Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Wendland = Windland? Ausbau ohne Maß?
Seit der Standortbenennung Gorlebens 1977 hat sich die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) für den Ausbau der Regenerativen als Alternative zur Atomkraft eingesetzt. Die drei Windanlagen auf dem Jeetzler Berg bei Lüchow stehen für dieses Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in einer Energiegenossenschaft zusammengeschlossen haben. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „An dieser Linie – Regenerative statt Atomkraft – gibt es nichts zu rütteln.“
Im Landkreis Lüchow-Dannenberg sind derzeit umfangreiche neue Windkraftflächen geplant – in einer Größenordnung, die indes viele Fragen aufwirft. Rund 120 Menschen kamen zur BI-Info-Veranstaltung am 20. April.
Ehmke verwies eingangs noch einmal auf die „DNA“ der BI, den legendären Aufruf „Gorleben soll leben“ aus dem Jahr 1977, der zu der Zeit utopisch anmutete. Doch schon bei der Platzbesetzung der Tiefbohrstelle 1004, in der Republik Freies Wendland im Jahr 1980, gab es bereits bei den bespöttelten „Ökospinner:innen“ Solarstrom und es drehten sich die Flügel, die der Liedermacher Walter Mossmann in seiner Gorleben-Hymne besang „Schau in die Luft die Räder, sie fangen sich im Wind“. Diese Pionierleistungen werden im Essayband „Das Wunder von Gorleben“ ausführlich beschrieben.
Auf der Veranstaltung wurden Fragen wie diese erörtert: Was bedeutet dieser Ausbau konkret für Natur, Landschaft und die betroffenen Gemeinden? Wie viel Windkraft verträgt das Wendland – und gibt es Alternativen zum immer weiteren Flächenverbrauch? Leo Agthe und Matthias Kritz von der BI Windkraft Zernien erläuterten die aktuellen Planungen.
Auf dem Jeetzeler Berg, wo drei Windkraftwerke von der Energiegenossenschaft betrieben werden, geht man einen anderen Weg: nicht in die Fläche, nicht in die Wälder, dort steht das Repowering an – also die Modernisierung bestehender Standorte als mögliche Alternative zum Neubau in bislang unberührten Räumen. Wendland-Wind Geschäftsführer Dieter Schaarschmidt stellte das Konzept vor.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
Die Elbe-Jeetzel-Zeitung wird vermutlich am 22. April ausführlich berichten.
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