PRESSEMITTEILUNG
Röttgen will Gorleben fertigmachen. BI Umweltschutz: „Röttgen ist schief gewickelt.“
Die jüngsten Äußerungen von Bundesumweltminister Röttgen, die sein Festhalten um jeden Preis am Standort Gorleben für ein Atommüllendlager dokumentieren, zeugen von großem Realitätsverlust.
In einem Antwortschreiben an Niedersachsens Ministerpräsident McAllister hatte Röttgen die Frage der Rückholbarkeit von Atommüll als nachrangig bezeichnet. „Tatsache ist, dass es derzeit weder Kriterien noch ein Konzept für die Aufbewahrung von Atommüll gibt, der Salzstock Gorleben aber seit Jahrzehnten zum Endlager ausgebaut wird.“ so Kerstin Rudek, BI Vorsitzende. Die Atomkatastrophe von Fukushima hat zum Abschalten von 8 Atomkraftwerken geführt, zu einer neuen Definition von Sicherheitskriterien bei der Atommüllagerung und in der Endlagerdebatte reichte es in der Regierung aber nicht.< Dabei lassen immer neue Nachrichten rund um Gorleben aufhorchen: der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) geht davon aus, dass zum Jahresende der gesetzliche Grenzwert des Castorlagers überschritten wird. Schwach- und mittelaktive Atomabfälle, die nicht "Konrad-gängig" sind, also nicht für den Schacht Konrad bei Salzgitter zugelassen sind, sollen in Gorleben endgelagert werden – zugleich wirbt das Bundesumweltministerium (BMU) für einen Dialog und schreibt sich Transparenz auf die Fahnen. "Auf der einen Seite täuscht Röttgen Offenheit mit 34 Jahre verspäteten Gesprächsangeboten vor, auf der anderen Seite schafft er Fakten durch den Weiterbau des ungeeigneten Salzstocks Gorleben zum Endlager im 24 Stunden und 3- Schicht- Betrieb!" beschreibt Rudek den Widerspruch in Röttgens Denken und Handeln. Flagge zeigt der Gorleben-Widerstand im Schulterschluss mit der atomkritischen Mehrheit im Kreisparlament: statt des Gorleben-Monologs des Bundesumweltministeriums wird der Abbruch des Gorleben-Projekts und des nächsten Castortransports gefordert. Vor den Toren des "Schwarzbaus Gorleben", wie das Endlagerbergwerk im Volxmund heißt, stehen die Gegner/innen des Projekts am kommenden Mittwoch um "fünf nach Zwölf" für Presseanfragen zur Verfügung. Kerstin Rudek 0160 15 92 473
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
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