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Russische Drohne trifft Atommülllager nahe Tschernobyl

Erneut hat eine russische ‌Drohne ​des iranischen Typs Shahed ein ​Gebäude des zentralen Lagers für ​abgebrannte Brennelemente in der Nähe des ‌ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl getroffen – das berichtet die Süddeutsche Zeitung (7.6.26). Demnach sei das Gebäude für die Annahme von Behältern bei dem Angriff in der Nacht teilweise zerstört worden, teilte der ukrainische Staatskonzern Energoatom mit.

Zum Glück wurden in diesem Gebäudeteil keine abgebrannten Brennelemente gelagert. Dazu muss man wissen, dass in dem zentralen Lager in Tschernobyl abgebrannte Brennelemente aus anderen ukrainischen Atomkraftwerken langfristig gelagert werden, zumal es in der Ukraine kein Atommüllendlager gibt.

Laut SZ-Bericht zeigt sich die Internationale Atomenergieorganisation (IAEA) „besorgt“. Ein IAEA-Team werde die Anlage in Kürze besuchen, um die Auswirkungen zu begutachtent. (Kleine Anmerkung: Durchgängig schreibt die Autorin Anna Bolten im Zusammenhang mit der IAEO von einer „Behörde“. Die IAEA ist aber eine Lobbyorganisation, die zugleich hilflos ist, wenn gegen jede Vernunft und internationale Vereinbarungen Atomanlagen ein Angriffsziel sind.)

Drohnenabwehr in Gorleben weiter unklar

Antworten auf unsere Fragen, wie die Drohnenabwehr im Brennelemente-Zwischenlager Gorleben konkret organisiert wird, haben wir bisher – trotz wiederholter Nachfrage – nicht bekommen.

Foto: wikimedia / AKW Tschernobyl, Foto: Andrzej Karoń from Olkusz, Poland, cut by ChNPP

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Wolfgang Ehmke

Wolfgang ist langjähriger Pressesprecher der BI.

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