Nuclear Waste Report in Brüssel vorgestellt
„Europa hat keine Lösung für Zehntausende Tonnen Atommüll“, ist die Kernbotschaft des „World Nuclear Waste Report“, den die BI mitfinanziert hat.
Mehr als 60.000 Tonnen hochradioaktiver Müll aus Atomkraftwerken werden derzeit in Europa gelagert – ohne dauerhafte Lösung für die Entsorgung. Bis die letzten der laufenden Reaktoren vom Netz gegangen sind, könnte der europäische Atommüllberg in etwa so groß wie ein Fußballfeld und mehr als 900 Meter hoch sein. Gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien und der Ukraine ist Deutschland für einen Großteil dieses strahlenden Mülls verantwortlich.
Die Frage nach langfristiger Lagerung drängt zunehmend, da einige europäische Zwischenlager mittlerweile fast voll sind. Auch für die Entsorgungskosten gibt es europaweit keine einheitliche Lösung. Die meisten Regierungen berufen sich zwar auf das sogenannte „Verursacherprinzip“, wonach Kraftwerksbetreiber für die Entsorgung aufkommen müssten. Vielerorts wird dieses Prinzip jedoch nicht konsequent umgesetzt – in der Regel zum Nachteil der Steuerzahler.
Erstmalig war der „World Nuclear Waste Report“ im November 2019 in Berlin vorgestellt worden. Am 5. Februar folgte nun die Vorstellung unter Mitwirkung von Rebecca Harms, ehem. EU-Parlamentsabgeordnete der Grünen und Wendländerin, in Brüssel. Der Report ist u.a. mit Unterstützung der BI und der Bäuerlichen Notgemeinschaft entstanden.
- zur Webseite des Reports (englisch): https://worldnuclearwastereport.org/
(Auszüge: dpa-Meldung vom 9.2.2020)
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