Pilot-Konditionierungsanlage (PKA)
Völlig veraltet - wir fordern: Endlich abreißen!
- in der PKA sollten Brennelemente zerschnitten und in endlagerfähige Behälter neu verpackt werden.
- die PKA ist technisch veraltet.
- wir fordern den Abriss der Anlage!
Die PKA war/ist die „vergessene" Atomanlage in Gorleben, aber sie wäre die Anlage mit der höchsten Brisanz, würde sie den „heißen Betrieb" aufnehmen. Ursprünglich sollte die PKA als Prototyp das Verpacken von Brennelementen in endlagerfähige Behälter für die sog. "Direkte Endlagerung" von hochradioaktivem Atommüll demonstrieren. Das ist bisher nie der Fall gewesen, doch das ist kein Grund zur Entwarnung, weil die Anlage - wie das Endlagerbergwerk - im Stand-by-Betrieb gefahren wird.
Die PKA ist veraltet und soll abgerissen werden. Die reinen Baukosten betrugen 400 Mio. Euro, die jährlichen Unterhaltungskosten liegen laut Betreiberfirma bei etwa fünf Millionen Euro (Wartung, atomrechtliche Prüfungen und Gutachter). Hier wird wirklich Geld verbrannt, weil die PKA atomrechtlich genehmigt ist, bedarf es der Wartung und atomrechtlicher Überprüfungen, für nichts und wieder nichts, weil die BGZ selbst erklärt hat, dass sie die PKA abreißen möchte.
Einst spielte die PKA für nukleare Infrastruktur in Gorleben eine gewichtige Rolle. Sie fungierte als Bindeglied zwischen Zwischen- und Endlagerung: Brennelemente aus den Castorbehältern sollten zerschnitten und für die Endlagerung in Pollux-Behälter umverpackt werden. Die PKA wurde zu hastig errichtet, denn bis 1999 sollte ursprünglich das Endlagerbergwerk Gorleben den Betrieb aufnehmen. Doch das kam bekanntlich ganz anders.
Am 19. Dezember 2000 erteilte das Niedersächsische Umweltministerium die "dritte atomrechtliche Teilgenehmigung zum Betrieb der Pilot-Konditionierungsanlage Gorleben". Die Genehmigung wurde für alle beantragten Tätigkeiten erteilt. Die Aufnahme der Tätigkeiten wurde allerdings, mit Bezug auf den nicht feststehenden Endlagerstandort für wärmeentwickelnde Abfälle, durch Auflagen eingeschränkt.
Im Bedarfsfall unmittelbar erlaubt ist die Wiederherstellung des Primärdeckeldichtsystems von Transport- und Lagerbehältern für bestrahlte Brennelemente und hochradioaktive verglaste Abfälle aus der Wiederaufarbeitung (Reparaturkonzept).
2013: 5.000 Unterschriften
Nahezu 5000 Unterschriften eingepackt in ein Papp-Modell der Pilot-Konditionierungslage (PKA) nahm im Dezember 2013 in Hannover der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) von einer fünfköpfigen Delegation der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) entgegen. Ziel der Aktion sei es, dass diese „vergessene“ Atomanlage vom niedersächsischen Umweltministerium (NMU) unter die Lupe genommen wird.
2019: Lies verspricht das Ende
Am Freitag, den 06.09.2019, besuchte der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies, das Zwischenlager in Gorleben. Bei der anschließenden Pressekonferenz im Info-Haus der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) stellte Lies deutlich heraus, dass die Tage der PKA (Pilot-Konditionierungsanlage) in Gorleben gezählt sind.
PRESSEMITTEILUNGEN & BEITRÄGE
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Kommt das Aus für die PKA Gorleben? Wenzel antwortet auf Fragen der BI
Geht es um die Endlagersuche, dann spielt die nukleare Infrastruktur in Gorleben eine gewichtige Rolle. Das ist einer der Gründe, warum die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sich hartnäckig für den Widerruf der Genehmigung der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) Gorleben einsetzt und auf Unterstützung durch den niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel hofft. Der hat nun auf einen Fragenkatalog geantwortet.
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Pilot-Konditionierungsanlage Gorleben: Das Umweltministerium hüllt sich in Schweigen
Das niedersächsische Umweltministerium ist abgetaucht, zumindest wenn es um die Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben geht. Die Anlage hat zwar den heißen Betrieb nie aufgenommen, weil in Gorleben kein hochradioaktiver Müll für die Endlagerung umgepackt wurde, sie wird aber im Standby-Betrieb gefahren und ist mit einer komfortablen Vorratsgenehmigung ausgestattet.
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Streit um die PKA: BI mahnt Antworten Wenzels an
Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) bringt sich in Stellung. Im Gespräch mit wnet räumt GNS-Sprecher Jürgen Auer ein, dass für 28 der 113 Castor-Behälter, die in Gorleben zwischengelagert werden, ein Sicherheitscheck vorzunehmen ist. Die vier Tragzapfen eines Behälters müssen möglicherweise ausgetauscht werden, zur Zeit dürfen diese Behälter nicht bewegt und können nicht einmal umgestellt werden.
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