Foto Newsletter - Weihnachten

Liebe Freundinnen und Freunde,

hinter uns liegt ein Jahr intensiver, fachlicher Auseinandersetzungen. Mit den drei staatlichen Stellen, BASE, BGE und BGZ, haben wir Akteure, die personell, fachlich und finanziell bestens ausgestattet sind. Das Atommüllbundesamt BASE ist Partizipations- und Genehmigungsbehörde bei der Endlagersuche, von der das Wendland mit den Tongebieten immer noch tangiert ist. Zugleich ist das BASE die Genehmigungsbehörde für die „verlängerte Zwischenlagerung“, die seitens der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) für Gorleben vorbereitet wird.

mehr lesen in unserem aktuellen Newsletter: (mehr …)

1-16

Wir nehmen traurig Abschied von Christian Zühlke

Christian Zühlke ist tot. Der Sozialdemokrat bekleidete acht Jahre lang den Posten des Landrats des Kreises Lüchow-Dannenberg – zunächst noch in ehrenamtlicher Funktion, dann als Hauptamtlicher. (mehr …)

Sonntagsspaziergang um das Zwischenlager Gorleben.
__________________________________________
Funk: 0173 / 240 40 63 
Email: kai.horstmann@web.de
Targo-Bank - IBAN: DE 4130 0209 0032 2244 1963
Steuersatz: 7% - Steuernummer 31 / 354 / 60276 *** Local Caption *** Atom - Atomenergie - Atomkraft - Atomkraftgegner - Demonstrant - Demo - Demonstranten - Demonstration - Energie - Europa - Format: quer - Kernenergie - Protest - Proteste - radioaktiv - Radioaktivität - Strom - Stromerzeugung

Solidarität mit Ahaus!

Fast zeitgleich zur Demo vor den Zwischenlagertoren in Ahaus - dort versammelten sich laut Tagesschau rund 300 Menschen - umrundeten am dritten Advent Aktivistinnen und Aktivisten in Gorleben das baugleiche Lager. Der sonntägliche Spaziergang an den Atomanlagen in Gorleben, der normaler Weise rund um das ehemalige Endlagerbergwerk stattfindet, führte aus Solidarität mit Ahaus rund um das Gelände mit den beiden Atommülldeponien.

(mehr …)

sharepic bi

Endlagersuche: Wendland weiter dabei

Die BGE präsentiert den neuen Arbeitsstand: Das Wendland ist bei der Endlagersuche noch mit großen, grauen Flächen dabei. „Wir hatten die Hoffnung, dass unsere fachlichen Hinweise – Anfragen, Hinweise auf wissenschaftliche Aufsätze und Forschungsergebnisse – zu den Tongebieten und den Auswirkungen kommender Kaltzeiten auf den Untergrund Berücksichtigung finden", so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. - mehr hier

birkner08

Fundstücke des Monats November

"Voraussichtlich können fünf der insgesamt zwölf an deutschen Reaktorstandorten geplanten Zwischenlager für hochradioaktive Brennelemente nicht wie vorgesehen errichtet werden. Nach den Terrorattacken in den USA hält das für die Genehmigung der atomaren Lagerhallen zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter die beantragten Decken- und Wandstärken (0,55 bis 0,85 Meter) nicht mehr für ausreichend. (mehr …)

sharepic bi

Flugverbot über Gorleben, Ahaus & Lubmin kommt!

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) begrüßt die Entscheidung der Deutschen Flugsicherung. Immer wieder war Gorleben sogar Ziel- und Wendemarke für Flüge der Luftwaffe. Die BI fordert, dass es in der Auseinandersetzung um die verlängerte Zwischenlagerung auch um einen möglichen Flugzeugabsturz und gezielte Terrorschläge gehen muss. - mehr hier

sharepic bi

Atommüllkonferenz kritisiert BASE und fordert echte Beteiligung und Zwischenlagerkonzept

Am letzten Samstag befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Atommüllkonferenz in Göttingen unter anderem mit der verlängerten Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle, dem Beteiligungsverfahren in Gorleben sowie dem Informations- und Dialogkonzept des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Sie erklären dazu: (mehr …)

hoer

Atompoker mit Russland – Ein brisantes Hörfeature

Die Firma ANF im niedersächsischen Lingen produziert Brennelemente für Atomkraftwerke in Westeuropa – beliefert mit russischem Uran. Jetzt soll eine direkte Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom auf den Weg gebracht werden. (mehr …)

4-IMG_2873

Protest vorm Zwischenlager Gorleben

Rund 80 Menschen, umrahmt von zwei Traktoren, fanden sich heute vor den Toren des Zwischenlagers Gorleben zur Kundgebung ein, zu der die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und die Bäuerliche Notgemeinschaft aufgerufen hatten.

Die Empörung sei groß, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, dass zwei Tage später in Salzgitter, dem Sitz des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), fernab vom Ort des Geschehens in einem kleinen Kreis über die Pläne, die Zwischenlagerung in Gorleben zu verlängern, debattiert würde. (mehr …)

Auf der Suche nach Inhalten?

PRESSEMITTEILUNGEN

Atomkritisches Neujahrstreffen in Gorleben

1. Januar 2026

Rund 80 Menschen kamen trotz des Schmuddelwetters an die Atomanlagen in Gorleben zum Neujahrstreffen der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Gut, dass es für solche Wetterlagen die Undine-von-Blottnitz-Hütte gibt, bei Punsch und Krapfen stieß man auf der ersten politischen Kundgebung im Jahr 2026 auf das nächste Widerstandsjahr an. „2026 will die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ)…

Neujahr an den Atomanlagen in Gorleben

29. Dezember 2025

Das Neujahrstreffen an den Atomanlagen in Gorleben ist inzwischen ein gesetzter Termin für den Anhang der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Am 1. Januar um 14 Uhr wird mit einem Glas Sekt oder Selters und Krapfen auf das neue Widerstandsjahr angestoßen.

