PRESSEMITTEILUNG
"Es bewegt sich was in der Endlagerdebatte" – BI Umweltschutz kritisiert trotzdem McAllisters Vorstoß
Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) tritt nun auch für einen Baustopp in Gorleben ein- allerdings erst ab dem Jahr 2013. Er will, wie er im Gespräch mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sagte, die vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben abwarten. „In die Endlager-Debatte kommt Bewegung“, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) die Äußerung McAllisters.
„Allerdings übersieht McAllister, dass die vorläufige Sicherheitsanalyse den Zweck verfolgt, dem Salzstock Gorleben trotz aller geologischen Mängel noch vor der nächsten Bundestagswahl 2013 den Stempel „geeignet“ aufzudrücken und damit in einem Vergleich wieder an die erste Stelle zu katapultieren“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Die Gorleben-Gegner appellieren seit geraumer Zeit an „ihren“ Ministerpräsidenten, primär die Geologie und die Sicherheit und nicht den politischen Kompromiss zur Maxime seines Handelns zu machen. „Wenn 8,97 Mio. Euro an Gorleben-freundliche Institute fließen, um eine Eignungsaussage zu treffen, steht der Vorwurf im Raum, dass die angeblich neue Endlagersuche nur ein Scheinmanöver ist, um die Wogen um Gorleben zu glätten“, so Ehmke.
Ein wichtiger erster Schritt, der die Ernsthaftigkeit einer neuen Atommülldebatte unterstreicht, sei der sofortige Baustopp in Gorleben, letztlich die Aufgabe dieses Standorts.
Wolfgang Ehmke, Tel. 0170 510 56 06
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