezeichnet, sei wohl ein verspäteter Karnevalsscherz, meint die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Einen falschen Eindruck erwecke auch der Begriff „Ummantelung“, weil die Mauer eben nicht das alte 20 Meter hohe Gebäude ummantelt, wie es die BI begrüßen würde. Vor allem die nur 20 Zentimeter starke Decke sei der Schwachpunkt, vor allem bei einem Flugzeugabsturz, erinnert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Dass dieses Szenario sehr wohl eine Rolle bei der sogenannten „Härtung“ des Atommülllagers spielt, sei auch daran zu erkennen, dass Kerosinabläufe gebaut werden sollen.

„Mit Blick auf eine verlängerte Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle über das Jahr 2034 hinaus – wahrscheinlich wird es um weitere 80 bis 100 Jahre gehen, bis ein Endlager betriebsbereit ist – hinken die Planungen den neuen Entwicklungen hinterher“, kritisiert die BI.

Allein der Bau einer neuen Sicherungszentrale sei positiv zu vermerken: Die Pilotkonditionierungsanlage (PKA) kann nämlich erst abgerissen werden, wenn es diese neue Sicherungszentrale gibt, weil sie bisher dort untergebracht wurde. Da die abrissreife PKA als Atomanlage genehmigt ist, schlägt ihre Wartung jährlich mir rund 5 Millionen Euro zu Buche.

Wolfgang Ehmke, Tel. 0170 510 56 06

https://www.bi-luechow-dannenberg.de/2024/02/06/zwischenlager-gorleben-mauerbau-reicht-nicht-als-schutz/

Luftaufnahme des Zwischenlagers für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben.

Ort: Gorleben
Copyright: Andreas Conradt
Quelle: PubliXviewinG
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Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

Tel. 0170-5105606

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