Zurück in die Zukunft

21. Dezember 2025

Die Energiewende ist in Gefahr. Nicht nur in Deutschland wird ein ambitionierter Ausbau der Regenerativen gebremst, die „fossile Bequemlichkeit“ macht sich breit. Die neue Gorleben Rundschau der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) widmet sich ausführlich diesem Thema.

TERMINE & AKTIONEN

Do. 01.01.2026
14 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
Treffpunkt Beluga-Dreieck
Neujahrstreffen der BI Umweltschutz
Umtrunk und Ausblick auf das Neue Widerstandsjahr 2026
So. 04.01.2025
13 Uhr
Gorleben,
Treffpunkt:
Atomanlagen
Undine von Blottnitz Hütte gegenüber dem
Belugaschiff
Sonntagsspaziergang rund um das Gelände des ehemaligen Endlagerbergwerks, findet seit dem 25.10.2009 ohne Unterbrechung statt, solange bis das Bergwerk wieder verfüllt ist
So. 04.01.2025
14 Uhr
Gorleben,
Treffpunkt:
Atomanlagen
an den Kreuzen
Mastenweg
Gorlebener Gebet - jeden Sonntag um 14.00 Uhr versammeln sich Menschen im Wald von Gorleben unter Kreuzen zu einer etwa halbstündigen Andacht. Motto: "Bleibet hier – wachet und betet."
So. 07.02.2026
11 - 17 Uhr
Göttingen,
Volkshochschule
Bahnhofsallee 7
28. Atommüllkonferenz (Programm folgt)

GORLEBEN RUNDSCHAU

Mein Kollege erzählte heute, dass sein Sohn einen Adventskalender gemacht hatte und er darin morgens den Satz von Antoine de Saint-Exupery fand, der ihn sehr bewegte: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Dem ließe sich mit Mahatma Gandi noch hinzufügen: „Die Zukunft basiert auf dem, was wir heute tun.“

Selten schauten Heranwachsende pessimistischer in diese Zukunft, als die jetzigen Generationen Z und Alpha, die in der Corona-Krise in die soziale Isolation gezwungen waren und sich ihre Antworten auf die überkomplexen Probleme dieser Welt oft mühsam und unkommentiert im digitalen Raum zusammenklauben müssen. Während man doch annehmen möchte, dass Klimakatastrophe und Rechtsruck die bedrohlichsten Themen dieser Generationen sein dürften, ist es ausgerechnet die rechtsradikale AfD, der es laut Umfragen angeblich gelingt, mit ihren simplen Antworten und kurzen Wutbürger-Clips die Sorgen eines Teils der jungen Generation abzuholen. Während sich in Gießen achtzig Jahre nach den Trümmern und unfassbaren Verbrechen der faschistischen Diktatur wieder eine völkisch-nationale Jugendorganisation in Deutschland gründet, sind es ausgerechnet die beherzten Gegendemonstrantinnen, die öffentlich kriminalisiert werden.

In einer Zeit, zerrieben zwischen totalitären Autokraten, stellt sich einmal mehr die Frage: Wie geht eigentlich gute Demokratie? Im Demokratieindex 2024 schafft es Deutschland immerhin noch in das Mittelfeld „vollständiger Demokratien“. Die älteste durchgehend existierende Demokratie ist hier als Präsidialsystem nachvollziehbar zur „unvollständigen Demokratie“ herabgesunken. Neben der unbestrittenen Legitimation von Parlamenten und der parlamentarischen Legitimation von Entscheidungen existiert aber immer dann noch eine Lücke, wenn Menschen temporär oder regional als „marginalisierte“ Minderheiten von Entscheidungen betroffen sind, an denen sie selbst nicht mitwirken konnten oder in denen ihre Belange von einer nicht betroffenen Mehrheit überstimmt wurden. Zwar greifen hier in vielen Fällen die Grundrechte und allgemeinen Menschenrechte, aber bei planerischen Entscheidungen müssen Betroffenen auch Beteiligungs- und Klagerechte geboten werden, wenn ein demokratischer Staat seine Entscheidungen nicht letztlich totalitär gegen die Bevölkerung durchsetzen möchte. Es geht dabei nicht allein um die Legitimation, sondern vor allen um die Qualität von Entscheidungen.

Während rechte Influencer auf die diversen Probleme dieser Welt in neuen Medien nur mit kruden Thesen und schlichten Antworten aufwarten können und sich interessengeleitete Konzerne und Protagonisten schamlos dieses linearen Denkens bemächtigen, braucht es in einer bunten, artenreichen, vielfältigen, interessanten und vernetzten Realität viel weitreichendere Fähigkeiten, um lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Dafür sind nicht nur die Konsultation und Beteiligung, sondern auch die Bereitschaft und aktive Mitwirkung einer informierten und gestärkten Zivilgesellschaft unverzichtbar.

Aktuell fordern wir, diese Beteiligung angesichts der epochalen Aufgabe, oberirdische Atommülllager für ein weiteres Jahrhundert verlässlich zu sichern und diese Maßnahmen für Anwohnende glaubwürdig zu machen.

Martin Donat,
Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.