Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

"Aus Schavan wird man klug?" – Schavan räumt Fehler in der Asse ein – BI Umweltschutz fordert Konsequenzen

Die Bundesforschungsministerin Anette Schavan hat vor dem Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtages Fehler im Umgang mit dem Atommülllager eingeräumt. Nach heutigem Stand von Wissenschaft und Technik sei klar, „dass man ein ausgedientes Bergwerk nicht zur Einlagerung von Atommüll nutzen kann“, sagte die CDU-Politikerin laut Agenturmeldungen am Donnerstag in Hannover.

„Aus Schavan wird man klug – eigentlich“, entgegnet die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Denn nicht nur die Asse, auch Morsleben und das jüngst genehmigte Endlager Schacht Konrad sind ausgediente Bergwerke. „Und alle Parallelen zwischen der Asse als Prototyp für Gorleben und dem Salzstock Gorleben werden von Unionspolitikern hartnäckig geleugnet wie zum Beispiel der Wasserkontakt“, hält die BI der Forschungsministern vor.

Ein BI-Sprecher: „Wir sind hier nicht im Chemie- oder Physikunterricht mit Experimenten, die auch mal schief gehen können.“ Hier gehe es um gesellschaftlich brisante Fragen, die Nutzung der Atomenergie, ohne dass man weiß, wohin mit den Abfällen. Und es gehe um die Verschwendung von Forschungs- und Steuergelder, allein die „Sanierung“ der Asse und Morslebens werden mit über 4 Mrd. Euro zu Buche schlagen. Die Kosten für die Fortsetzung des Gorleben-Abenteuers zahle schließlich der Stromkunde.

Resümee der BI: „Wer die Fehler der Vergangenheit einräumt wie Frau Schavan und künftig ähnliche vermeiden will, setzt sich für den Atomausstieg ein und startet die Endlagersuche neu – vergleichend, ohne Gorleben.“

Wolfgang Ehmke, Tel. 0170 – 510 56 06

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