Ein bisschen weniger Gorleben

BI fordert Verfüllung des Bergwerks
Das Bundesumweltministerium will das Erkundungsbergwerk Gorleben offen halten, gibt aber bekannt, dass der bisherige Erkundungsbereich I außer Betrieb genommen wird. Diese Ankündigung ist für die Gorleben-Gegner wenig überraschend, denn diese Moratoriums-Variante wurde bereits im Vorfeld kommuniziert. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) hatte hingegen vorgeschlagen, die Strecken und Gruben unter Tage sukzessive mit dem über Tage aufgehaldeten Salz zu verfüllen und durch die Evaluation des Standortauswahlgesetzes (StandAG) die rechtlichen Voraussetzungen für den Rückbau bis zur grünen Wiese zu schaffen.
Das sogenannte Erkundungsbergwerk dürfe nicht unbrauchbar gemacht werden, erklärt Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth. “Gorleben wird also möglicherweise über 15 bis 20 Jahre lang als potentielles Endlager offen gehalten, deshalb kommt bei uns keine rechte Freude auf. Ein bisschen weniger Gorleben reicht uns nicht”, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Darüberhinaus hatten Flasbarth und der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) das atomrechtliche Planfeststellungsverfahren aus dem Jahr 1977 für obsolet erklärt und wollen das auch behördenintern dokumentieren. Ehmke: “Seit einem Jahr drängen wir darauf, dass dieses Verfahren beendet wird, um einen möglichen Plan B für Gorleben – sollte das StandAG scheitern – auszuschließen. Wir verbuchen das als unseren Erfolg.”
Die BI mahnt an, dass auch die Veränderungssperre in Gorleben nicht über das Jahr 2015 hinaus verlängert werden dürfe. Allein für den Salzstock Gorleben gilt, dass “Veränderungen” unterhalb einer Tiefe von 50 bis 100 Metern untersagt sind, die die Standorterkundung erschweren könnten. “Das gibt es nur für Gorleben, und das, obwohl die Erkundung beendet wurde – ein Widerspruch in sich, der Gorleben aber gegenüber anderen potentiellen Standorten privilegiert”, kritisiert die BI.
Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06

SuperGAUdi im NDR
Atomtransporte…

...rollen regelmäßig durchs Wendland. Eine Stellungnahme der BI.


Gorleben-Fachexpertise

Musterbeispiel für eine verfehlte Atommüllpolitik, jedoch als möglicher Standort bei der Endlagersuche fortgeschleppt:

Aus Gorleben kann viel gelernt werden.
So, wie in Gorleben, geht es eben nicht!


Neun Experten nehmen Stellung.

Kommission am Ende