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Bildungsreise „Rebellisches Wendland“ – Gorleben, Windkraft und Willkommenskultur
In Zusammenarbeit mit dem BI-Pressesprecher Wolfgang Ehmke bietet die Rosa-Luxemburg-Stiftung zwischen dem 30. August und 4. September 2026 einen Fahrrad-Bildungsurlaub im Wendland an. Gemeinsam werden Brennpunkte rund um die Auseinandersetzung um den Atommüll-Standort Gorleben besucht.
Die Standortbenennung Gorlebens als „Nukleares Entsorgungszentrum“ im Februar 1977 hat das Wendland völlig umgekrempelt. Die bevölkerungsärmste Ecke Westdeutschlands, stark agrarisch geprägt und stockkonservativ, setzte sich zur Wehr. Einheimische, Zugereiste aus Berlin und Hamburg rauften sich zusammen. Der Widerstand und Protest gegen Gorleben wurden schließlich, mit Beginn der Castor-Transporte, zum sozialen Ort, an dem die Zukunft der Atomkraft „ausgehandelt“ wurde. Das alles hat Menschen verändert, ihre politischen Einstellungen und ihr Handeln. Mit der Parole „Gorleben soll leben“ wurde zugleich – und sehr früh – ein Impuls gegeben, auf Atomkraft zu verzichten und auf Erneuerbare Energien zu setzen. Dieses Umdenken findet seinen Niederschlag u.a. in einer großen Dichte von Bio-Betrieben und Solawis. Anders leben und arbeiten gilt auch im Umgang mit den Geflüchteten.
Der fünftägige Bildungsurlaub gibt einen Einblick in eine Region, in der so vieles anders ist als anderswo.
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